Linzer Befreiungsschlag gegen EL-Helden
Mit einem Paukenschlag hat sich der LASK in der 6. Runde der tipp3-Bundesliga zurückgemeldet. Die bis Sonntag punktelosen Linzer setzten sich gegen die Europa-League-Helden von Rapid auf der heimischen Gugl mit Kampfgeist und Glück mit 1:0 (0:0) durch und gaben im Abstiegskampf ein kräftiges Lebenszeichen von sich.
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Die Entscheidung in einer spannenden, aber nicht hochklassigen Partie führte Routinier Rene Aufhauser nach genau einer Stunde per Kopf herbei. Das dritte Saisontor des 34-Jährigen war zugleich das vierte des LASK in dieser Saison. Rapid hatte mehr Chancen, die beste war ein Freistoß des ansonsten eher unauffälligen Kapitäns Steffen Hofmann an die Latte (75.).

GEPA/Walter Luger
Nach fünf Niederlagen darf der LASK wieder über einen Sieg jubeln.
LASK-Abwehr hält Rapid in Schach
Rapid dominierte wie erwartet von Beginn an, kam aber dank einer recht sattelfesten, von Pablo Chinchilla-Vega gut organisierten Linzer Abwehr kaum zu guten Möglichkeiten. Die beste hatte Hamdi Salihi, der nach Stanglpass von Veli Kavlak nur um Zentimeter zu spät kam (20.). Erst gegen Ende der ersten 45 Minuten konnten die Gastgeber Entlastungsangriffe lancieren - ohne aber gefährlich zu werden.
Zuvor tappte der LASK, bei dem Neuverpflichtung Benjamin Sulimani seine Klasse in Ansätzen zeigte, auffällig oft in die Abseitsfalle, versuchte immer wieder mit langen, steilen Pässen die Rapid-Abwehr aufzureißen. Nicht immer lag das Schiedsrichterteam um Manfred Krassnitzer allerdings richtig. Geschmerzt dürfte das Aufhauser und Co. besonders in der zweiten Minute haben, als Sulimani nach Zuspiel von Alexander Zickler bereits auf und davon war.
Paukenschlag nach einer Stunde
Das Bild blieb nach dem Seitenwechsel unverändert. Rapid hatte mehr Spielanteile und kombinierte gefällig, erarbeitete sich vorerst auch zwei gute Möglichkeiten. In der 51. Minute schlug Thomas Mandl Salihi den Ball in höchster Not noch vor den Füßen weg, wenig später strich ein flacher Hofmann-Schuss nur Zentimeter am Tor vorbei (55.).
Nach genau einer Stunde dann aber der Paukenschlag: Nach einem Eckball wurde Aufhausers erster Kopfballversuch noch auf der Linie abgewehrt, die folgende Flanke von Daniel Kogler setzte der Kapitän neuerlich per Kopf zum überraschenden 1:0 in die Maschen. Nur kurz danach hätte der LASK beinahe das Torkonto erhöht, doch Rapid-Goalie Raimund Hedl konnte gegen den allein heranstürmenden Thomas Krammer, dem der Ball zu weit von der Brust sprang, retten.

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Per Kopf gelingt Aufhauser in der 60. Minute das Goldtor.
Erfolglose Schlussoffensive
Die Hütteldorfer erhöhten in der Folge wie erwartet die Schlagzahl, Coach Peter Pacult verstärkte mit dem Wechsel Christoph Saurer für Thomas Hinum (65.) die Offensive. Doch der LASK blieb bissig und lauerte auf Konter. Im Finish legte Grün-Weiß noch einmal nach, allerdings ohne Erfolg.
Just zu Beginn der Rapid-Viertelstunde ließ Hofmann aber mit einem Freistoß die Latte erzittern, Mario Sonnleitner traf im Nachsetzen aus wenigen Metern schließlich nur seinen Teamkollegen Rene Gartler (75.). Fünf Minuten später köpfelte Sonnleitner aus guter Position genau in die Arme Mandls.
Stimmen zum Spiel:
Peter Pacult (Rapid-Trainer): „Das ist der Sport, man muss mit beiden Dingen (Sieg und Niederlage, Anm.) gut umgehen. Ich ärgere mich, was wir heute für Chancen liegengelassen haben. Gegen einen Gegner, der bis zur 60. Minute nicht auf das Tor geschossen hat. Wenn du das auslässt, dann hast du es auch nicht verdient, zu gewinnen. Da müssen sich einige bei uns an der Nase fassen. Wir sind kein Klingl-Klangl-Verein, sondern spielen um die Meisterschaft und international. Da kann man nicht immer fahrlässig mit den Chancen umgehen.“
Helmut Kraft (LASK-Trainer): „Ich bin glücklich über den Sieg. Das tut sehr gut. Ich hoffe, es folgen weitere Siege. Es gibt Hoffnung, dass wir jetzt mit Zickler und Sulimani zwei Spieler haben, die nach vorne einiges bewirken können. Zusätzlich kommt noch Duro dazu, auch er wird weiterhelfen. Wir haben endlich zu null gespielt. Der Sieg war glücklich und verdient.“
Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): „Wir haben uns heute viel vorgenommen, aufgrund der Ergebnisse wären drei Punkte ein sehr guter Schrit in die richtige Richtung gewesen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir uns in den zwei Wochen auf die schwierigen Aufgaben vorbereiten, die da kommen. Die Kleinen regieren und die Großen verlieren.“
Rene Aufhauser (LASK-Torschütze): „Es ist eine sehr große Erleichterung, uns ist allen ein großer Brocken vom Herzen gefallen. Wir waren von Anfang an bemüht, etwas zu machen. Rapid hat es uns schwer gemacht, die sind ballsicher. Mit dem 1:0 haben wir uns ein wenig leichter getan. Vielleicht hätten wir mit besseren Kontern das Spiel früher entscheiden können. Kompliment an die ganze Mannschaft, wir haben heute um jeden Zentimeter gefightet.“
Tipp3-Bundesliga, 6. Runde
Sonntag:
LASK - Rapid 1:0 (0:0)
Linzer-Stadion, 9.800 Zuschauer, SR Krassnitzer
Tor: Aufhauser (60.)
LASK: Mandl - Krammer, Piermayr, Chinchilla-Vega, Bubenik - Metz (83. Mayrleb), Aufhauser, Kogler (93. Kragl), Majabvi, E. Sulimani (80. Kaufmann) - Zickler
Rapid: Hedl - Kayhan, Sonnleitner, Soma, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Hinum (65. Saurer), Kavlak (74. Trimmel) - Nuhiu (51. Gartler), Salihi
Gelbe Karten: Zickler, Bubenik bzw. Nuhiu, Hofmann
Die Besten: Chinchilla-Vega, Bubenik bzw. Kavlak
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