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Erfolglose Sponsorensuche

Das Ende des deutschen Profiradrennstalls Milram ist besiegelt. Teamchef Gerry van Gerwen, der sich verzweifelt um neue Geldgeber bemüht hatte, zog in der Vorwoche seinen Antrag auf eine ProTour-Lizenz für die kommende Saison zurück. Der Niederländer kündigte an, für 2012 weiter nach einem Sponsor suchen zu wollen.

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Damit wird 2011 erstmals seit Anfang der 90er Jahre und dem Start des Teams Telekom keine Mannschaft aus Deutschland mehr in der Radsport-Elite vertreten sein.

Die Verträge der 60 Milram-Angestellten, darunter jene der zwei österreichischen Profis Thomas Rohregger und Peter Wrolich, laufen Ende Dezember aus und werden nicht verlängert. Das 2005 gegründete Team wird damit am 16. Oktober bei der Lombardei-Rundfahrt sein letztes Rennen bestreiten.

Hoffnung auf Comeback 2012

Überraschend kam das Milram-Aus nicht - schon seit Monaten standen die Zeichen ganz klar auf Abschied. Bis zuletzt hatte Van Gerwen um neue Geldgeber geworben - vergeblich. Nun hofft er auf ein Comeback nach einjähriger Pause: „Ich suche weiter einen Sponsor für 2012.“

Der Niederländer ist optimistisch, in den kommenden Monaten wieder die finanzielle Basis für einen Neuanfang legen zu können. „Die Deadline ist vor der Tour de France 2011“, betonte Van Gerwen, dann sei ein Team 2012 realistisch. Seinen Fuhrpark - Busse und Teamwagen - will er wahrscheinlich vorsorglich nur vermieten.

Dauerthema Doping beschädigt Image

Letztlich war es vor allem das Radsport-Dauerthema Doping, das den Sponsor Nordmilch, der schon vor langer Zeit sein Ausscheiden bekanntgab, abspringen ließ und damit das Milram-Ende einläutete. Im September war mit dem Dopinggeständnis des Belgiers Roy Sentjens ausgerechnet während der verzweifelten Sponsorensuche schließlich sogar ein Fall im Team bekanntgeworden.

Van Gerwen ist das schlechte Image der Sportart bewusst, für einen Neuanfang fordert er: „Wir müssen 100 Prozent auf Ethik setzen und alles im Anti-Doping-Kampf tun. Wir alle, das heißt UCI, Teams, Fahrer und Sponsoren, müssen an einem Strang ziehen.“

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