Keine herausragende Leistung
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Jürgen Macho: Befriedigend
Der Griechenland-Legionär hatte in seinen 45 Minuten hauptsächlich damit zu tun, sich warmzuhalten. Die Nummer eins war chronisch unterbeschäftigt, ließ bei zwei Flanken und einigen Rückpässen aber zumindest nichts anbrennen.
Christian Gratzei: Gut
Der Sturm-Keeper kam nach der Pause für den ausgekühlten Macho. Bei den Gegentoren war er machtlos, sonst hatte er zweimal Gelegenheit, sein Können zu zeigen. Bei gefährlichen Schüssen der Griechen verhinderte er im Finish mit starken Paraden eine höhere Niederlage.
Florian Klein: Nicht genügend
Der Austrianer hatte den Traumstart auf dem Fuß. Beim Elfmeter, für den er sich selbstbewusst die Kugel geschnappt hatte, versagten ihm aber die Nerven. Der äußerst schwache Schuss stellte für den griechischen Keeper Tzorvas kein Problem dar. Nachdem er dieses vorweihnachtliche Geschenk ausgelassen hatte, sprang Klein nach der Pause beim 0:1 auch noch am entscheidenden Kopfballduell mit dem Torschützen Samaras vorbei.
Sebastian Prödl: Befriedigend
Der Werder-Innenverteidiger machte einen relativ sicheren Eindruck, wurde von den Griechen lange Zeit aber nur wenig beschäftigt. Prödl zeigte in Kopfballduellen keine Schwächen, in der Offensive kam er bei Standardsituationen nicht an den Ball. Dass der Gegner mit zwei klaren Chancen zu zwei Toren kamen, war ihm nicht anzulasten.
Franz Schiemer: Befriedigend
Für den Salzburg-Profi gilt im Wesentlichen das Gleiche wie für Prödl. Schiemer ging es im Spielaufbau oft zu langsam, immer wieder animierte er seine Vorderleute zu aktiverem Handeln. Auch ihm unterliefen im Zentrum keine schwerwiegenden Fehler, alles in allem eine solide, aber auch unauffällige Vorstellung des zweifachen Torschützen beim 4:4 in Belgien.
Christian Fuchs: Befriedigend
Der Mainz-Legionär gab die Flanke zum vermeintlichen Führungstor von Maierhofer, ansonsten zeigte er links zunächst nicht den gewohnten Offensivdrang. Fuchs strahlte nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge nicht das für ihn typische Selbstvertrauen aus. Vor der Flanke zum Tor der Griechen verlor er den entscheidenden Zweikampf. Nach der Pause besann er sich seiner Qualitäten, machte mit einem herrlichen Weitschuss das 1:1 und entwickelte auch sonst mehr Zug in Richtung Tor. Mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich konnte er nur bedingt gutmachen, dass er auch beim zweiten Gegentor zu weit vom Gegenspieler entfernt war.
Veli Kavlak: Genügend
Der Rapid-Mittelfeldmann agierte auf der rechten Seite eine Stunde lang unter der Wahrnehmungsgrenze. Das nicht gerade schnelle Spiel lief völlig an ihm vorbei, einzig nennenswerte Aktion war die Flanke auf Maierhofer vor dem Elferfoul in der vierten Minute.
Yasin Pehlivan: Genügend
Der kampfstarke Rapidler verzeichnete im defensiven Mittelfeld wie gewohnt einige Ballgewinne, agierte dann aber teilweise zu hektisch und fehlerhaft. Zahlreiche Fehlpässe überschatteten Pehlivans Laufarbeit und Einsatzwillen, 20 Minuten vor Schluss nahm ihn Constantini vom Platz.
David Alaba: Befriedigend
Der Bayern-Youngster erfüllte den Part hinter dem umtriebigen Zlatko Junuzovic ganz gut. Er versuchte immer wieder, sich in die Offensive einzuschalten, was ihm aber nur selten gelang. In der zweiten Hälfte fiel er etwas ab, bot sich zwar oft an, wurde aber nur noch selten ins Spiel nach vorne eingebunden. In manchen Phasen wirkte Alaba noch wie ein Fremdkörper im ÖFB-Mittelfeld.
Zlatko Junuzovic: Gut
Nach einer bemühten, aber wenig effektiven ersten Hälfte vergab der Austrianer unmittelbar nach dem Gegentor die Riesenchance zum Ausgleich. Alleine vor dem Tor der Griechen rollte Junuzovic den Ball mit links am Tor vorbei, zumindest war er unmittelbar hinter den Spitzen aber immer anspielbereit und oft am Ball. Neben Arnautovic kurbelte er die Offensive der Österreicher am meisten an, leitete einige gefährliche Aktionen ein.
Marko Arnautovic: Gut
Das „Enfant terrible“ von Werder Bremen zeigte schon bei der Rasenbegehung ein Tänzchen zu den Klängen aus seinem iPod. Auch während der ersten Hälfte präsentierte er sich auf der linken Seite wie immer spielfreudig und am Ball schlafwandlerisch sicher. Bei einem gefährlichen Weitschuss fehlte nicht viel, wenn es für die Griechen gefährlich wurde, hatte Arnautovic fast immer seine Füße im Spiel. Auch in der zweiten Hälfte blieb er - trotz einiger künstlerischer Pausen - der ÖFB-Aktivposten.
Stefan Maierhofer: Gut
Der „Lange“ erhielt von Dietmar Constantini in der Startformation den Vorzug gegenüber Marc Janko. In den ersten vier Minuten holte der Duisburg-Stürmer einen Freistoß an der Strafraumgrenze und den Elfmeter heraus. Ein blitzsauberes Kopfballtor wurde ihm zu Unrecht wegen angeblichen Fouls aberkannt, ein Weitschuss strich nur knapp am langen Eck vorbei. Nach der Pause strahlte Maierhofer weniger Gefahr aus, Einsatz und Laufarbeit stimmten aber bis zu seiner Auswechslung in der 70. Minute hundertprozentig.
Marc Janko: Befriedigend
Der Twente-Torjäger bekam in den letzten 30 Minuten nur wenige brauchbare Bälle. Bei einer Flanke von Junuzovic ließ er seine Gefährlichkeit im Strafraum aufblitzen, für einen nachhaltigen Eindruck sorgte er aber nicht.
Paul Scharner: Befriedigend
Der England-Legionär spielte nur 20 Minuten, tauchte aber zumindest einmal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf.
Roland Linz: Befriedigend
Der Austria-Goalgetter leistete die Vorarbeit zu einer guten Chance von Arnautovic, sonst blieb er in seinen 20 Minuten Einsatzzeit eher unauffällig.
Jakob Jantscher:
zu kurz eingesetzt
Harald Hofstetter, ORF.at
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