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Ausfall der Saison droht

Die Verhandlungen um einen neuen Arbeitstarifvertrag in der amerikanischen National Football League (NFL) zwischen den 32 Teambesitzern und der Spielergewerkschaft (NFLPA) sind vorerst gescheitert. Auch am letzten Tag der Gespräche konnten sich beide Seiten am Freitag (Ortszeit) in Washington nicht auf einen neuen Kontrakt einigen.

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„Die Parteien haben in den Hauptverhandlungspunkten ihre stark unterschiedlichen Positionen beibehalten. Deshalb ergibt es derzeit keinen Sinn, den Schlichtungsversuch fortzusetzen“, betonte der staatliche Vermittler George Cohen. In seinem Beisein hatten die Liga und die NFLPA insgesamt 16 Tage verhandelt. Laut US-Medien sind die Spieler nun seit Mitternacht von den Teambesitzern ausgesperrt.

Superstars klagen Liga

Zuletzt hatte es in der NFL 1987 einen Lockout gegeben. Damals hatten die Spieler 24 Tage gestreikt, wodurch der dritte Spieltag komplett ausfiel und an den drei folgenden Spieltagen Ersatzleute zum Einsatz kamen. Insgesamt zehn Profis, darunter die Quarterback-Stars Tom Brady, Peyton Manning und Drew Brees, kündigten bereits an, die Liga aufgrund der Aussperrung zu klagen.

Hauptstreitpunkt ist die Aufteilung der Gesamteinnahmen von rund neun Milliarden Dollar. Bisher gehen eine Milliarde Dollar direkt an die Teambesitzer. Von den restlichen acht Milliarden Dollar sind den rund 1.700 Profis 4,8 Milliarden Dollar zugesichert. Die Eigentümer halten das für zu viel und argumentieren mit ihren Investitionen in neue Arenen sowie der Wirtschaftskrise. Sollten sich beide Seiten nicht einigen, droht die im September beginnende Saison auszufallen.

Erst einmal fiel in der amerikanischen Sportgeschichte eine ganze Saison einer Profiliga einem Arbeitskampf zum Opfer. In der National Hockey League musste die Spielzeit 2004/2005 komplett gestrichen werden, nachdem sich Teambesitzer und Spielergewerkschaft nicht auf ein neues Gehaltsschema einigen konnten.

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