Zweites Remis wohl zu wenig
Österreichs Meister Red Bull Salzburg steht in der Europa League trotz eines torlosen Remis bei Juventus Turin vor dem Aus. Die Salzburger holten zwar am Donnerstag wie schon vor zwei Wochen einen Punkt gegen Italiens Rekordmeister, sie liegen nun aber vor den letzten beiden Spielen schon fünf Punkte hinter den beiden Spitzenteams der Gruppe A, Lech Posen und Manchester City, zurück.
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Die Polen feierten gegen die Engländer einen überraschenden 3:1-Heimsieg und übernahmen damit auch die Tabellenführung. Juve ist nach dem vierten Remis in Folge weiter nur enttäuschender Dritter. Im Stadio Olimpico bekamen die 12.000 Zuschauer eine mäßige Partie geboten, die mit einem leistungsgerechten Remis endete.
Wenige Höhepunkte
David Mendes und Ibrahim Sekagya waren rechtzeitig fit geworden, nur Dusan Svento musste wegen Adduktorenproblemen passen. Für ihn durfte sich Jakob Jantscher von Beginn auf der linken Mittelfeldseite beweisen. Obwohl beide Mannschaften einen Sieg dringend benötigten, bekamen die Fans in den ersten 45 Minuten eine äußerst schwache Partie geboten.

APA/EPA/ANSA/Tonino di Marco
Sowohl Juventus als auch Salzburg hatten außer Kampfgeist wenig zu bieten.
Die Salzburger setzten von Beginn an nur auf eine gesicherte Defensive, agierten allerdings sehr diszipliniert und waren aggressiv in den Zweikämpfen. Juventus hatte zwar etwas mehr vom Spiel und war eine Spur gefährlicher, konnte sich in einer chancenarmen ersten Hälfte aber ebenfalls nicht entscheidend in Szene setzen. So wurde es nur bei ruhenden Bällen oder Schüssen aus der zweiten Reihe gefährlich.
Salzburg-Goalie Gerhard Tremmel flog an einem Freistoß von Alessandro del Piero vorbei (11.) und konnte einen weiteren Versuch des Juve-Stars aus 30 Metern nur mit Mühe abwehren (17.). Zudem traf Del Piero den Ball nach einem Querpass von Milos Krasic im Strafraum nicht richtig und setzte ihn weit über das Tor (33.). Auf der anderen Seite blieb ein viel zu zentraler Schuss von Nikola Pokrivac, mit dem Marco Storari keine Mühe hatte, die einzige Ausbeute (22.).
Halbchancen auf beiden Seiten
Nach Seitenwechsel starteten die Turiner, bei denen der österreichische „Europacup-Goalie“ Alexander Manninger verletzungsbedingt fehlte, mit etwas mehr Dampf, am Spielgeschehen änderte sich aber wenig. Beide Teams fanden eigentlich nur Halbchancen vor, aufseiten der Salzburger fanden Kopfbälle von Franz Schiemer (49./daneben) und Roman Wallner (68./drüber) nicht den Weg ins Tor. Bei Juventus deutete Mohamed Sissoko mit einem Schuss nach einem schönen Konter, den Tremmel aber sicher parierte, seine Gefährlichkeit zumindest ansatzweise an (55.).
Ab der 63. Minute kam der Vorarlberger Marcel Büchel zu seinem Profidebüt im Dress der „Alten Dame“. Der von Siena ausgeliehene 19-Jährige durfte rund eine halbe Stunde sein Talent auf der linken Seite im Mittelfeld unter Beweis stellen und lieferte eine solide Vorstellung ab.
Die Salzburger trauten sich erst in der letzten Viertelstunde etwas mehr zu, ein Jantscher-Schuss ging am langen Eck vorbei (76.) und ein Kopfball des eingewechselten Thomas Augustinussen nach einer Jantscher-Flanke daneben (84.). Für einen Sieg war es am Ende aber zu wenig, immerhin holten die Salzburger aber als erste österreichische Mannschaft auswärts gegen Juventus einen Punkt.
Europa League, Gruppe A, vierter Spieltag
Donnerstag:
Juventus Turin - Salzburg 0:0
Stadio Olimpico, 12.000 Zuschauer, SR Stalhammar (SWE)
Juventus: Storari - Motta, Bonucci, Legrottaglie, Pepe (83./Giannetti) - Krasic (63./Büchel), Giandonato (51./Liviero), Sissoko, Marchisio - Amauri, Del Piero
Salzburg: Tremmel - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Hinteregger - Schiemer - Zarate, Mendes (80./Augustinussen), Pokrivac (65./Leitgeb), Jantscher - Wallner (74./Alan)
Gelbe Karten: Sissoko, Marchisio bzw. Pokrivac, Sekagya, Jantscher
Die Besten: Del Piero, Bonucci bzw. Jantscher
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