Viel Kampfgeist, aber kein Glück
Auch der dritte Trainer in der laufenden Saison hat die Talfahrt von Bundesliga-Schlusslicht LASK vorerst nicht bremsen können. Nur einen Tag nach seiner Bestellung zum Nachfolger von Georg Zellhofer musste Walter Schachner am Mittwoch eine bittere 2:3-Niederlage gegen Wr. Neustadt erleben, mit der sich die Linzer einen Neunpunkterückstand auf Abstiegskonkurrent Mattersburg einhandelten.
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Dabei hatten sich die Oberösterreicher bei der emotionalen Berg- und Talfahrt wesentlich ambitionierter als zuletzt präsentiert. 0:2 nach 33 Minuten - der LASK sah bereits wie der sichere Verlierer aus -, und Schachners Prognose („Wir gewinnen 2:0“) hatte sich in Luft aufgelöst. Doch eine moralisch intakte Mannschaft kämpfte sich zurück, auch weil Kapitän Rene Aufhauser bald der Anschlusstreffer und nach dem Seitenwechsel aus einem Foulelfmeter sogar der Ausgleich gelang. „Die Mannschaft hat alles gegeben, was Leidenschaft und Moral angeht. Ich kann ihr keinen Vorwurf machen“, sagte Schachner.
„Es waren drei Geschenke“
Der LASK war den Gästen spielerisch zumindest ebenbürtig, phasenweise sogar überlegen. Das half aber alles nichts, Mirnel Sadovic erzielte in der 81. Minute den dritten Treffer der Gäste. Auch dabei sprach die Linzer Abwehr wie bei den ersten beiden Gegentreffern eine freundliche Einladung aus. „Es waren drei Geschenke heute, das muss man analysieren“, erklärte Schachner. „Da kommt mein System noch nicht zum Tragen.“
30 Stunden zuvor hatte er sich noch mit einem Sechspunkterückstand auf Mattersburg konfrontiert gesehen, die Aussichten im Kampf um den Klassenerhalt scheinen dem Steirer düster zu sein: „Das ist so, als würden Sie Van Gaal fragen, ob die Bayern (16 Punkte Rückstand, Anm.) noch Meister werden.“ Schachner betonte dennoch das Positive: „Das teilweise aggressive Pressing hat ganz gut funktioniert.“ Auch Aufhauser suchte nach Lichtblicken. „Die Leistung hat gepasst. Wir müssen den Schwung mitnehmen, um das Wunder, das es braucht, zu schaffen. Wir müssen das aus unseren Köpfen rausbekommen. Am besten keine Zeitung lesen.“
Auch die Erkenntnis von Wr.-Neustadt-Coach Peter Schöttel dürfte die Linzer nur wenig trösten. „Wir haben mit Ach und Krach gewonnen“, sagte der Wiener, „vielleicht war es ein glücklicher Sieg“.
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