Russland und Katar
Steckbriefe der Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022, die am Donnerstag in Zürich vom Weltverband (FIFA) an Russland bzw. Katar vergeben worden sind.
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Russland
- Größe: 17.075.400 km2
- Einwohner: 143,1 Millionen
- Verband: Rossijski Futbolny Sojus (RFS), gegründet 1912/1992
- Websites: RFS, Russische WM-Bewerbung
- FIFA-Beitritt: 1912
- WM-Teilnahmen: 9 (UdSSR: 7, Russland: 2)

GEPA/EQ Images
Das Luschniki-Stadion in Moskau soll 2018 90.000 Fans Platz bieten.
Größte Erfolge (jeweils UdSSR):
Europameister 1960
EM-Zweiter 1964, 1972 und 1988
Olympiasieger 1956 und 1988
Aktuelle FIFA-Weltrangliste: 13.
Stadien: 16 Stadien (13 Spielorte) mit einem Budget von 3,8 Milliarden US-Dollar (2,9 Mrd. Euro); 13 sind Neubau, drei Renovierungen; In der engeren Wahl, u. a. Luschniki in Moskau (Kapazität 80.000, soll auf 90.000 ausgebaut werden) für Eröffnungsspiel und Finale, Kirow-Stadion in St. Petersburg (in Bau für 62.000); weitere Spielorte: Kaliningrad, Kasan, Krasnodar, Nischni Nowgorod, Rostow, Samara, Saransk, Sotschi, Wolgograd, Jaroslawl, Jekaterinburg; 3,1 Millionen Tickets
Vorteile: Größtes Land der Welt, aber noch nie WM-Gastgeber; WM soll Modernisierungsschub für Stadien bringen; Erfahrung durch Olympia 2014 in Sotschi; erwartete Öffnung des Landes
Nachteile: große Distanzen zwischen den Spielorten; Flughafensituation und internationale Transporte werden als „Hochrisiko“ eingestuft
Katar
- Größe: 11.437 km2
- Einwohner: 1,3 Millionen
- Verband: Qatar Football Association (QFA), gegründet 1960
- Websites: QFA, Katars WM-Bewerbung
- FIFA-Beitritt: 1972
- WM-Teilnahmen: 0

AP/Osama Faisal
In Katar werden komplett neue Stadien, wie das Al-Khor, errichtet.
Größte Erfolge:
Sieger Golf-Cup 1992 und 2004
Zweiter U20-WM 1981
Aktuelle FIFA-Weltrangliste: 113.
Stadien: Zwölf Stadien (sieben Spielorte) mit einem Budget von 3,0 Milliarden Dollar (2,3 Mrd. Euro); neun sind Neubau, drei Renovierungen; Spielorte: Doha, Al-Rayyan, Al-Daayen, Umm Slal, Al-Khor, Al-Wakrah, Al-Shamal; 2,9 Millionen Tickets
Vorteile: Alle Schlüsselorte der WM maximal 60 Kilometer voneinander entfernt; alle Stadien sind maximal eine Zugstunde voneinander getrennt; die WM hat noch nie im Mittleren Osten stattgefunden; Geld spielt in Katar keine Rolle; gute TV-Zeiten für die wichtigsten Märkte Europa, Südamerika und Asien
Nachteile: Im Sommer kämpft man in Katar mit teilweise mehr als 50 Grad Celsius - trotz solarbetriebener Klimaanlagen in den Stadien und Trainingsgeländen bedeutet das ein Gesundheitsrisiko; Experten bezweifeln, dass das kleine Land für den Ansturm von rund 400.000 Fans gerüstet ist
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