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Hütteldorfer hoffen auf Deja-vu

Im Allianz Stadion in Wien-Hütteldorf empfängt am Donnerstag Rapid im Hinspiel des Play-offs der Europa League FCSB, vormals Steaua Bukarest, aus Rumänien (20.30 Uhr live in ORF eins und im Livestream). Trotz Rückschlägen in der Bundesliga gehen die Hütteldorfer mit viel Optimismus in die Partie. Mut gibt das 4:0 vor einer Woche gegen Slovan Bratislava. In Hütteldorf hofft man auf ein Deja-vu.

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Rapid traf bisher zweimal auf rumänische Teams. Dabei verabschiedeten sich die Hütteldorfer 1972 im Cupsieger-Achtelfinale gegen Rapid Bukarest (2:4) und stiegen 1995 gegen Petrolul Ploiesti (3:1) ins Cupsieger-Achtelfinale auf. Insgesamt haben die rumänischen Clubs in Duellen mit österreichischen die Nase vorn: Acht von 14 K.-o.-Duellen gingen für die rot-weiß-roten Vertreter verloren. In den bisherigen 34 Aufeinandertreffen gab es aus heimischer Sicht 15 Niederlagen, acht Remis und elf Siege.

EL-Quali, Play-off, Hinspiel

Donnerstag, 20.30 Uhr:

Live in ORF eins und im Livestream

Rapid Wien - FCSB

Allianz Stadion, SR Collum (SCO)

Mögliche Aufstellungen:

Rapid: Strebinger - Potzmann, Sonnleitner, Barac, Bolingoli - D. Ljubicic, Schwab/Martic - Murg, Knasmüllner, Berisha - Alar

FCSB: Balgradean - Benzar, Planic, Balasa, Stan - Filip, Pintilii - Man, Teixeira, Roman - Gnohere

Rückspiel am 30. August in Bukarest

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Die jüngere Vergangenheit spricht allerdings deutlich für Rot-Weiß-Rot: Die Austria schaffte 2011 gegen GAZ Metan, Red Bull Salzburg im Vorjahr gegen Viitorul Constanta den Sprung in die Europa-League-Gruppenphase. Von den bisher letzten acht Europacup-Kräftemessen mit rumänischen Vereinen endeten sechs mit österreichischen Siegen. Steaua Bukarest hatte allerdings gegen österreichische Clubs in drei von vier K.-o.-Duellen das bessere Ende für sich.

Pleite bei LASK abgehakt

In der Liga holte sich Rapid mit dem 1:2 am vergangenen Sonntag beim LASK jedenfalls keine Moralspritze für das Europacup-Duell. Offiziell ist die Niederlage bei den Hütteldorfern jedoch abgehakt. Zudem kehren die in Pasching zunächst geschonten Thomas Murg, Deni Alar und Marvin Potzmann wieder in die Anfangsformation zurück. Auch Stefan Schwab dürfte wieder zur Verfügung stehen, obwohl dem Kapitän zuletzt Knieprobleme zu schaffen machten. „Aber es schaut gut bei ihm aus“, erklärte Trainer Goran Djuricin.

Um die Tür zur Gruppenphase der Europa League aufzustoßen, hofft Djuricin, dass seine Mannen wieder ihr europäisches Gesicht zeigen. Der Wiener gab eine im Europacup immer erstrebenswerte Devise aus: „Kein Tor bekommen und mindestens eines schießen.“ Die Umsetzung dieses Vorhabens dürfte jedoch schwierig werden. „Steaua hat vife Spieler, eine routinierte Mannschaft. Es wird eine harte Aufgabe, doch auf jeden Fall eine machbare“, so der Trainer.

Balance als Erfolgsrezept

Der 43-Jährige erwartet eine zunächst eher abwartende Mannschaft aus Rumänien. „Sie werden wahrscheinlich tief stehen, da sind sie sehr kompakt und entschlossen in den Zweikämpfen“, so Djuricin. Umso mehr gelte es für Rapid, die richtige Balance zu finden. Djuricin: „Es wäre nicht gut, wenn wir 90 Minuten nur vorne attackieren. Wir müssen intelligent im Ballbesitz sein und den Gegner gut bespielen.“

Coach Goran Djuricin (Rapid)

GEPA/Philipp Brem

Djuricin stellt seine Mannschaft auf einen defensiven Gegner aus Rumänien ein

Der Rapid-Trainer warnte vor allem vor der französischen Solospitze Harlem Gnohere, der beim 2:1-Heimsieg im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen Hajduk Split beide Treffer erzielte: „Er kann den Ball gut halten und ist richtig torgefährlich.“ Sollte der Goalgetter neutralisiert werden können, stünden die Chancen gut, eines der großen Saisonziele zu erreichen. „Wir werden alles probieren, um uns eine gute Ausgangsposition zu verschaffen“, versprach Djuricin.

Ivan baut auf Erfahrungswerte

Ob Andrei Ivan dabei mithelfen darf, ließ Djuricin offen. Beim 4:0 gegen Slovan saß der Rumäne zunächst auf der Bank. Der große Durchbruch gelang dem Offensivmann bei Rapid noch nicht. „Er hat Riesenpotenzial, das er aber noch nicht ausgeschöpft hat. Er macht Sachen, die top sind, und dann wieder Sachen, wo ihm die Routine fehlt. Ich bin gespannt, wann er draufkommt, was er in den 90 Minuten machen muss. Wenn er das geschafft hat, werden wir ihn wahrscheinlich nicht mehr lange bei Rapid haben“, sagte Djuricin über Ivan.

Der 21-Jährige, der mit seinem früheren Arbeitgeber Craiova des Öfteren gegen FCSB antrat, schätzt die Chancen gegen den seit acht Pflichtspielen ungeschlagenen rumänischen Rekordchampion auf 50:50 ein. „Ich hoffe, dass wir gewinnen und weiterkommen“, meinte Ivan. Rapids Neuzugang hatte sich in der Vergangenheit das eine oder andere - wohl eher scherzhafte - Wortgefecht mit Steaua-Profi Mihai Balasa geliefert, nachdem Ivan nach einem Duell mit dem Innenverteidiger vor zwei Jahren in der rumänischen Liga eine Kopfverletzung erlitten hatte. Balasa habe ihm diese Blessur jedoch nicht vorsätzlich zugefügt, versicherte Ivan.

Acht Mio. Euro Umsatz winken

Eine neuerliche Verletzung des Rumänen wäre für Rapid bitter, die Hütteldorfer werden ohnehin schon von vielen Ausfällen geplagt. Dennoch wird es laut Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel bis Transferschluss am 31. August keine Neuzugänge mehr geben, selbst wenn der Einzug in die Gruppenphase gelingt. Im Falle eines Scheiterns dürfte der eine oder andere junge Spieler noch verliehen werden. Dieses Szenario soll allerdings tunlichst vermieden werden. „Doch dafür müssen wir zwei sehr, sehr gute Spiele abliefern“, betonte Bickel.

Für seinen Club geht es um die insgesamt siebente Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase. Ein Aufstieg würde nicht nur mindesten drei weitere Europacup-Spiele im Allianz Stadion und daraus resultierende Zuschauereinnahmen bedeuten, sondern auch die Aussicht auf Punkteprämien bringen. ein Sieg ist 570.000 Euro, ein Unentschieden 190.000 Euro wert. Noch offene Zahlungen via Marktpool und Club-Koeffizientenrangliste kommen hinzu.

Wirtschaftsgeschäftsführer Christoph Peschek kalkuliert für diesen Fall, ausgehend von einem Heimzuschauerschnitt von 20.000 Fans und beispielsweise sechs erreichten Punkten, mit einem zusätzlichen Umsatz von rund acht Millionen Euro. Wie viel davon netto bleiben würde, wollte der Wiener nicht prophezeien. „Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös“, sagte Peschek.

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