Die Rückkehr der Stürmer
Vier Spieler, die zuletzt nicht zum Kreis der Auserwählten gezählt haben, hat ÖFB-Teamchef Didi Constantini am Dienstag in Wien in sein 23-köpfiges Aufgebot für das freundschaftliche Länderspiel am 11. August (20.30 Uhr, live in ORF1) in der Klagenfurter Hypo Group Arena gegen WM-Teilnehmer Schweiz einberufen.
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Es sind dies Roland Linz (Austria Wien), Emanuel Pogatetz (Hannover 96), Erwin Hoffer (1. FC Kaiserslautern) und Ekrem Dag (Besiktas Istanbul). Der derzeit starke Austria-Kapitän und -Stürmer Linz, der am 9. August seinen 29. Geburtstag feiert, trug zuletzt am 20. August 2008 beim ÖFB-Debüt des tschechischen Trainers Karl Brückner in Nizza gegen Italien (2:2) den Teamdress.
Linz verdiene sich seine Einberufung dank seiner in der jungen Saison schon oft bewiesenen Torjäger-Qualitäten. „Er geht nicht unbedingt die langen Wege, aber er steht dort, wo es was zu erben gibt“, so die Einschätzung Constantinis über den Steirer.

GEPA/Christian Ort
Co-Trainer Manfred Zsak, Teamchef Dietmar Constantini und Co-Trainer Heinz Peischl während der Pressekonferenz
Pogatetz und Linz sind wieder da
Pogatetz war zuletzt am 1. April 2009 beim 2:1 in Klagenfurt gegen Rumänien im Einsatz. Hoffer bestritt sein jüngstes Länderspiel am 18. November 2009 in Wien (1:5) gegen Europa- und Weltmeister Spanien. Dag fehlte zuletzt am 19. Mai gegen Kroatien (0:1) in Klagenfurt verletzungsbedingt.
Der im Sommer zu Hannover gewechselte Pogatetz wurde von Assistenztrainer Manfred Zsak in einem Testmatch im Trainingslager in Bad Radkersburg beobachtet. „Da hat er gut gespielt. Außerdem ist er hundertprozentig fit, und es ist davon auszugehen, dass er bei Hannover in der Innenverteidigung spielen wird“, sagte Zsak.
Zur Nominierung Hoffers meinte der Teamchef: „Er ist ein Spieler, auf den man in der bevorstehenden EM-Qualifikation setzen muss, weil seine Schnelligkeit internationale Qualität hat. Ihn nehme ich auch dazu, wenn er einmal im Club längere Zeit nicht dabei ist.“ Hoffer pendelte in der vergangenen Saison beim SSC Napoli zwischen Tribüne und Ersatzbank, hofft nun aber auf mehr Einsätze beim 1. FC Kaiserslautern.
Verletzter Kapitän mit an Bord
Teamkapitän Marc Janko wurde vom 55-jährigen Tiroler wieder berücksichtigt, obwohl er derzeit an einer Muskelverhärtung laboriert. „Janko glaubt, dass es sich bis zum Länderspiel ausgeht“, sagte Constantini über seinen Goalgetter, der trotz des bevorstehenden Comebacks von Pogatetz Kapitän bleiben wird.
Ein weiterer Stürmer ist zumindest auf Abruf dabei. Innsbruck-Torjäger Marcel Schreter, der in der Bundesliga nach vier Spielen die Trefferliste mit vier Toren anführt, wurde von Constantini erstmals in den erweiterten ÖFB-Kader geholt. Der 28-jährige Innsbrucker galt als heißer Tipp für den 13. Debütanten unter Constantini.
Constantini will Erfolgserlebnis vor Qualistart
Der ÖFB-Teamchef gab zu, dass die Schweiz angesichts der ersten beiden EM-Quali-Rivalen Kasachstan und Aserbaidschan nicht der ideale Testgegner sei. „Aber es ist wichtig, dass die Mannschaft so oft wie möglich zusammenspielt. Wir wollen vor der Qualifikation ein Erfolgserlebnis“, sagte Constantini, der vor den Eidgenossen auch aufgrund deren WM-Auftritte Respekt hat.
„Sie haben sich in Südafrika gut verkauft, speziell mit dem Sieg gegen Weltmeister Spanien, und spielen ein flexibles System.“ Sein Assistent Heinz Peischl, lange Jahre in der Schweiz tätig, rechnet sich dennoch einiges aus. „Die Schweizer haben viele gute Spieler, die in internationalen Ligen tätig sind, aber ich bin überzeugt, dass wir trotzdem unsere Chancen haben.“
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