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Vorzugsschüler Arnautovic

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Jürgen Macho: Befriedigend
Zu Beginn der Partie wurde Macho einmal geprüft, wobei er bei einem Freistoß hellwach war. Danach hatte er in der ersten Hälfte einen ruhigen und wohl kühlen Abend, denn Arbeit hatte er nicht wirklich mehr. Nach der Pause war er in zwei Aktionen involviert. Unter dem Strich kein Stressabend für den Goalie.

Florian Klein: Befriedigend
Der Austrianer wirkte in so mancher Situation nicht unbedingt sattelfest. Klein spielte zwar solide, ließ aber nicht unbedingt erkennen, dass er eine längerfristige Lösung für die rechte Abwehrseite ist. Nach der Pause nutzte er immerhin den Platz auf seiner Seite und sorgte für schnelle Vorstöße.

Sebastian Prödl: Gut
Der Bremen-Legionär ebnete dem Team mit seinem dritten Tor im ÖFB-Dress den Weg zum Sieg. Danach hatte er einmal Glück, als ein Foul von ihm haarscharf an der Strafraumgrenze war. Dafür sah er Gelb und musste danach schaumgebremst zu Werke gehen. Wirklich anbrennen ließ er deswegen aber nichts, obwohl die Abwehr nach der Pause nicht sonderlich gefordert wurde.

Franz Schiemer: Gut
Zurück in der Innenverteidigung zeigte Schiemer eine gute und trockene Partie. Der Salzburger gewann viele Zweikämpfe und spielte auch präzise und nahezu fehlerlos aus der Abwehr heraus. Schiemer zeigte, dass er bei Personalnot definitiv auf dieser Position immer einsetzbar ist.

Christian Fuchs: Befriedigend
Vom in Mainz getankten Selbstvertrauen war bei Fuchs nicht viel zu sehen. Wieder einmal war der Ersatzkapitän im ÖFB-Dress eher durchschnittlich präsent. Fuchs schaltete sich nicht wie gewohnt in die Offensive ein und war auch defensiv nicht immer Herr der Lage. Seine weiten Pässe in die Spitze leiteten aber ganz gute Aktionen ein.

Paul Scharner: Genügend
Scharner wurde wie erwartet im defensiven Mittelfeld eingesetzt, legte diesen Part allerdings weit vor der Abwehr an. Der ruhende Pol im Spielaufbau war er aber nicht, dafür unterliefen ihm zu viele Fehler. Der England-Legionär war manchmal über längere Phasen auch gar nicht zu sehen. Da sollte mehr gehen.

Marko Arnautovic: Sehr gut
Der Bremer hatte einen nervösen Beginn. Mit Verlauf des Spiels gewann er aber an Selbstsicherheit und mutierte zum bestimmenden ÖFB-Spieler. Arnautovic zeigte seine technischen Qualitäten und mit überraschenden Pässen in die Tiefe ein tolles Auge für seine Mitspieler. Auch vor Zweikämpfen scheute er nicht zurück. Mit seinen ersten beiden Toren für das ÖFB-Team krönte er seine sehr starke Leistung.

Zlatko Junuzovic: Befriedigend
Der Austrianer sollte im offensiven Mittelfeld für Akzente sorgen, was ihm phasenweise gelang. Sein Spiel war aber auch gezeichnet von Leerläufen. Die Position der kreativen Schaltstelle konnte auch er nur bedingt erfüllen. Junuzovic versuchte zwar nach der Pause öfters den tödlichen Pass, der Versuch wurde von Aserbaidschan aber auch oft abgefangen. Das Bemühen war über 90 Minuten jedenfalls klar vorhanden.

Martin Harnik: Nicht Genügend
Harniks Auftritte im ÖFB-Dress unterliegen weiter starken Schwankungen. Der Stuttgarter begann die Partie über links, dort ging aber gar nichts, weshalb er nach einiger Zeit die Seite wechselte. Aber auch über rechts war herzlich wenig von ihm zu sehen. Seine Leistung war kein Vergleich zur Partie gegen Kasachstan, als er zu Beginn für Druck sorgte. Nach 55 Minuten wurde er zu Recht ausgetauscht.

Roland Linz: Nicht Genügend
Linz spielte wie gegen Kasachstan als hängende Spitze. Dass ihm dieser Part nicht unbedingt liegt, wurde aber neuerlich ersichtlich. Linz setzte sich kaum in Szene. Wenn er den Ball hatte, spielte er oft den Sicherheitspass zurück, statt sich nach vorne zu orientieren. Kaum vorstellbar, dass das seinem Aufgabenprofil entsprochen hat.

Stefan Maierhofer: Gut
Der Duisburg-Legionär arbeitete, lief viel und warf seine 2,02 Meter in die Waagschale. Bei einem Kopfball und einem Schuss fand er im Aserbaidschan-Goalie seinen Meister. Nach der Pause spielte er das Tor für Arnautovic im zweiten Versuch gut auf. Von ein paar technischen Mängeln und fehlender Schnelligkeit abgesehen ein gelungenes Spiel von Maierhofer.

Veli Kavlak: Befriedigend
Kavlak hatte gleich in den ersten Minuten mehr Ballkontakte als Harnik in seinem ganzen Spiel. Der Rapidler fühlte sich auf der Seite wesentlich wohler als gegen Kasachstan in der Zentrale. Bei seiner Vorarbeit per Lochpass zum dritten Tor zeigte er, welche Qualitäten er besitzt.

Erwin Hoffer: Befriedigend
Der Kaiserslautern-Legionär wurde beim Stand von 2:0 eingewechselt, was die Reunion mit Maierhofer zur Folge hatte. Hoffer konnte in Ansätzen für Gefahr sorgen, wirklich durchschlagskräftig wurde er aber nicht.

Julian Baumgartlinger: zu kurz eingesetzt

Christian Wagner, ORF.at

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