Konzentration auf Abfahrt
Die 41. Ski-WM hat am Dienstag aus österreichischer Sicht mit einem Auftakt nach Maß begonnen. Elisabeth Görgl fuhr beim Super-G der Damen in Garmisch zum Sieg. Das Nachsehen hatten alle Topfavoritinnen, Titelverteidigerin Lindsey Vonn landete sogar nur auf Rang sieben. Die 26-jährige US-Amerikanerin fühlt offensichtlich noch die Nachwirkungen ihres Trainingssturzes in Hinterreit vor einer Woche.
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Vonn hatte nach ihrer am vergangenen Mittwoch erlittenen Gehirnerschütterung lange überlegt, ob sie an den Start gehen soll. „Es war vielleicht die falsche Entscheidung. Das war heute nicht ich. Ich hatte keine Chance, mein Bestes zu geben. Mein Kopf war leer. Aber ich gratuliere der Lizz, sie hat das wirklich super gemacht“, sagte Vonn bitter enttäuscht.

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Lindsey Vonn nach dem Super-G: „Mein Kopf war leer.“
„Muss mit den Ärzten reden“
„Ein siebenter Platz ist schon gut, aber ich will natürlich meinen Titel erfolgreich verteidigen. Das wollte ich schaffen, aber leider geht das im Moment nicht“, so Vonn, die über ihr weiteres WM-Programm rätselt. Hauptziel sei es nun, bis zur Abfahrt am Sonntag (11.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) fit zu werden.
Die Gesamtweltcup-Zweite überlegt nun, deshalb auf das erste Abfahrtstraining am Donnerstag zu verzichten, auch die Superkombi am Freitag (10.00 Uhr und 14.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) wackelt.
„Ich muss jetzt überlegen, was ich die nächsten Tage mache. Mit dem Kopf war ich nicht bei der Sache. Ich will meine Titel verteidigen, aber derzeit geht das offenbar nicht. Ich muss fit für die Abfahrt sein, vielleicht lasse ich die Superkombi aus. Im Slalom tu ich mir sehr schwer, deswegen fahre ich vielleicht nur die Abfahrt. Ich muss mit den Ärzten und Physiotherapeuten reden, denn das war nicht ich heute auf der Piste.“
Sturz zur falschen Zeit
Die eisige Kandahar hatte Vonn bereits vor dem Super-G Sorgen gemacht. „Zu gefährlich für die Frauen, zu eisig, zu unsicher. Ich bin schockiert, es ist unglaublich“, reagierte die US-Amerikanerin entsetzt nach der Besichtigung am Montag.
Ungehalten reagierte sie dann auch in der Pressekonferenz des US-Skiteams, als ein Journalist fragte, ob ein Zusammenhang bestehe zwischen ihren Verletzungen und folgenden Großereignissen. Vor Olympia hatte ihr eine Schuhrandprellung zu schaffen gemacht. „Lächerlich“, fasste das Vonn als Unterstellung auf: „Ich versuche, Rennen zu gewinnen und muss hart trainieren, und manchmal stürzt man da. Wenn keine WM wäre, wäre ich auch verletzt. Es kann zu jeder Zeit passieren.“
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