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Wechselspiele in England

Der teuerste Transfer innerhalb der Premier League ist fix: Weltmeister Fernando Torres wechselt für knapp 59 Millionen Euro vom FC Liverpool zum Ligarivalen Chelsea. Kurz vor Transferschluss einigten sich die beiden englischen Clubs am späten Montagabend über einen Wechsel des spanischen Angreifers, der bei Chelsea einen Vertrag bis Juni 2016 unterzeichnete.

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„Ich weiß, es gibt hier viele großartige Spieler, und ich werde hart für einen Platz in der Mannschaft arbeiten“, sagte Torres. „Es ist mein Traum, die Champions League zu gewinnen, und ich bin sicher, dass ich das mit Chelsea kann“, betonte der Spanier, der bereits am Sonntag mit seinem neuen Club auf Liverpool trifft. Die Ablösesumme wurde offiziell nicht genannt. Britische Medien berichteten übereinstimmend, dass Chelsea etwa 50 Millionen Pfund für den 26-Jährigen hinblätterte.

Zudem holte der Club des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch den brasilianischen Verteidiger David Luiz von Benfica Lissabon für knapp 30 Millionen Euro, wie Medien berichteten. Insgesamt gaben die 20 Vereine der Premier League im Jänner-Kaufrausch mehr als 250 Millionen Euro für neue Spieler aus - mehr als fünfmal so viel als die Clubs der deutschen Bundesliga und knapp zehnmal so viel als die Vereine aus Spaniens Primera Division.

Bewegung bei den Clubs

Wenige Stunden vor dem spektakulären Torres-Wechsel hatte Liverpool für rund 40 Millionen Euro den englischen Stürmer Andy Carroll von Newcastle United verpflichtet. Zudem holten sich die „Reds“ den uruguayischen Nationalspieler Luis Suarez von Ajax Amsterdam für etwa 31 Millionen Millionen Euro. Carroll traf in der laufenden Meisterschaft elfmal für Newcastle United und gab im November 2010 auch sein Debüt im englischen Nationalteam.

Newcastle reagierte aber auch auf den Abgang und verpflichtete den 24-jährigen irischen Teamspieler Stephen Ireland von Aston Villa. Der Verein aus Birmingham wiederum holte den 23-jährigen US-Teamspieler Michael Bradley vorerst leihweise vom deutschen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

Transfers bis zur letzten Minute

Auch andere Premier-League-Clubs waren als Last-Minute-Käufer unterwegs: Blackpool sicherte sich die Dienste des 32-jährigen Stürmers James Beattie von den Glasgow Rangers sowie des 28-jährigen Iren Andy Reid vom Ligakonkurrenten Sunderland. Die Blackburn Rovers verstärkten sich mit dem 22-jährigen argentinischen Mittelfeldspieler Mauro Formica (Newell’s Old Boys) und dem 19-jährigen spanischen Stürmer Ruben Rochina (FC Barcelona).

Birmingham City nahm den nigerianischen Stürmer Obafemi Martins leihweise vom russischen Topclub Rubin Kasan unter Vertrag. Der Ligacup-Finalist hat nach der Saison die Möglichkeit, den 26-Jährigen fix zu verpflichten. Die Bolton Wanderers wiederum sicherten sich die Dienste des 21-jährigen Chelsea-Stürmers Daniel Sturridge.

Der Torres-Deal ist einer der teuersten Transfers der Fußballgeschichte. Noch immer hält der frühere Weltfußballer Cristiano Ronaldo (Portugal) den Rekord, der 2009 für rund 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid gewechselt war. Innerhalb der Premier League galt bisher der Transfer des Argentiniers Carlos Tevez für etwa 47 Millionen Pfund (55 Millionen Euro) von Manchester United zum Stadtrivalen Manchester City als kostenintensivster Deal.

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