Grün-Weißer Jubel nach 1:2-Niederlage
Rapid hat am Donnerstag den Einzug in die Gruppenphase der Europa League geschafft. Nach dem 3:1-Sieg in Wien reichte den Hütteldorfern eine 1:2-Niederlage bei FCS Bukarest, um sich im Play-off durchzusetzen. Rapid steht damit zum bereits siebenten Mal in der Clubgeschichte in der EL-Gruppenphase. Ihren Gegner erfahren die Wiener wie Meister Salzburg bei der Auslosung am Freitag in Monaco (13.00 Uhr).
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Bis es so weit war, musste Rapid, das vor allem in der ersten Hälfte nicht an die Leistung vom Hinspiel anschließen konnte, zittern. Bukarest befand sich nach Toren von Harlem Gnohere (11.) und Mihai Roman (45.+2) auf Aufstiegskurs. Nach der Pause schaffte Rapid aber den etwas glücklichen, aber entscheidenden Auswärtstreffer durch Mario Sonnleitner (63.) gegen Bukarest, das die Partie nach einer Roten Karte Mihai Balasa (91.) mit zehn Mann beendete.
Rapids Treffer zum Aufstieg
In der 63. Minute erzielt Rapid das entscheidende Tor, das den Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League letztlich unter Dach und Fach bringt.
Rapid muss links umstellen
Personell musste Rapid vor der Partie vor allem links umstellen. Während offensiv Andrei Ivan wie erwartet den gesperrten Veton Berisha ersetzte, kam es defensiv zu einem Ausfall. Boli Bolingoli verletzte sich im Abschlusstraining. Marvin Potzmann übernahm die Position als Linksverteidigers. Innenverteidiger Mart Müldür agierte rechts in der Viererkette. „Er hat in den letzten Wochen viel Energie versprüht“, erklärte Coach Djuricin den Einsatz des 19-Jährigen.
Bei Bukarest stand im Vergleich zum Hinspiel wieder Kapitän Florin Tanase in der Startelf. Im Sturm spielte Gnohere, der Torschütze in Wien, diesmal von Beginn an. Talent Florinel Coman saß vorerst erneut nur auf der Bank. Vor 31.274 Fans und auf desaströsem Rasen in der Arena Nationala begannen die Gastgeber offensiv. Rapid hielt aber dagegen und erhielt nach Fehlern des Gegners Möglichkeiten zu Gegenstößen. Allerdings fehlte ein wenig die Entschlossenheit.
Früher Gegentreffer erhöht Druck
Bereits in Minute elf passierte aber das, was Rapid unbedingt vermeiden wollte - ein früher Gegentreffer. Nach Ballverlust von Stefan Schwab kam Bukarest zu einer Konterchance. Roman, der davor allerdings knapp im Abseits gestanden war, gab einen Stanglpass zur Mitte. Müldür kam zu spät, Gnohere schoss aus kurzer Distanz wuchtig ein. Rapid agierte in den Minuten danach fehlerhaft im Spielaufbau und stand daher ziemlich unter Druck.
Das 1:0 für Bukarest
Die Gäste gehen bereits in der elften Minute durch Harlem Gnohere in Führung und bringen damit Spannung in die Partie.
Es dauerte, bis die verunsicherten Wiener wieder Kontrolle und Ruhe in ihr Spiel brachten. In Minute 33 bekam Rapid einen Freistoß in gegnerischen Strafraum. Der 19-jährige Andrei Vlad, der im Tor den verletzten Cristian Balgradean ersetzte, hatte einen Rückpass aufgenommen. Thomas Murg schoss den Ball aber flach und schwach in die Mauer. Danach konnte Ivan nach Vorarbeit von Deni Alar den Ball in aussichtsreicher Position nicht kontrollieren (41.).
Nächster Rückschlag kurz vor Pause
Kurz vor dem Pausenpfiff verschlechterte sich die Situation für Rapid noch einmal. Unmittelbar nach der Auswechslung des verletzten Kapitäns Tanese erzielte Bukarest den zweiten Treffer. Nach einer Flanke des eingewechselten Raul Rusescu kam Roman zum Kopfball. Potzmann fälschte den Ball unhaltbar für Goalie Richard Strebinger ab (45.+2). Die Hütteldorfer gingen mit dem Bewusstsein in die Kabine, in der zweiten Hälfte unbedingt ein Tor erzielen zu müssen.
Das 2:0 für Steaua
Mihai Roman erhöht in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit viel Glück auf 2:0 für Bukarest.
In Angriff nahm Rapid diese Aufgabe nach dem Seitenwechsel personell unverändert. In Bedrängnis kam aber zunächst erneut die nicht unbedingt sattelfeste grün-weiße Abwehr. Gnohere hob den Ball aber neben das Tor (48.) und köpfelte danach in die Arme von Strebinger (52.). Von der Seitenlinie kamen Anfeuerungsrufe von Coach Djuricin, denn die Offensive seines Teams ließ angesichts der Lage zu wünschen übrig. Eein zu zentraler Weitschuss von Christoph Knasmüllner war die magere Ausbeute (56.).
Sonnleitner bringt Rapid auf Aufstiegskurs
In der 58. Minute lag das wichtige Auswärtstor für Rapid in der Luft. Alar setzte Ivan gut in Szene. Der Rumäne kam allein vor Goalie Vlad aber nicht mehr richtig an den Ball. Besser machte es danach ein Verteidiger. Bukarest-Goalie Vlad wehrte einen Schwab-Freistoß, der deutlich neben das Tor gegangen wäre, zurück ins Feld zu Potzmann ab. Dessen Hereingabe brachte Sonnleitner auf das Tor, der Rettungsversuch von Mihai Balasa kam vergeblich (63.).

APA/Hans Punz
Nach dem Tor zum 2:0 im Hinspiel jubelte Mario Sonnleitner erneut über einen Treffer
Nur drei Minuten darauf hätte sich Rapids Position noch einmal wesentlich verbessern können, doch Alar hob den Ball zu Murg, statt selbst den Torabschluss zu suchen. Die Rumänen konnten die Situation klären (66.). Bei Bukarest, das den offensiven Schwung verloren hatte, kam Coman ins Spiel. Rapid-Coach Djuricin reagierte und brachte mit Maximilian Hofmann für Knasmüllner einen Defensivspieler (76.).
Rapid hält in Schlussphase dicht
Es ging in die spannende Schlussphase. Ein Tor von Bukarest hätte die Verlängerung bedeutet, ein Treffer von Rapid die Entscheidung. Und die Hütteldorfer waren knapp dran, für diese zu sorgen. Ivan kam nach einer schönen Einzelaktion zum Abschluss. Sein Schuss ging aber von Goalie Vlad an die Latte (83.). Auf der Gegenseite bewahrte Strebinger Rapid vor einem Treffer. Der Goalie drehte mit den Fingerspitzen einen Schuss von Rusescu über die Latte (86.) und war auch beim folgenden Corner zur Stelle (87.).
Bukarest erhöhte die Schlagzahl und setzte Rapid unter Dauerdruck. Der englische Schiedsrichter Michael Oliver setzte sie Nachspielzeit mit drei Minuten an. Balasa sah nach einer Unsportlichkeit Rot (91.), Bukarest warf nun mit einem Mann weniger alles nach vorn. Rapid verteidigte sich mit Mann und Maus und ließ keine Chance mehr zu. Nach dem Abpfiff lagen die Spieler einander in den Armen, denn das erste große Saisonziel war erreicht.
Europa League, Play-off, Rückspiel
Donnerstag:
FCSB - Rapid 2:1 (2:0)
Bukarest, Arena Nationala, 31.274 Zuschauer, SR Oliver (ENG)
Torfolge:
1:0 Gnohere (12.)
2:0 Roman (45.+2)
2:1 Sonnleitner (63.)
FCSB: Vlad - Benzar, Planic, Balasa, Stan - Pintilii, Filip (85./Man) - Roman (74./Coman), Tanase (45./Rusescu), Teixeira - Gnohere
Rapid: Strebinger - Müldür (65./Auer), Barac, Sonnleitner, Potzmann - D. Ljubicic, Schwab - Murg (90./Martic), Knasmüllner (76./Hofmann), Ivan - Alar
Rote Karte: Balasa (91.)
Gelbe Karten: Benzar, Roman, Teixeira bzw. Potzmann, Barac, Müldür
Die Besten: Planic, Pintilii, Gnohere bzw. Ivan, Sonnleitner, D. Ljubicic
Hinspiel 1:3 - Rapid mit Gesamtscore von 4:3 in der Europa-League-Gruppenphase
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