Viermal an Salzburg gescheitert
Nicht nur das Kärntner Derby zwischen KAC und VSV, auch das zweite Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga bringt viel Brisanz mit sich. Meister Red Bull Salzburg empfängt am Dienstag die Vienna Capitals und will zum sechsten Mal in Folge ins Finale der EBEL einziehen. Für die Wiener geht es neben dem ersten Endspiel seit 2005 auch um das Bezwingen ihres „Angstgegners“.
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Denn die Capitals sind von 2006 bis 2009 viermal in Folge im Halbfinale an Salzburg gescheitert. Die Serien waren auch immer eine klare Sache für die Salzburger. Nur zwei Spiele konnten die Capitals bisher im Play-off gegen die „Roten Bullen“ gewinnen - eines davon nur am grünen Tisch, nachdem die Salzburger im Semifinale 2006 den Norweger Patrick Thoresen zwar einsetzten, obwohl dieser nicht spielberechtigt war.
Capitals „sind hungrig“
Die Wiener brennen auf Revanche. „Der Unterschied könnte sein, dass wir sehr hungrig auf das Finale sind. Wir wollen es unbedingt schaffen“, sagte Caps-Kapitän Benoit Gratton. Trainer Kevin Gaudet sieht aber einmal mehr die Salzburger in der Favoritenrolle. „Salzburg ist Favorit. Sie haben viele erfahrene Spieler, die schon oft bewiesen haben, dass sie in der entscheidenden Phase der Meisterschaft topfit sind“, so Gaudet. „Aber wir fürchten uns nicht, wir sind bestens vorbereitet. Entscheidend wird sein, wer weniger Fehler macht und disziplinierter spielt“, sagte Gaudet.
Salzburg-Stürmer Marco Pewal erwartet trotz der guten Erinnerungen an die Play-off-Duelle harte Arbeit. „Es waren fast immer enge Spiele. Das Glück war aber auf unserer Seite. Beide Halbfinal-Serien sind sehr ausgeglichen und können über sechs, sieben Spiele gehen“, prognostizierte Pewal, der in der laufenden Saison schon vier Tore gegen die Wiener erzielt hat.
Strafe für Salzburg-Trainer
Sein Headcoach Pierre Page versucht den Salzburgern höchste Konzentration einzubläuen: „Die Halbfinal-Serie ist wie eine eigene Saison, alles fängt bei null an. Die Wiener werden sehr hungrig sein.“ Der Kanadier musste jedoch schon vor dem ersten Semifinale gegen die Capitals eine persönliche Niederlage einstecken. Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga verhängte am Montag über Salzburg wegen ligaschädigenden Verhaltens durch Page eine unbedingte Geldstrafe von 5.000 Euro.
Der Trainer hatte in einem Interview in der Servus-TV-Sendung „Sport und Talk im Hangar 7“ Olimpija Ljubljana vorgeworfen, zum Viertelfinal-Spiel am 6. März in Slowenien vorsätzlich keine Sicherheitskräfte in die Halle gelassen zu haben. Außerdem unterstellte Page dem Verband und der Liga, die Vorfälle rund um das Match nicht ernst genommen zu haben. Die Salzburger waren zu dieser Partie zwar angereist, dann aber nicht angetreten. Deshalb hatte es für den Meister bereits in der Vorwoche eine Strafverifizierung und eine Geldbuße von 10.000 Euro gesetzt.
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