Sensationserfolg in Kapfenberg
Austria Lustenau ist am Dienstag sensationell ins Finale des ÖFB-Samsung-Cups eingezogen. Die Vorarlberger, die im Viertelfinale über die Wiener Austria die Oberhand behalten hatten, setzten sich in der Vorschlussrunde auch auswärts beim Bundesligisten SV Kapfenberg mit 2:1 (2:1) durch.
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Die Lustenauer, die als erster Vorarlberger Verein im Endspiel stehen, gingen durch Tore von Roth (15.) und Boller (35.) mit 2:0 in Führung, den Hausherren gelang durch Schönberger (38.) nur noch der Anschlusstreffer. Damit steht so wie zuletzt 2009 (Admira) ein Erstligist im Endspiel. Im Finale am 29. Mai im Ernst-Happel-Stadion wartet Ried (2:1 gegen Rapid).
In einer Partie zweier erstmals im Halbfinale stehender Teams avancierte Sascha Boller für die Vorarlberger zum Matchwinner. Der 27-jährige Deutsche bereitete das 1:0 (15.) von Felix Roth vor und sorgte vor der Pause mit dem zwischenzeitlichen 2:0 (35.) auch für die Vorentscheidung zugunsten des Tabellendritten der Ersten Liga.

GEPA/David Rodriguez Anchuelo
Boller steuerte seinen Teil zum Erfolg bei.
Gastgeber enttäuschten
Vor nur 1.500 Zuschauern im Franz-Fekete-Stadion enttäuschten die Gastgeber auf allen Linien. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen, im Gegenteil wirkten die Steirer in der Defensive deutlich fehleranfälliger und ließen vorne die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen, wie bei einem Kopfball von Alar aus guter Distanz, der deutlich das Tor verfehlte (13.).
Die Lustenauer agierten dagegen deutlich kompakter, wirkten viel frischer und ideenreicher. Herausragend war Mittelfeldspieler Boller, der allerdings zweimal auch von der Schwäche der KSV-Abwehr profitierte. Der Deutsche wurde nicht richtig attackiert, konnte seelenruhig zur Mitte geben, und sein Landsmann Roth hatte keine Mühe, aus kürzester Distanz zu vollenden (15.). Der 23-Jährige ist nach seinem bereits vierten Treffer damit auch noch ein Anwärter auf die Torjägerkrone in der laufenden Cupsaison.
Boller spielt auf
In der 31. Minute prüfte Boller KSV-Goalie Wolf mit einem wuchtigen Weitschuss aus 25 Metern. Vier Minuten später war der Mittelfeldspieler dann erfolgreich. Nach einem kapitalen Schönberger-Fehlpass setzte Boller in der eigenen Hälfte zu einem Solo an, wurde von der KSV-Hintermannschaft nur begleitet, und schloss dieses mit einem allerdings von Gollner leicht abgefälschten Schuss ins lange Eck mustergültig ab (35.). Schönberger machte seinen Fehler allerdings schnell wieder gut. Sein Drehschuss wurde unhaltbar für Lustenau-Goalie Kofler zum 1:2 (38.) abgefälscht.
Gregoritsch reagierte zur Pause, brachte mit Tieber für Stadler einen frischen Spieler in die Partie. Die Vorstellung der Steirer blieb aber weiter enttäuschend, sie konnten sich kaum entscheidend in Szene setzen, was sich auch nach der Einwechslung von Hüttenbrenner sowie Michael Gregoritsch nicht änderte. Einzige Ausnahme war ein Alar-Freistoß, den Kofler aus dem Kreuzeck holte (78.). Die Vorarlberger waren gar dem 3:1 näher, ein Außenristschuss von Boller ging aber knapp am langen Eck vorbei (60.), und der Deutsche agierte zehn Minuten später zu uneigennützig (70.).
ÖFB-Samsung-Cup, Halbfinale
Dienstag:
Kapfenberg - Austria Lustenau 1:2 (1:2)
Franz-Fekete-Stadion, 1.500 Zuschauer, SR Grobelnik
Torfolge:
0:1 Roth (15.)
0:2 Boller (35.)
1:2 Schönberger (38.)
Kapfenberg: R. Wolf - Sharifi, Schönberger, Mavric, Gollner (61./Hüttenbrenner) - Stadler (46./Tieber), Erkinger, Fukal, Felfernig (74./M. Gregoritsch) - Elsneg - Alar
Austria Lustenau: Kofler - Zech, Stückler, Kampel, Soares - Dürr, Leitgeb - Micic, Roth, Boller (89./Honeck) - Karatay (73./Rotter)
Gelbe Karten: Gollner, Elsneg, Schönberger bzw. Stückler, Dürr, Boller
Die Besten: Elsneg bzw. Boller, Dürr, Roth
Zweites Halbfinale am Mittwoch (18.15 Uhr, live ORF eins) zwischen SV Ried und SK Rapid Wien
Finale am 29. Mai im Ernst-Happel-Stadion in Wien
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