Themenüberblick

Ein schauerlicher Notenschnitt

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Jürgen Macho: Genügend
Viel hatte der Griechenland-Legionär im gesamten Spiel eigentlich nicht zu tun, beim ersten Gegentreffer sah er aber gar nicht gut aus. Den hohen Ball in den Strafraum muss er haben oder zumindest entsprechend wegfausten. Beim zweiten Treffer war er aus kurzer Distanz machtlos.

Ekrem Dag: Nicht genügend
Die Position des rechten Verteidigers ist und bleibt eine Baustelle. Dag begann bei seinem Comeback recht couragiert und riskierte auch offensiv ein wenig. Fehlpässe und das Gefühl, dass ein Stellungsfehler passieren kann, waren aber ein ständiger Begleiter. Prompt passierte auch der Schnitzer. Beim zweiten Gegentor deckte er gemeinsam mit Dragovic einen Mann, anstatt sich um Witsel zu kümmern.

Aleksandar Dragovic: Befriedigend
Der für Prödl ins Team gerückte Basel-Legionär hatte in der Innenverteidigung keinen Dauerstress. Was zu tun war, erledigte er solide und unaufgeregt.

Emanuel Pogatetz: Befriedigend
Für Pogatetz gilt das Gleiche wie für Dragovic. Die Belgier mussten nach der frühen Führung nicht mehr viel tun, daher geriet auch der Hannover-Legionär nicht wirklich unter Druck und spielte seinen Part schnörkellos.

Christian Fuchs: Genügend
Der Mainzer brachte sich links in der Viererkette ab und an gut in Szene. Fuchs ließ sich aber von der Verunsicherung der gesamten Mannschaft anstecken. Vor der Flanke, die zum zweiten Gegentreffer führte, ließ er sich ordentlich einpacken. Offensiv war Fuchs in der zweiten Hälfte bemüht, nur war es da schon viel zu spät.

David Alaba: Nicht genügend
Das Spiel gegen Belgien sollte Alaba ganz schnell abhaken. Das Talent kam nie richtig ins Spiel, zeigte einige Unsicherheiten und hatte eine extrem hohe Fehlpassquote - auch wenn er nicht in Bedrängnis war. Dass er es besser kann, ist aber ohne Zweifel anzunehmen.

Julian Baumgartlinger: Befriedigend
Der kampfstarke Austrianer war einer der auffälligsten ÖFB-Spieler. Baumgartlinger hatte viele Ballkontakte, wirkte über weite Strecken ballsicher und war bemüht, einen konstruktiven Spielaufbau zu betreiben. Mit seinem Schuss in der 37. Minute war er auch für eine der wenigen Chancen verantwortlich. Nach der Pause hing aber auch er etwas mehr in der Luft.

Martin Harnik: Nicht genügend
Der Stuttgarter war bemüht, sich über seine Schnelligkeit ins Spiel zu bringen. Nach wenigen Minuten gelang ihm das auch genau einmal, danach zeigte er überhaupt keine Wirkung. Harnik verzettelte sich mit seinen Dribblings und machte technisch auch nicht unbedingt den sichersten Eindruck.

Zlatko Junuzovic: Nicht genügend
Österreichs Fußballer des Jahres begann forsch und attackierte die Belgier sehr früh. Ganz zu Beginn konnte er damit Teilerfolge erzielen. Seine Attacke führte immerhin zur Vorlage für die Janko-Chance. Im Verlauf des Spiels fiel er aber zusehends ab und konnte keinerlei Akzente mehr setzen. Das spielerische Element in der Zentrale war daher nicht vorhanden.

Marko Arnautovic: Nicht genügend
Nach ganz schwachem Beginn konnte sich Arnautovic einen Hauch steigern. Von einer Vorstellung wie in Brüssel war aber auch er meilenweit entfernt. Der Bremer ließ sich auch oft provozieren und war über jeden Körperkontakt beleidigt. Dass damit die Konzentration auf das Wesentliche - nämlich das Spiel - verloren geht, ist klar.

Marc Janko: Nicht genügend
Seine Riesenchance in der elften Minute muss Janko machen. Ein schneller Ausgleich hätte dem Team wieder Selbstvertrauen gegeben, aber der Kapitän war viel zu unentschlossen vor dem Tor. Danach war Janko offensiv kaum noch wahrnehmbar. Wenige Minuten nach der Pause musste er begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert vom Platz.

Stefan Maierhofer: Befriedigend
Gleich nach seiner Einwechslung hatte man das Gefühl, dass ein kleiner Ruck durch die Mannschaft geht. Für ein paar Minuten ging ein wenig Gefahr vom ÖFB-Team aus. Maierhofer selbst blieb aber auch wirkungslos.

Yasin Pehlivan: Befriedigend
Der Rapidler zeigte eine passable Vorstellung und wurde auch mit einem guten Schuss bei Belgiens Goalie vorstellig. Dass von ihm aber eine Wende ausgehen würde, konnte man beim besten Willen nicht erwarten.

Ümit Korkmaz: zu kurz eingesetzt

Christian Wagner, ORF.at

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