FIFA-Wahl: Beckenbauer gibt Bin Hammam gute Chancen
FIFA-Präsident Joseph Blatter muss sich nach Ansicht von Franz Beckenbauer auf einen intensiven Machtkampf um den Chefsessel des Fußball-Weltverbands einstellen. Die Kandidatur des Herausforderers Mohamed bin Hammam bezeichnete der „Kaiser“ als „legitim und ernst zu nehmen“. „Blatter hat sicher die meiste Erfahrung bei der FIFA, ist am längsten dabei und hat als Präsident einen guten Job gemacht. Aber er muss aufpassen“, sagte Beckenbauer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
„Kaiser“ warnt vor Spaltung
Bin Hammam tritt am 1. Juni gegen Blatter um das höchste Fußball-Funktionärsamt an. Beckenbauer, der bei dem Kongress in Zürich auf eigenen Wunsch aus dem Exekutivkomitee ausscheidet, warnte vor einer „Spaltung innerhalb der FIFA“. 2002, als Blatter letztmals einen Gegenkandidaten hatte, habe „eine fürchterliche Stimmung des Misstrauens“ geherrscht.
Beckenbauer sprach sich auch für mehr weibliche Mitglieder in den höchsten Gremien aus. „Auf jeden Fall brauchen wir mehr Frauen in der Verantwortung. Die FIFA-Exekutive ist ein reiner Männerclub, dem weibliche Kompetenz und Intelligenz sehr gut täte“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München.