Gleisdorf erobert erstmals Bundesliga-Titel
Der TC Gleisdorf hat am Samstag erstmals den Meistertitel in der österreichischen Tennis-Bundesliga geholt. Die Steirer schafften das durch einen 7:2-Finalerfolg auf eigener Anlage über den UTC Hohe Brücke Straßburg.
Nach den Einzeln lag Gleisdorf bereits mit 4:2 voran. Die Gäste aus Kärnten hätten somit alle drei Doppel gewinnen müssen, um den Spieß noch umzudrehen. Doch nachdem bereits Wolfgang Schranz im Einzel gegen Christian Magg wegen Übelkeit aufgegeben hatte und Martin Slanar angeschlagen war, zog es Straßburg vor, zu den Doppel-Partien nicht mehr anzutreten.
Melzer unterliegt Köllerer
Bei der Meisterfeier fiel nicht mehr groß ins Gewicht, dass Jürgen Melzer das Spitzenduell gegen Daniel Köllerer überraschend mit 6:7 (1/7) 6:4 3:6 verlor. Melzer würdigte Köllerers Leistung: „Ich wollte dieses Match unbedingt gewinnen. Für ihn war die Bühne sicher etwas größer als für mich, aber er hat ein tolles Match gespielt. Schade, dass er sich nicht immer so präsentiert, sonst würde er im Ranking sicher weiter vorne stehen.“
Bei dem Weltranglisten-15. überwog aber die Freude über den Titel: „Ich habe mit Deutsch-Wagram immer gegen den Abstieg gespielt, daher ist die Freude über meinen ersten Mannschaftstitel in Österreich jetzt wirklich groß.“ Köllerer ordnete den Sieg richtig ein: „Man darf nicht vergessen, dass Jürgen erst vor drei Tagen aus New York zurückgekommen ist, aber meinem Selbstvertrauen tut so ein Erfolg natürlich gut.“
Die im Einzel errungenen Zähler zum Gleisdorfer Sieg gingen auf das Konto von Stefan Koubek, Björn Phau, Alexander Peya und Magg. Neben Melzer musste sich auch Martin Fischer dem Routinier Werner Eschauer mit 6:7 (2/7) 5:7 geschlagen geben.