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„Das war kein Play-off-Eishockey“
„Wir waren viel zu lasch und hinten viel zu schlecht. Das war kein Play-off-Eishockey“, ärgerte sich der Salzburger Verteidiger Matthias Trattnig. „Nach der spannenden Halbfinal-Serie gegen Wien haben wir vergeblich unsere Emotionen gesucht“, sagte Trattnig, der sich aber sicher ist, dass der Meister neuerlich Salzburg heißen wird: „Wir haben die stärkere Mannschaft.“
Sein Trainer Pierre Page tobt vor allem aufgrund der Regelauslegung in der EBEL. „Es gibt keine Kontrolle, keine Regeln. Schläger gegen den Kopf, Crosscheck - es geht zu wie vor 30 Jahren in der East Coast Hockey League“, sagte Page, dessen Schützlinge sich gemäß seiner Einschätzung dadurch frustrieren ließen.

GEPA/Wolfgang Jannach
Auch neben dem Eis ging es am Donnerstag heiß her.
Center Thomas Koch und Tormann Reinhard Divis sahen den Grund für die Niederlage im schwachen Unterzahlspiel - dem KAC gelangen drei Powerplay-Treffer. „In Unterzahl waren wir katastrophal“, sprach Divis Klartext. Für Spiel zwei gibt es laut Page nur ein Motto: „Wir müssen zu Hause zurückschlagen.“
„Es steht 1:0 für uns, mehr nicht“
Auch der KAC sieht Verbesserungsbedarf. „Wenn wir in Salzburg bestehen wollen, müssen wir anders auftreten. Das Ergebnis hat gepasst, das Spiel aber gar nicht. Wir haben defensiv zu viele Fehler gemacht“, stellte Angreifer Christoph Brandner klar. Auch Trainer Manny Viveiros war nur mit der Leistung im Schlussdrittel zufrieden. „In Salzburg müssen wir mehr Druck ausüben. Es steht 1:0 für uns, mehr nicht“, so Viveiros.
Erste Bank Eishockey Liga, Finale
Spiel eins, Donnerstag:
KAC - Salzburg 6:5
(2:2 2:1 2:2)
Klagenfurt, Stadthalle, 5.000 Zuschauer, SR Schimm/Veit
KAC - Salzburg 6:5
Tore: Brandner (11./PP), Scofield (19./PP, 33.), Craig (25., 56.), Pirmann (49.) bzw. Latusa (4./PP, 60.), Aubin (11.), Lynch (28./PP), Bois (56.)
Strafminuten: 10 bzw. 8
Stand in der „Best of seven“-Serie: 1:0
Spiel zwei am Sonntag (18.00 Uhr) in Salzburg