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Und wieder Israel

Es ist alles andere als der Wunschgegner. Meister Red Bull Salzburg muss in der finalen Runde der Qualifikation für die Champions League wie im Vorjahr nach Israel. Play-off-Gegner ist Hapoel Tel Aviv - ausgerechnet die Hürde, die Salzburg unbedingt vermeiden wollte. Die „Bullen“ müssen zuerst am 18. August zu Hause antreten, das Rückspiel steigt am 24. August in Tel Aviv.

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Salzburg-Trainer Huub Stevens blickte nicht erfreut, als in Nyon die Kugel mit Hapoel Tel Aviv aus dem Lostopf gezogen wurde. „Wir haben kein Glück mit dieser Reise. Wir wissen, was letztes Jahr gegen Maccabi Haifa passiert ist“, erinnerte Stevens. Damals hatten die „Bullen“ nach einem 1:2 zu Hause in Israel eine 0:3-Pleite kassiert und sich mit der Gruppenphase der Europa League zufriedengeben müssen, die jedenfalls bereits erreicht ist.

Uebersicht der Entscheidungsspiele

GEPA/EQ Images/Pascal Mueller

Auslosung des Play-offs

„Es wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns“, versicherte Stevens. „Wir müssen in zwei Spielen top sein, sonst werden wir die Champions League nicht erreichen.“ Das bisher einzige Mal war Salzburg 1994 in der europäischen Königsklasse vertreten. In der Ära Red Bull waren die Salzburger in den vergangenen vier Jahren dreimal in der finalen Qualirunde gescheitert - 2006 an Valencia, 2007 an Schachtjor Donezk und zuletzt 2009 an Haifa.

„Sind besser als im Vorjahr“

Die weiteren möglichen Gegner wären der FC Basel, RSC Anderlecht, Sparta Prag und der FC Kopenhagen gewesen. „Im Prinzip wäre für den österreichischen Meister jedes Los schwierig gewesen“, meinte Stevens. „Aber Hapoel ist sicher das schwierigste.“ Der israelische Double-Gewinner fertigte im Vorjahr in der Gruppenphase der Europa League unter anderem zweimal Österreichs Rekordchampion Rapid ab - 5:1 zu Hause und 3:0 in Wien.

Samak Smakow (Aktobe), Itay Shechter (Hapoel) und Anton Tschitschulin (Aktobe)

AP/Tara Todras-Whitehill

Itay Shechter (Mitte) im Kampf gegen Samak Smakow (links) und Anton Tschitschulin (rechts) beim 3:1-Heimsieg Hapoels gegen Aktobe

„Israels Fußball hat seine Stärke mehrmals bewiesen. Seit dem Vorjahr sollten alle wissen, wie stark die Topteams aus Israel sind“, betonte Stevens. Dennoch hätte sein Team auch gegen Maccabi eine Chance gehabt, wenn schon der gesamte Kader zur Verfügung gestanden wäre. Erst kurz vor Transferschluss war etwa Innenverteidiger Rabiu Afolabi geholt worden. „Jetzt sind wir vollständig“, sagte Stevens. „Unsere Mannschaft ist besser als im Vorjahr.“

Im vierten Anlauf muss es klappen

Hapoel steht noch nicht im Meisterschaftsbetrieb, tat sich daher auch in der dritten Qualirunde gegen den FK Aktobe schwer. Nach einer 0:1-Niederlage in Kasachstan stiegen die Israelis nur dank eines 3:1-Heimsieges auf. Stars der Mannschaft sind der nigerianische WM-Keeper Vincent Enyeama sowie die beiden Offensivspieler Itay Shechter und Ben Sahar. Betreut wird Hapoel seit 2007 von Eli Guttman, Kapitän ist der 36-jährige Walid Badir.

Genaue Kenntnis über den Gegner haben die Salzburger noch nicht. „Wir wollten nicht so weit reisen, aber das können wir nicht beeinflussen“, erklärte Stevens. Gespielt dürfte wohl nicht im 17.500 Zuschauer fassenden Bloomfield Stadium werden, sondern wie im Vorjahr gegen Haifa im deutlich größeren Ramat Gan. „Wir wissen, was zu tun ist, und wo wir hinwollen“, sagte Stevens: Im vierten Anlauf innerhalb von fünf Jahren endlich in die Champions League.

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