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„Das ist ein Wahnsinn“

Was die Doppelolympiasieger Andreas und Wolfgang Linger sowie Peter Penz und Georg Fischler am Samstag beim Weltcup der Kunstbahnrodler in Park City geschafft haben, sieht man auch nicht alle Tage. Die beiden ÖRV-Duos holten im US-Bundesstaat Utah einen Ex-aequo-Doppelsieg vor den Deutschen Tobias Wendl und Tobias Arlt.

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Für die Linger-Brüder war es nach dem Auftakterfolg im Heimweltcup in Igls der bereits zweite Saisonsieg im vierten Rennen. Eine Premiere gab es hingegen für Penz/Fischler: Für die Junioren-Weltmeister von 2004 war es nach zweiten Rängen in Calgary 2009 und Altenberg 2010 der erste Erfolg im Weltcup.

Penz/Fischler gewannen den ersten Lauf in 43,656 Sekunden, Linger/Linger belegten zur Halbzeit in 43,710 Platz zwei. In der Entscheidung drehten die Doppel-Olympiasieger mit Laufbestzeit in 43,621 den Spieß um, Penz/Fischler erzielten in 43,675 die dritte Zeit. In der Gesamtabrechnung kamen beide ÖRV-Duos auf 1:27,331 Minuten. Für einen Sport, bei dem es auf Tausendstelsekunden genau zugeht, ein außergewöhnliches Ergebnis.

Peter Penz und Georg Fischler jubeln

AP/Steve C. Wilson

Penz/Fischler feierten ihren ersten Weltcup-Sieg ausgelassen.

„Ein schönes Weihnachtsgeschenk“

„Das ist ein Wahnsinn“, freute sich Penz über den ersten Sieg im Weltcup. „Mir fehlen noch die Worte. Mit den Lingers zusammen ganz oben zu stehen ist natürlich noch besser und lässt sich in Worten gar nicht beschreiben. Wir waren schon ein paar Mal recht nahe dran, dass es jetzt geklappt hat ist natürlich ein schönes Weihnachtsgeschenk.“

Auch Andreas Linger zeigte sich „sehr froh über diesen Sieg nach den zwei verpatzten Rennen in Winterberg und Calgary (20. und fünfter Platz, Anm.). Jetzt können wir in Ruhe nach Hause fahren und uns auf Königssee vorbereiten.“ Für Penz/Fischer freue er sich sogar „fast noch mehr“ als für sich und seinen Bruder Wolfgang. „Natürlich haben wir das gestern nach dem Training ausgemacht und so geplant“, war der Olympiasieger von 2006 und 2010 zu Scherzen aufgelegt.

„Befreiungsschlag zum richtigen Zeitpunkt“

Für ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl war es „die richtige Antwort auf das, was in den letzten 14 Tagen war, und vor allem was gestern hier passiert ist. Ich kann mich nicht erinnern, ob schon mal zwei Doppel aus dem gleichen Land so einen Sieg eingefahren haben. Ich bin sehr stolz auf alle im Team. Das war für uns wie ein Befreiungsschlag zum richtigen Zeitpunkt.“

Rodel-Weltcup in Park City

Doppelsitzer:
1. Andreas Linger / Wolfgang Linger AUT 1:27,331
. Peter Penz / Georg Fischler AUT + 0,000
3. Tobias Wendl / Tobias Arlt GER 0,143
4. Christian Oberstolz / Patrick Gruber ITA 0,167
5. Matthew Mortensen / Preston Griffall USA 0,248
6. Christian Niccum/Jayson Terdiman USA 0,276

Weltcup Doppelsitzer

Endstand nach neun Bewerben:
1. Andreas Linger / Wolfgang Linger AUT 730
2. Tobias Wendl / Tobias Arlt GER 720
3. Toni Eggert / Sascha Benecken GER 630
4. Peter Penz / Georg Fischler AUT 509
5. Christian Oberstolz / Patrick Gruber ITA 497
6. Wladislaw Juschakow / Wladimir Machnutin RUS 386

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