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Last-Minute-Gold für Niederländerinnen

Tanja Frank und Lorena Abicht haben am Samstag bei den Weltmeisterschaften im Segeln vor Aarhus in der 49er-FX-Klasse die Silbermedaille geholt. Gold ging an die Niederländerinnen Annemiek Bekkering/Annette Duetz, Bronze an die Britinnen Sophie Weguelin/Sophie Ainsworth. Frank/Abicht gingen als Gesamtführende in die letzte Wettfahrt und vergaben den WM-Titel erst im Finish.

Frank/Abicht übernahmen auch im Medal Race bald die Führung. Kurz vor dem letzten Wendepunkt kippte den beiden aber das Boot um, sie fielen auf den letzten Platz zurück und konnten sich auf den letzten Metern nicht mehr verbessern. Dadurch fielen Frank/Abicht in der Gesamtwertung noch zwei Punkte hinter Bekkering/Duetz zurück.

Frank/Abicht kentern zu Silber

Im Medal Race der 49er-FX-Klasse bei der Segel-WM im dänischen Aarhus entglitt Tanja Frank und Lorena Abicht die sicher geglaubte Goldmedaille. Das Duo kenterte und fiel auf Platz zwei zurück.

Dennoch schrieb das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee rot-weiß-rote Sportgeschichte und holte nach den beiden Podestplätzen in der diesjährigen Weltcup-Saison die erste 49erFX-WM-Medaille für Österreich. Das zweite große Ziel, einen Olympiaquotenplatz zu holen, hatten die beiden schon vor dem Medal Race erreicht.

Winddreher überrascht OeSV-Gespann

Frank/Abicht waren am Samstag mit elf Punkten Vorsprung auf die ersten Verfolger in das Medal Race gegangen. Auf dem Weg zu Gold brachte jedoch eine 180-Grad-Winddrehung die führenden Österreicherinnen zum Kentern. „Wir waren heute nicht vom Glück verfolgt. Den Winddreher hat man überhaupt nicht vorhersehen können. Ich habe sogar eher damit gerechnet, dass er von der anderen Seite kommt“, sagte Steuerfrau Frank. „Wir sind aber trotzdem sehr glücklich mit der Medaille. Damit haben wir vor der WM nicht rechnen können, es ist auf jeden Fall ein gewonnenes Silber.“

Tanja Frank und Lorena Abicht

Tobias Stoerkle - Photography

Kurz vor Schluss wurden Frank und Abicht von einem Winddreher überrascht

Im zweiten Jahr ihrer Partnerschaft feierten Frank und Abicht, die in neun von 13 Rennen in den Top Ten landeten, ihren bisher größten gemeinsamen Erfolg. „Auf uns ist vor der WM einiges an Druck gelastet. Wir haben aber von Rennen zu Rennen geschaut und mit dem Nationenticket unser großes Ziel erreicht", betonte Vorschoterin Abicht. „Das war einer dieser Momente, wo man realisiert, dass sich der ganze Fleiß bezahlt macht.“ Die beiden kehren nun für einige Tage nach Österreich zurück, bevor es schon am nächsten Wochenende zum nächsten Trainingslager nach Japan geht.

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