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„Absage geht vollkommen in Ordnung“

Starker und böiger Wind hat die Skirennfahrer am Freitag im amerikanischen Beaver Creek gestoppt. Die zweite Herren-Abfahrt des WM-Winters wurde abgesagt. Zuvor war der Beginn des Wettbewerbs im alpinen Ski-Weltcup mehrfach verschoben und die Strecke verkürzt worden.

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Wann und wo das Rennen nachgeholt werden soll, war zunächst unklar. Am Samstag ist in Beaver Creek ein Super-G (19.00 Uhr, live in ORF1) geplant, einen Tag später soll ein Riesenslalom stattfinden. „Die Absage geht vollkommen in Ordnung. Es war sehr viel Wind. Unten bei den Sprüngen wäre es einfach zu gefährlich gewesen“, sagte Österreichs Herren-Cheftrainer Mathias Berthold. „Die Absage ist natürlich sehr bedauerlich, weil uns die Abfahrt wirklich liegt und unsere Jungs in den Trainings Superleistungen gebracht haben“, trauerte der Coach dem Rennen nach.

Schild "Race Canceled"

APA/EPA/Ralph Lauer

Die zweite Abfahrt fiel dem Wind zum Opfer.

Für Berthold ist es im fünften Saisonrennen die bereits zweite Absage als ÖSV-Herrenchef, nachdem schon Ende Oktober der Sölden-Riesentorlauf mit Österreichern in aussichtsreicher Positionen abgebrochen worden war. „Vielleicht sollte ich wieder zu den Damen zurück“, sagte Berthold augenzwinkernd mit Blick auf den Riesch-Erfolg in Kanada. „Wenn wir aber weiterhin die Rennen dazwischen gewinnen, passt es eh wieder“, scherzte der Vorarlberger.

Hujara bedauert Absage

Auch FIS-Renndirektor Günter Hujara bedauerte die Absage. „Es war absolut unmöglich. Die Windböen hätten einen Rennablauf nicht zugelassen, an den Sprüngen wäre es gefährlich geworden“, sagte der Deutsche im Ziel. Das Beaver-Programm - wie früher schon einmal geschehen - auf Montag auszudehnen, ist laut Hujara wegen der Transportproblematik (Rückkehr nach Europa) sowie der fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten der Organisatoren nicht möglich.

Probleme mit Ersatztermin

Wo die abgesagte Beaver-Abfahrt nachgetragen werden kann, war vorerst völlig offen. Offenbar sieht die FIS sowohl in Gröden als auch zum Jahreswechsel in Bormio und erst recht dann im Jänner in Wengen und Kitzbühel ein Problem mit einer zusätzlichen Abfahrt.

Womöglich kann die Abfahrt dann erst kurz vor Saisonschluss im März in Kvitfjell gefahren werden. „Aber auch dort müsste ich einen zusätzlichen Trainingstag einfügen. Genau das ist ja hier in Beaver so stark kritisiert worden“, sagte Hujara.

Man werde alle Möglichkeiten prüfen, versicherte der deutsche FIS-Funktionär. „Aber es wird alles sehr eng. Wir haben im gesamten Programm kaum Luft und wir wollen unsere Läufer nicht überbeanspruchen“, erklärte er. „Wir haben haben einen anstrengenden Jänner vor uns. Es sieht im Moment eher schwierig aus.“

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