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Niederlagen am laufenden Band

Mit dem schlechtesten Saisonstart der Clubgeschichte ist Schalke 04 am Tiefpunkt angekommen. Mit versteinerter Miene kommentierte der zuletzt noch umjubelte Felix Magath die 1:3-Schlappe im Revierderby gegen Borussia Dortmund. Nach einem der „schlimmsten Tage“ seiner Laufbahn wirkt der einstige Heilsbringer des Vizemeisters erstmals in seiner Amtszeit als Trainer, Manager und Sportdirektor ratlos.

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Eine Antwort auf die drängendste Frage, wie er das „völlig verunsicherte“ Team bis zum Spiel beim SC Freiburg am Mittwoch wieder aufrichten will, blieb er schuldig. Zweifel an seinem Konzept mit dem Totalumbruch hegt der „Alleinherrscher“ bisher aber nicht. „Man darf jetzt nicht alles grundsätzlich infrage stellen. Ich muss das Spiel erst analysieren, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Wir müssen was verändern“, erklärte er.

Enttäuschte Schalke-Spieler

AP/Martin Meissner

Hängende Köpfe in Gelsenkirchen

Bei Schalke brennt der Hut

Hatte Magath bei den vier Liga-Pleiten und dem 0:1 in der Champions League in Lyon noch gute Ansätze gesehen, müsse er die Lage nach der desaströsen Vorstellung nun „völlig neu bewerten“. „Wir waren nie ein richtiger Gegner. Erstmals musste ich feststellen, dass wir völlig verunsichert waren und überhaupt keine Chance hatten, das Spiel zu gewinnen“, befand der Trainer.

Wegen des angespannten Nervenkostüms seines ohne jedes Selbstvertrauen agierenden Teams ist der 57-Jährige vor dem Gastspiel beim Vierten Freiburg mehr denn je als Krisenmanager und Psychologe gefordert. „Es ist vor allem ein nervliches Problem. Wir müssen schnell die Verunsicherung aus den Köpfen bekommen“, meinte Magath, der wegen der Runderneuerung des mit 37 Millionen Euro verstärkten Kaders auch in den eigenen Reihen unter Rechtfertigungsdruck gerät.

Zweifel kommen auf

Auf Schalke herrscht Alarm. Als einziges Team hat der Vizemeister nach vier Runden keinen Punkt auf dem Konto und präsentiert sich wie ein Absteiger. Das einstige „Prunkstück“ Abwehr zerfiel nach den Abgängen von Marcelo Bordon, Heiko Westermann und Rafinha in seine Einzelteile und ließ schon neun Gegentore zu. Selbst der erste Treffer von 14-Millionen Mann Klaas-Jan Huntelaar gegen den BVB geriet zur Randnotiz. Wie Raul, an dessen Qualitäten allmählich Zweifel aufkommen, wirkt der Niederländer weiter wie ein Fremdkörper.

Dortmund-Trainer Jürgen Klopp hingegen war stolz auf seine Kicker, die mit drei Liga-Siegen in Serie und dem 4:3-Europa-League-Erfolg in Lwiw im Soll sind. „Das war ein super Abend, den werden wir erstmal genießen“, schwärmte Klopp nach seinem ersten Sieg im Derby. Selbst Michael Zorc konnte sich nicht erinnern, wann der BVB gegen den Rivalen zuletzt so dominant war. „Das muss Jahrzehnte her sein“, sagte der Sportdirektor. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wunderte sich über die „gespenstische Stille“ in der Arena.

Fünfte Runde

Dienstag, 21. September:
Hannover Bremen 4:1
Hoffenheim Bayern München 1:2
Mainz Köln 2:0
Mittwoch, 22. September:
Dortmund Kaiserslautern 5:0
Hamburger SV Wolfsburg 1:3
Leverkusen Frankfurt 2:1
Freiburg Schalke 1:2
Nürnberg Stuttgart 2:1
Mönchengladbach St. Pauli 1:2

Tabelle

1. 1. FSV Mainz 05 4 4 0 0 10:4 12
2. 1899 Hoffenheim 4 3 1 0 9:3 10
3. Borussia Dortmund 4 3 0 1 8:4 9
4. SC Freiburg 4 3 0 1 6:5 9
5. Hamburger SV 4 2 2 0 7:4 8
6. 1. FC Kaiserslautern 4 2 1 1 8:5 7
7. Hannover 96 4 2 1 1 6:6 7
8. Bayer 04 Leverkusen 4 1 2 1 7:8 5
9. FC Bayern München 4 1 2 1 2:3 5
10. FC St. Pauli 4 1 1 2 4:4 4
11. Werder Bremen 4 1 1 2 5:8 4
12. 1. FC Köln 4 1 1 2 4:7 4
13. Borussia Mönchengladbach 4 1 1 2 7:15 4
14. VfB Stuttgart 4 1 0 3 9:7 3
15. Eintracht Frankfurt 4 1 0 3 6:6 3
16. 1. FC Nürnberg 4 0 3 1 3:4 3
17. VfL Wolfsburg 4 1 0 3 6:8 3
18. FC Schalke 04 4 0 0 4 3:9 0
Stand vom 18. September

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