„Ein ganz wichtiger Sieg“
Das Rennen um den Titel in der tipp3-Bundesliga bleibt weiter spannend. Die Unentschieden zwischen Austria Wien und Sturm Graz bzw. Ried und Wacker Innsbruck spielten Meister Red Bull Salzburg am Mittwoch in die Hände.
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Der 1:0-Erfolg in Kapfenberg fiel zwar denkbar glücklich aus, verkürzte den Abstand der „Bullen“ zur Spitze aber auf vier Punkte. „Das war ein ganz wichtiger Sieg“, sagte dann auch Trainer Huub Stevens.
Elfer als „Fehlentscheidung“
Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch, der schon während der Partie auf die Tribüne musste, stieß sich - nicht nur - am ebenso entscheidenden wie umstrittenen Elfmeter, den Roman Wallner trocken verwertete. „Eine klare Fehlentscheidung“, sagte der Steirer, der bei seiner Elf das Unvermögen im Abschluss bekrittelte. „Wir haben in der zweiten Hälfte viele Chancen kreiert, aber leider nicht das Tor getroffen. Aber wenn man mit einem 16-jährigen und einem 20-jährigen Stürmer (Sohn Michael und Deni Alar, Anm.) spielt, muss man Geduld haben.“
„Nicht gut gespielt, aber gut gekämpft“
Stevens war die Erleichterung anzumerken. „Wir haben nicht das gespielt, was wir uns normalerweise vorstellen“, befand der Niederländer, der dafür auch die Platzverhältnisse verantwortlich machte. „Der Mannschaft muss ich ein Kompliment aussprechen, sie hat sich bei diesen schwierigen Verhältnissen gut geschlagen.“
Goldtorschütze Wallner gab zu: „Wir hatten sehr viel Glück, weil Kapfenberg den Ball nicht ins Tor gebracht hat.“ Somit blieb Goalie Eddie Gustafsson („Wir haben nicht gut gespielt, aber gut gekämpft“) bei seinem ersten Pflichtspiel seit 18. April 2010 ohne Gegentor. Das war seinem Team im Frühjahr in den drei Spielen zuvor nicht gelungen.
Ried vermeidet Fehlstart
Josko Ried rettete dank Oliver Glasners Tor in der 92. Minute zum 2:2 gegen Wacker Innsbruck zwar einen Punkt, hatte zu Hause aber mit einem Sieg spekuliert, der wieder die Tabellenführung bedeutet hätte. Immerhin wendete der Routinier aber die totale Pleite bzw. die dritte Niederlage im vierten Frühjahrsspiel ab. „Das wäre dann ein klassischer Fehlstart gewesen“, weiß nicht nur Glasner.
Trainer Paul Gludovatz, der auch mit den Platzverhältnissen haderte, war dennoch zufrieden: „Wir konnten heute unser Ziel erreichen, auch wenn es in der Optik nicht so ausgesehen hat, als wären wir ein Spitzenteam.“ Goalie Thomas Gebauer, der erstmals nach einer sechsmonatigen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses wieder im Ligaeinsatz war, bescherte den Gästen einen Elfmeter. „Das Tor war eine unglückliche Situation, das hat nichts mit dem Comeback zu tun“, betonte der Deutsche.
Wacker-Coach Walter Kogler trauerte den zwei Punkten nach: „Schade, wir hätten den Sieg in der Hand gehabt, haben ihn aber wieder hergeschenkt. Wir waren im Finish einfach zu wenig aktiv. Hätten mehr nach vorne spielen müssen.“ Der Trost für die Tiroler: Vor dem Schlagerspiel am Samstag gegen Leader Austria ist man in drei Frühjahrsspielen (bei einer Absage) noch ungeschlagen.
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