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Strafrunden im Trainingslager

Mitte Juli hatte Bremen-Neuzugang Marko Arnautovic schon einmal in einem Trainingslager für einen Wutausbruch bei seinem Trainer Thomas Schaaf gesorgt. Am Donnerstag war es in Bad Waltersdorf erneut so weit. Der Bremen-Coach schickte seinen sechs Millionen Euro teuren Spieler zum „Abkühlen“ auf ein paar Trainingsrunden.

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Der 21-Jährige hatte zuvor laut „kicker“ bei einem Trainingsspiel zwischen dem A- und dem B-Team eine Schiedsrichterentscheidung kritisiert und den Ball weggeschossen. Da der Schiedsrichter dummerweise Schaaf selbst war, kam diese Aktion gar nicht gut an.

„Damit er den Kopf frei bekommt“

Arnautovic wurde zu ein paar Liegestützen verdonnert, doch beruhigen wollte er sich noch immer nicht. Daher nahm ihn Schaaf aus dem Match und schickte ihn zum Rundenlaufen auf einen Nebenplatz.

Der Wiener erklärte später zwar, das sei mit dem Coach so abgesprochen gewesen, doch Schaaf sah das anders: „Dieses Verhalten kann ich nicht tolerieren.“ In einem Pflichtspiel gäbe es für eine derartige Kritik an Schiedsrichterentscheidungen zumindest eine Gelbe Karte. „Deshalb habe ich ihn zum Laufen geschickt, damit er den Kopf frei bekommt“, so Schaaf im „kicker“.

Marko Arnautovic und Naldo

GEPA/Andreas Reichart

Marko Arnautovic sorgt nicht nur bei Naldo für Kopfzerbrechen.

„Wir werden es schon hinbringen“

Der Werder-Trainer ist aber weiterhin zuversichtlich, dass Arnautovic die erhoffte Verstärkung für Werder darstellt. „Wir werden es schon hinbringen, dass alle in Bremen ihn lieben.“

Routinier Torsten Frings weist darauf hin, dass Arnautovic bei allem spielerischen Potenzial Probleme bekommen könnte. „Er hat natürlich eine eigenwillige Art, die wird speziell in Bremen nicht so gut ankommen“, sagte der Werder-Kapitän.

Problem habe die Mannschaft mit ihrem neuen Mitspieler aber überhaupt keines. „Er hat Potenzial und ist auf einem guten Weg. Unsere Fans müssen ihm jedenfalls Zeit geben“, betonte Frings. Zeit, sich einzugewöhnen in einem neuen Umfeld, in dem im Gegensatz zu seiner jüngsten Station bei Inter Mailand viele Augen auf Arnautovic gerichtet sein werden. „Er braucht Aufmerksamkeit. Aber er muss schnell so ein Zwischending finden, dass er nicht so arrogant wirkt“, mahnte der 33-jährige deutsche Ex-Teamspieler Frings.

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