Notoperation in Italien
Formel-1-Pilot Robert Kubica ist am Sonntag bei einer Rallye in Italien schwer verunglückt. Wie sein Formel-1-Rennstall Lotus Renault bestätigte, wurde der 26-Jährige mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Bei einer Operation sollten vor allem die inneren Blutungen des Polen gestoppt werden.
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Laut Angaben der Rallye-Veranstalter war Kubica mit seinem Skoda Fabia 2000 in der Gemeinde San Lorenzo auf nassem Asphalt ins Schleudern geraten und gegen eine Leitplanke gekracht. Diese bohrte sich in das Auto. Der Wagen schleuderte anschließend weiter und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mauer einer Kirche. Während sein Beifahrer Jacub Gerber unverletzt aus dem Auto gestiegen sei, erlitt Kubica mehrere Knochenbrüche und auch innere Verletzungen.

AP/Silvio Fasano
Kubica wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Wegen der Handverletzung wurde ein Spezialist hinzugezogen. Dass eine Amputation der Hand drohe, wollte der Sprecher der Klinik zunächst nicht bestätigen. „Eine Amputation ist eine Entscheidung, die nicht so schnell getroffen wird“, lautete seine Antwort. „Er hat sehr schwere Verletzungen an der linken Hand und am linken Bein, über deren genaue Art wir noch nichts wissen“, sagte Kubicas Berater Stephane Samson.
Gaststart bei Ronde di Andora
Kubica verunglückte auf dem Weg zum Gaststart bei der Rallye Ronde di Andora. Rettungskräfte hätten den Piloten aus dem Auto schneiden und ihn mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Santa Corona nach Pietra Ligure transportieren müssen. Kubica hatte von seinem Arbeitgeber erstmals die Erlaubnis zu einem Rallye-Start in einem Auto eines anderen Herstellers bekommen.
Kubica hatte in der Vergangenheit immer wieder an Rallyes teilgenommen. In der vergangenen Woche war er in Valencia am dritten Tag der Testfahrten für die kommende Formel-1-Saison Bestzeit gefahren. Er und Lotus Renault gelten als Geheimtipp für die am 13. März in Bahrain beginnende Weltmeisterschaft.
In der Formel 1 hatte der Pole 2007 einen der spektakulärsten Crashs überlebt. Beim Grand Prix von Kanada in Montreal war er im BMW-Sauber abgeflogen. Sein Auto wurde komplett zerstört, er blieb fast ohne Blessuren. Ein Jahr später holte er an gleicher Stätte seinen ersten und bisher einzigen Grand-Prix-Sieg.
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