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„Alles wird gut“

Die Fußball-EM 2012 wird doch in der Ukraine stattfinden. Und zwar wie geplant in allen vier ausgewählten Städten. Nach der letzten Inspektionstour durch UEFA-Funktionäre in den Austragungsorten Kiew, Lemberg, Donezk und Charkow lobte Generalsekretär Gianni Infantino die Organisatoren und gab grünes Licht.

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UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino

AP/Petro Zadorozhnyy

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino auf Inspektionstour

„Alles wird gut, es gibt keine Probleme“, sagte der für die Abwicklung des Turniers zuständige ukrainische Vizepremier Boris Kolesnikow erleichtert. Im Mai hatte die UEFA noch große Bedenken geäußert, besonders Mängel in den Austragungsorten Lemberg und Charkow wurden kritisiert. In nur vier Monaten dürfte die neue ukrainische Regierung aber viel nachgeholt haben. Infantino sparte daher auch nicht mit Lob, bezeichnete Kolesnikow und Grigori Surkis, den Präsidenten des ukrainischen Fußballverbandes (FFU), scherzhaft als „Supermen“.

Endgültige Entscheidung im September

Auch wenn die endgültige Entscheidung durch die UEFA erst im September fällt, scheint die Gefahr gebannt zu sein, dass die Ukraine die EM 2012, deren Durchführung ihr gemeinsam mit Polen übertragen wurde, verliert. „Wir blicken optimistisch in die Zukunft, besonders wenn man in Betracht zieht, wie die Vorbereitungen gegenwärtig ablaufen“, bestätigte Infantino am Ende seiner Visite. „Ich bin der vollen Überzeugung und sehr optimistisch, dass die EM 2012 in der Ukraine ein Erfolg wird.“

Nach einem schwierigen Anlauf, nicht zuletzt wegen der politischen Instabilität im Lande aufgrund der ständigen Konflikte zwischen dem Ex-Präsidenten Viktor Juschtschenko und der ehemaligen Regierungschefin Julia Timoschenko, ist die Ukraine jetzt in Sachen Fußball auf gutem Weg. Der neue Präsident Viktor Janukowitsch hat nun auch schon UEFA-Präsident Michel Platini nach Kiew eingeladen, um ihm die Fortschritte zu zeigen.

Sprachkurse zur Vorbereitung

Euro 2012 in Polen/Ukraine

8. Juni bis 1. Juli 2012

Geplante Austragungsorte Ukraine:
Kiew: Olympiastadion, 69.000 Zuschauer, 3 Vorrundenspiele, 1 Viertelfinale, Finale
Donezk: Donbass-Arena, 51.000 Zuschauer, 3 Vorrundenspiele, 1 Viertelfinale, 1 Halbfinale
Lemberg: Lemberg-Stadion, 3 Vorrundenspiele
Charkow: Metalist-Stadion, 41.000 Zuschauer, 3 Vorrundenspiele

Infrastruktur- und Sicherheitsmaßnahmen sind dabei nicht genug, auch sprachlich muss sich die Ukraine auf das Großereignis vorbereiten. Von den zahlreichen Fans aus dem Ausland werden nämlich nur wenige die Landessprachen Ukrainisch und Russisch sprechen, während es den Ukrainern mit der Weltsprache Englisch ähnlich geht. Vizepremier Kolesnikow betonte aber, dass man die Beamten auf die Kommunikation mit Ausländern und Touristen vorbereiten werde.

In Planung seien Sprachkurse in den meisten europäischen Sprachen, von Englisch bis Polnisch, von Italienisch bis Spanisch und natürlich Deutsch für Polizisten, Zöllner und sogar für Ärzte. Die Fußball-EM-Endrunde wird im Juni und Juli 2012 gemeinsam von Polen und der Ukraine ausgerichtet. Die Qualifikation für das Turnier hat am vergangenen Mittwoch mit einem Spiel zwischen Estland und den Färöer (2:1) begonnen. Österreich kämpft in Gruppe A u. a. gegen den WM-Dritten Deutschland um einen Startplatz. Das EM-Endspiel wird in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ausgetragen.

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