Ujfalusi als Übeltäter
Ein übler Tritt gegen den Knöchel von Lionel Messi hat am Sonntag den 2:1-Auswärtssieg des FC Barcelona gegen Atletico Madrid überschattet. Der Tscheche Tomas Ujfalusi holte den Argentinier in der Nachspielzeit brutal von den Beinen und wurde zu Recht mit der Roten Karte bestraft.
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Messi, der mit einem stark geschwollenen Knöchel vom Platz getragen wurde, fällt nun knapp zwei Wochen aus. Der amtierende Weltfußballer erhielt am Montagvormittag eine genaue Diagnose. Demnach erlitt Messi am Sonntag Bändereinrisse im rechten Knöchel. Erste Untersuchungen am späten Sonntagabend hatten gleich ergeben, dass sich Messi keinen Bruch zugezogen hatte.

Reuters/Andres Kudacki
Messis unwürdiges Matchende
Zunächst ging der spanische Meister von einer Mindestpause von 14 Tagen für den 23-jährigen Offensivstar aus, nun könnte die Zwangspause ein wenig kürzer ausfallen. Sicher fehlen wird Messi in den Liga-Partien am Mittwoch daheim gegen Gijon und am Sonntag in Bilbao, sein Comeback könnte er dann am 29. September in der Champions League in Kasan geben.
„Kriminell“
Die Bilder vom brutalen Foul und Messis lädiertem Fußgelenk lösten in Spanien jedenfalls eine Welle der Empörung aus. Die Presse stellte Ujfalusi als „Holzhacker“ und „Treter“ an den Pranger. „Das war ein Angriff auf die Kunst des schönen Fußballs“, empörte sich „Sport“. „El Mundo Deportivo“ bezeichnete das Foul als „schlichtweg kriminell“, und die Zeitung „El Periodico“ meinte: „Messi wurde gejagt und erlegt.“
Dem Übeltäter mit der Rockermähne, der von 2000 bis 2004 für den Hamburger SV gespielt hatte, droht eine längere Sperre. Der Schiedsrichter hielt nämlich im Spielbericht ausdrücklich fest, dass Ujfalusi bei dem Foul keine Chance hatte, den Ball zu spielen. „Marca“ forderte: „Ujfalusi sollte für längere Zeit von den Fußballplätzen ferngehalten werden, damit er Zeit hat, sich ordentlich zu schämen.“
Ujfalusi bat mittlerweile auch öffentlich um Entschuldigung. „Es tut mir leid, ich wollte Messi nicht verletzen“, sagte der Abwehrspieler. Er sei im Kampf um den Ball zu spät gekommen und mit dem Fuß auf dem Knöchel des Argentiniers gelandet. „Ich steige hart ein, aber immer im Kampf um den Ball. Ich bin kein Spieler, der auf eine Verletzung des Gegners aus ist. Das ist nicht mein Stil.“
Sieg gegen Angstgegner
Vor dem negativen Höhepunkt der Partie in Madrid war Messi hauptverantwortlich dafür, dass der Titelverteidiger FC Barcelona in der Primera Division wieder auf die Siegerstraße zurückkehren konnte. Die Katalanen rehabilitierten sich für die 0:2-Heimschlappe gegen Hercules Alicante am vergangenen Wochenende und nahmen erstmals nach drei Auswärtsniederlagen gegen Angstgegner Atletico in Folge wieder Punkte aus dem Stadion Vicente Calderon mit.
Messi (13.) und Gerard Pique (33.) machten mit ihren Toren den Auswärtserfolg perfekt, Atleticos Mittelfeldspieler Raul Garcia hatte zwischenzeitlich den Ausgleich (25.) erzielt. Für die Madrilenen war es die erste Saisonniederlage nach zwei Siegen.
Barca liegt damit einen Punkt hinter dem drittplatzierten Erzrivalen Real Madrid auf Rang fünf. Als einziges Team noch ohne Punkteverlust ist Valencia. Juan Mata (2.) und Pablo Hernandez (23.) führten den Tabellenführer auswärts gegen Alicante zu einem 2:1-Erfolg. Der ebenfalls noch ungeschlagene FC Sevilla folgt nach dem 2:1 in Malaga punktegleich mit Real auf Platz zwei.
Dritte Runde
| Samstag, 18. September: |
| Espanyol Barcelona |
Almeria |
1:0 |
| Mallorca |
Osasuna |
2:0 |
| Gijon |
Bilbao |
2:2 |
| Real Sociedad |
Real Madrid |
1:2 |
| Sonntag, 19. September: |
| Alicante |
Valencia |
1:2 |
| Santander |
Saragossa |
2:0 |
| Levante |
Villarreal |
1:2 |
| Atletico Madrid |
FC Barcelona |
1:2 |
| Malaga |
Sevilla |
1:2 |
| Montag, 20. September |
| La Coruna |
Getafe |
2:2 |
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