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Fehlstart für ÖVV-Damen
Die Österreicherinnen stehen nach dem ersten Spieltag damit ohne Punkte da. Im Damen-Parallelspiel besiegte Kroatien Albanien in Zagreb mit 3:0. Neben Pflichtsiegen in den beiden Duellen mit Albanien, am kommenden Sonntag nächster Gegner der Österreicherinnen in Tirana, ist nun wohl auch ein Auswärtserfolg in Kroatien oder der Schweiz nötig.

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Buchegger und Co. sind nach dem Dreipunkter auf Kurs Richtung EM-Endunde
Die weiteren Gegner der Herren im Kampf um ein EM-Ticket sind Albanien und Portugal. In der Parallelpartie der Gruppe D entschied Gruppenfavorit Portugal sein Heimmatch gegen Albanien glatt 3:0 für sich. Die Albaner sind am Sonntag (20.00 Uhr) in Tirana der nächste rot-weiß-rote Gegner. Das nächste Heim-Doppel findet am Samstag nächster Woche (25. August) in Zwettl statt. Die ÖVV-Herren spielen dann gegen Portugal.
Licht und Schatten in EM-Qualifikation
Während die Damen zum Start in die EM-Qualifikation in Steyr einen Fehlstart hinlegten, machten die Herren mit einem Auftakterfolg gegen Kroatien den ersten wichtigen Schritt Richtung EM-Endrunde.
Buchegger dreht Partie mit Serviceserie
Die entscheidende Phase war Ende von Satz drei, als die Österreicher knapp vor dem Satzverlust standen. Mit einer durch ein Ass abgeschlossenen Serviceserie drehte Buchegger den Durchgang aber für die seinen. In Satz vier hatte das Gastgeberteam Oberwasser, die Kroaten kamen nicht mehr in die Nähe eines Satzgewinns. Rot-Weiß-Rot musste ohne seinen Star Alexander Berger spielen, der von seiner Frau Mirna Jukic und Tochter Ariana begleitete Oberösterreicher verletzte sich beim Aufwärmen.
„Alex ist nicht leicht zu ersetzen“, bezog sich Teamchef Warm in seiner Analyse auf Bergers Ausfall. „Dann muss jemand anderer Verantwortung übernehmen. Das macht mich glücklich, dass wir das geschafft haben.“ Der Deutsche zeigte sich stolz auf seine Mannschaft. „Man hat gesehen, dass wir unbedingt wollen, wir alles in die Waagschale werfen.“ Sehr zufrieden war auch ÖVV-Präsident Gernot Leitner: „Kroatien in einer Ballsportart zu schlagen, ist für Österreich eine Riesenleistung.“
„Müssen jedes Spiel Vollgas geben“
Buchegger war extra motiviert, seine Familie war in der Halle. Seine Serviceserie war danach natürlich Gesprächsthema. „Oft braucht man solche Serien, dann gewinnt man so einen knappen Satz“, erklärte der Challenge-Cup-Sieger. „Wir müssen jedes Spiel Vollgas geben und dürfen keinen unterschätzen in der Gruppe.“
Für Aufspieler Max Thaller war die Ausgeglichenheit des Kaders entscheidend: „Wir sind breit aufgestellt. Auf das können wir aufbauen, das war unser Vorteil gegenüber den Kroaten.“ Buchegger brachte es auf nicht weniger als 34 Punkte, zweitbester ÖVV-Scorer war Peter Wohlfahrtstätter mit neun Zählern. Danijel Galic als Bester der Kroaten hatte 14 Punkte auf dem Konto.
ÖVV-Damen verlieren den Faden
Im Gegensatz zu den ÖVV-Herren erwischten die Österreicherinnen einen guten Start, profitierten aber im klar gewonnenen ersten Satz auch von Eigenfehlern der Schweizerinnen. Dann aber riss der rot-weiß-rote Faden, vor allem das Service klappte nicht mehr. „Da haben wir die Balance verloren“, analysierte Teamchefin Svetlana Ilic nach der Niederlage der Zweiten der Silver European League. „Es war zu viel Druck.“

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Gegen die Schweizerinnen waren die Österreicherinnen auf verlorenem Posten
Die Serbin führte auch ins Treffen, dass einige Schlüsselspielerinnen nicht ganz fit seien. So war unter anderem Srna Markovic nicht im Vollbesitz ihrer Fähigkeiten, die neu in Italiens erste Liga transferierte Leistungsträgerin setzte nicht wie gewohnt Impulse.
Ungewohnte Fehler
„Wir hatten Fehler, die wir normal nicht machen“, erklärte Ilic im ORF-Interview. „Die Schweiz hatte mehr Druck und Aggressivität. Nach dem ersten Satz waren wir nicht bei mehr als 30, 40 Prozent. Wir haben Fehler gemacht, die wir normal nicht machen.“ Die Niederlage müsse nun ohne Emotionen gut analysiert werden. Für Libera Sophie Wallner sei nach dem ersten Satz das taktische Konzept verloren gegangen.
„Wir haben nicht mehr so aggressiv gespielt, hätten den Sack zumachen müssen“, meinte die 29-Jährige. „Wir werden uns für die nächsten Spiele besser einstellen und eine bessere Performance zeigen.“ Ähnlich argumentierte Dana Schmit: „In der Qualifikation ist noch alles möglich. Wir müssen jetzt überraschen.“
Die Top zwei jeder Gruppe kommen zur Endrunde 2019. Die Europameisterschaften im Herbst 2019 werden erstmals mit 24 Teams in Szene gehen. Auch jeweils vier Länder in der Gastgeberrolle sind eine Premiere. Bei den Damen sind die Türkei, Polen, Ungarn und die Slowakei Gastgeber, bei den Herren Slowenien, Belgien, Frankreich und die Niederlande.