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Ungünstige Voraussetzungen

Sebastian Vettel droht nach dem stümperhaften „Nuller“ von Spa-Francorchamps der nächste Rückschlag im Titelrennen. „Es wird nicht leicht für uns“, räumte der Vizeweltmeister vor dem Großen Preis von Italien am Sonntag in Monza (14.00 Uhr, live in ORF1) ein.

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Der Hochgeschwindigkeitskurs liegt dem Red Bull nicht, weshalb der Deutsche und sein Teamkollege Mark Webber allenfalls Außenseiterchancen haben dürften. Klare Favoriten sind McLaren und Ferrari, das beim Heimspiel besonders motiviert ist.

Kampfansage von Hamilton

„Ich mache kein Geheimnis aus meinem Wunsch, dieses Rennen unbedingt gewinnen zu wollen“, sagte WM-Leader Lewis Hamilton. „Unser Sieg in Belgien hat gezeigt, dass wir als Team nie aufgeben. Wir haben einen unglaublichen Kampfgeist.“ Der McLaren-Pilot könnte durch einen weiteren Erfolg seinen Vorsprung gegenüber dem schärfsten Verfolger Webber entscheidend ausbauen und zugleich einen großen Schritt zum zweiten WM-Triumph nach 2008 machen. Vor dem 14. Saisonlauf liegt Hamilton mit 182 Punkten nur drei Zähler vor Webber, Vettel weist als Dritter bereits 31 Punkte Rückstand auf.

Sebastian Vettel

GEPA/xpb.cc

Sorgenvoller Blick Richtung Monza

Vettel kann sich keine Patzer mehr leisten

Der Deutsche steht im Königlichen Park gleich mehrfach unter Druck. Nach seinen zahlreichen Patzern und Pannen und dem von ihm verschuldeten Unfall mit Weltmeister Jenson Button in Spa darf sich der 23-Jährige keinen weiteren Ausrutscher mehr leisten, um nicht vorzeitig aus dem WM-Rennen auszuscheiden. Sollte er zudem gegenüber seinem Teamkollegen weiter an Boden einbüßen, könnte Red Bull sogar trotz konträrer Marketingwünsche Webber zur Nummer eins küren, um den erneut drohenden Titelverlust abzuwenden. Der Australier hatte nach Belgien erstmals eingefordert, dass sich das Team auf den Besserplatzierten konzentrieren sollte.

„In Ungarn habe ich während der Safety-Car-Phase geschlafen und einen Fehler gemacht. Und in Spa, als ich das Auto beim Überholen von Jenson Button verloren habe, habe ich ebenfalls einen Fehler gemacht. Aber ich bin offen und ehrlich genug, das zuzugeben“, hatte Vettel schon in der Vorwoche erklärt. „Während der ersten 13 Rennen ist nicht alles so gut gelaufen, aber ich bin trotzdem nur 31 Punkte hinten.“

Gute Erinnerungen an 2008

Eine gewisse Hoffnung schöpft Vettel aus seinem Monza-„Märchen“ von 2008. Damals trumpfte er im unterlegenen Toro Rosso mit seiner ersten Poleposition und seinem ersten Grand-Prix-Sieg groß auf. „Ich habe zwei gute Erinnerungen an Monza“, sagte er. „Es ist schön, wieder hierher zurückzukommen.“ Allerdings musste Vettel im Vorjahr nach seinem Aufstieg ins A-Team als enttäuschender Achter in Italien ein bittere Lehrstunde hinnehmen.

Wegen der speziellen Charakteristik des 5,793 Kilometer langen Kurses mit seinen langen Geraden und engen Schikanen droht Vettel und Webber am Sonntag ein frustrierendes Rennen. Beim Topspeed hat der RB6 deutliche Nachteile gegenüber der Konkurrenz. Webber hat neben Ferrari, McLaren und Renault auch Force India auf der Rechnung für die Spitzenplätze. „Ich denke aber, dass wir trotzdem ganz gut aussehen könnten“, machte der Australier sich und Vettel dennoch Mut.

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