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Amateurtrainer übernimmt vorerst

Die Ära von Gerald Baumgartner als Trainer des SV Mattersburg ist seit Dienstag vorbei. Die Burgenländer zogen nach den schwachen Leistungen in den ersten vier Runden der tipico-Bundesliga die Notbremse und stellten den gebürtigen Salzburger mit sofortiger Wirkung frei. Das 0:6-Debakel am Samstag daheim gegen den WAC war für die Verantwortlichen in Mattersburg zu viel.

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Die Schlappe gegen die Wolfsberger war die dritte Niederlage in Serie für Mattersburg, das davor noch mit einem 3:2-Erfolg beim SCR Altach in die Saison gestartet war. Danach ging es für Baumgartner und seine Truppe aber stetig bergab. Die klare Niederlage gegen den WAC brachte schließlich das Fass zum Überlaufen.

„Der SV Mattersburg teilt mit, dass sich - aufgrund der zuletzt gezeigten sportlichen Leistungen - der Verein veranlasst sieht, Gerald Baumgartner mit sofortiger Wirkung freizustellen“, richteten die Burgenländer am Dienstag via Presseaussendung aus. Mattersburg will bis zur Länderspielpause ab 3. September einen Nachfolger bestellen. Vorerst leitet Amateurtrainer Markus Schmidt das Training.

Trainer Gerald Baumgartner jubelt mit Spielern

GEPA/Oliver Lerch

Baumgartner (in Schwarz) und seine Spieler hatten nur im ersten Spiel in Altach Grund zur Freude

„Ich war sehr überrascht“

Baumgartner hatte die Mattersburger im Jänner des Vorjahres übernommen und die vergangene Meisterschaft nach zwischenzeitlichen Abstiegssorgen auf Rang sechs beendet. Für den Salzburger kam die Trennung trotz der jüngsten Ergebnisse überraschend. „Ich war mit meinem Trainerteam zusammen, wir haben das Training vorbereitet. Dann kam um 9.10 Uhr die Nachricht von Präsident Martin Pucher, dass ich freigestellt werde. Ich war sehr überrascht, aber so ist das Geschäft. Das muss man respektieren“, so Baumgartner gegenüber ORF Burgenland.

Er nehme die Entscheidung aber gefasst auf, so Baumgartner. Für ihn persönlich sei es schon „ein Schlag mit dem Hammer“, aber er sei Präsident Pucher sehr dankbar dafür, dass er ihn als Trainer für Mattersburg verpflichtet habe. „Ich weiß, dass sehr viele Trainer am Markt sind und es sehr wenige Jobs gibt“, so Baumgartner - mehr dazu in burgenland.ORF.at

Haussegen hing angeblich schief

Nach dem erfolgreichen Start in die neue Saison soll es bei den Burgenländern allerdings zu kriseln begonnen haben, vor allem im Verhältnis zwischen Trainerstab und Clubführung und da im Speziellen in jenem zu Sportdirektor Franz Lederer. Zwischenmenschliche Probleme wies Baumgartner aber zurück. „Es war immer ein normales Arbeitsverhältnis. Er hat eben seine Arbeitsweise, ich habe meine“, so der nunmehrige Ex-Trainer.

Unmittelbar vor der Schlappe gegen Wolfsberg entließen die Burgenländer jedenfalls Baumgartners Assistenten Renato Gligoroski. Laut einem Bericht der APA soll es auch Dissonanzen um den letztlich geplatzten Transfer des aserbaidschanischen Teamstürmers Ramil Schajdajew, der bereits Ende Mai als fix vermeldet worden war, gegeben haben. IN Zusammenhang mit der Causa sei auch Baumgartner in ein schiefes Licht geraten.

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