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Meister holt weiter auf

Meister Red Bull Salzburg hat seine Aufholjagd in der tipp3-Bundesliga Mittwochabend mit dem zweiten Zu-null-Sieg in Folge fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens feierte daheim gegen Puntigamer Sturm Graz einen 2:0-Erfolg, überholte Wacker Innsbruck und verbesserte sich damit auf den vierten Platz (26 Punkte).

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Die Steirer (29) verpassten den Sprung an die Tabellenspitze und sind im nach dem Nachtragsspiel der fünften Runde endgültig bereinigten Klassement nach 16 Spielen mit zwei Zählern Rückstand erster Verfolger von Josko Ried.

Matchwinner für die Hausherren war Roman Wallner, der ÖFB-Teamstürmer traf nach einem Konter (13.) und machte in der Schlussphase mit seinem zweiten Treffer (84.) den Sack zu. Für den 28-jährigen Angreifer waren es die Saisontore sechs und sieben. Die Salzburger setzten damit ihre makellose Serie im direkten Duell fort, gewannen auch das elfte Heimspiel gegen die Grazer seit Beginn des „Bullen-Zeitalters“ im Jahr 2005, und das noch dazu jeweils mit mindestens zwei erzielten Treffern.

Jubel bei Red Bull Salzburg

GEPA/Hans Simonlehner

Freude beim Meister nach der frühen 1:0-Führung.

Rekordminuskulisse in der Ära von Red Bull

Die 5.700 Zuschauer sorgten allerdings für eine Rekordminuskulisse in der Red-Bull-Ära. Die bisher schlechteste Meisterschaftsmarke hatten die Salzburger erst am Samstag im Heimspiel gegen den SV Mattersburg (6.600) aufgestellt.

Nach der schwachen Vorstellung gegen die Mattersburger boten die Salzburger im Duell der besten Defensive (Salzburg) mit der besten Offensive (Sturm) in der ersten halben Stunde eine starke Leistung. Es war mehr Laufbereitschaft vorhanden, mehr Bewegung im Spiel und das Spiel über die Seiten funktionierte vor allem auch mit dem nach seiner Verletzung zurückgekehrten Dusan Svento wieder besser.

Der tschechische Mittelfeldspieler war auch am Führungstreffer aus einem Konter beteiligt. Zarate flankte auf den völlig alleine gelassenen Svento und dessen Querpass verwertete Wallner in der Manier eines absoluten Toptorjägers mit dem Außenrist zum 1:0 (13.). Die „Bullen“ setzten nach und hatten Pech, dass ein Cziommer-Schuss nach Wallner-Vorarbeit von der Stange zurück ins Feld sprang (24.). Zudem ging ein Wallner-Abschluss knapp übers Tor (31.).

Manuel Weber (Sturm Graz) und Roman Wallner (Red Bull Salzburg)

GEPA/Sebastian Krauss

Doppel-Torschütze Wallner war einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz.

Salzburg lässt nach, Graz kommt etwas auf

Danach ließ die Stevens-Truppe aber bis zur Pause deutlich nach, und so kamen die Grazer etwas auf. Richtig gefährlich wurden die im Vergleich zu den letzten Auftritten zu fehleranfällig und etwas ängstlich agierenden Steirer aber nicht, bei der besten Chance traf Hölzl den Ball aus aussichtsreicher Position an der Strafraumgrenze nicht richtig (32.).

In die zweite Hälfte starteten die Gastgeber fulminant, ein Schuss von Cziommer nach 28 Sekunden ging nur um Haaresbreite an der Stange vorbei, Sturm-Torhüter Gratzei wäre chancenlos gewesen. Damit hatte die Stevens-Elf aber ihr Pulver vorerst verschossen. Auf der anderen Seite wurden die Gäste mit Fortdauer des Spiels immer besser und drängten auf den Ausgleich. Ein Kopfball des eingewechselten Haas ging genau auf Salzburg-Goalie Tremmel (70.) und Szabics brachte einen Volleyschuss nicht aufs Tor (72.).

Wallner sorgt für die Entscheidung

Sechs Minuten vor dem Ende war die Partie dann aufgrund eines Traumtores aber endgültig entschieden. Nach einem Ausschuss von Tremmel und einer direkten Weiterleitung von Zarate mit der Ferse traf Wallner Volley zum 2:0 (84.).

Für die Grazer hatte es auch bereits nach dem Abschlusstraining am Dienstag schlechte Nachrichten gegeben. Haris Bukva, der zuletzt schon verletzungsbedingt gefehlt hatte, zog sich ohne Fremdeinwirkung eine Kapselbandverletzung im rechten Sprunggelenk zu und wird mindestens zehn Tage pausieren müssen.

Tipp3-Bundesliga, Nachtragsspiel fünfte Runde

Mittwoch:

Salzburg - Sturm Graz 2:0 (1:0)

Wals-Siezenheim, 5.700 Zuschauer, SR Einwaller

Torfolge:
1:0 Wallner (13.)
2:0 Wallner (84.)

Salzburg: Tremmel - Schiemer, Sekagya, Afolabi, Hinteregger - Mendes - Zarate, Leitgeb, Cziommer (76./Pokrivac), Svento (81./Ngwat-Mahop) - Wallner (86./Alan)

Sturm: Gratzei - Standfest, Schildenfeld, T. Burgstaller, Perthel - Hölzl, Mevoungou, Weber (81./Salmutter), Kainz (67./Haas) - Kienast (77./Muratovic), Szabics

Gelbe Karten: Sekagya bzw. Kainz, Haas, T. Burgstaller

Die Besten: Cziommer, Svento, Wallner bzw. Hölzl, Szabics

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