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Vorsprung und leichtestes Restprogramm

Sturm Graz (57), Red Bull Salzburg (56) und die Wiener Austria (55) sind vor den letzten drei Runden der tipp3-Bundesliga nur durch zwei Punkte getrennt. Sturm befindet sich nach dem 1:1 im Schlager am Mittwochabend gegen die Austria weiter in der Poleposition, zudem haben die Steirer von der Papierform her das leichteste Restprogramm.

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„Alle drei Teams an der Spitze haben noch realistische Chancen. Ich glaube, dass wir neun Punkte brauchen werden“, so Sturm-Trainer Franco Foda vor den letzten Hürden LASK (auswärts), Wiener Neustadt (auswärts) und Wacker Innsbruck (daheim). Für die drei Sturm-Gegner geht es nur noch um die Punkteprämien. Der LASK ist seit Mittwoch endgültig fix abgestiegen, Wr. Neustadt und Innsbruck spielen um die unbedeutenden Plätze sechs und sieben.

Sturm-Trainer Franco Foda

GEPA/Hans Oberlaender

Für Foda hat Austria noch größere Titelchancen als für Daxbacher.

Foda bleibt skeptisch

Foda warnt aber angesichts des eigenartigen Saisonverlaufs: „Man hat gesehen, dass jeder jeden schlagen kann. Ich bin weiterhin überzeugt, dass die Entscheidung erst in der letzten Runde fallen wird. Aber wir sind nach wie vor Erster, die Situation hat sich für uns sicher nicht verschlechtert.“

Zudem spricht auch die Statistik für Sturm. Seit Einführung der Dreipunkteregel (1995/96) ist immer jenes Team Meister geworden, das drei Runden vor Schluss die Tabelle angeführt hat. Sturm-Tormann Christian Gratzei geht davon aus, dass die Mannschaft die Nerven bewahren wird. „Wir haben keinen Druck, das ist nach wie vor so. Wenn wir neun Punkte machen, dann ist es gelaufen.“

Diskussionsreiches Spitzenspiel

Das Spitzenspiel in der ausverkauften UPC Arena hatte es in sich. Trotz der brisanten Ausgangslage boten beide Teams ein eher offensiv ausgerichtetes Match. Zahlreiche umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichterteams rund um Thomas Gangl sorgten für zusätzliche Emotionen.

Nach der Sturm-Führung durch Roman Kienast (37.) traf die in Graz seit 19. August 2006 ungeschlagene Austria durch Roland Linz (41.) aus abseitsverdächtiger Position. „Das muss der Schiedsrichter sehen“, ärgerte sich Foda.

Die Gelb-Roten Karten für Dominic Pürcher (69.) und Nacer Barazite (86.) sowie eine kuriose Gelbe für Zlatko Junuzovic (Verwechslung mit Marin Leovac) sorgten ebenfalls für Diskussionsstoff. „Diese Gelbe Karte ist der nächste Akt in der Reihe von Fehlentscheidungen gegen die Austria“, sagte Austria-Manager Markus Kraetschmer.

Für die Austria wird es schwierig

Austria-Trainer Karl Daxbacher („Wir wären der verdiente Sieger gewesen“) stempelte Sturm zum Favoriten. „Sturm hat es als einziges Team selbst in der Hand, sie sind ganz klar in der besten Position. Mit drei Siegen sind sie Meister. Wir werden versuchen, alle Spiele zu gewinnen. Das wird angesichts des Restprogramms sehr schwierig“, sagte Daxbacher, der mit seinen Spielern noch gegen Innsbruck (daheim), Rapid (auswärts) und Salzburg (daheim) anzutreten hat.

Linz traut sich keine Prognosen abzugeben. „Diese Meisterschaft ist so offen wie noch nie. Wir haben eine schwere Auslosung, aber für solche Aufgaben spielt man Fußball. Ich hoffe, Sturm fällt noch um, auch wenn sie gemeinsam mit uns den schönsten und attraktivsten Fußball der Liga spielen“, sagte der Torjäger, der in seinem 173. Ligamatch zum 70. Mal traf.

Als Sieger der laufenden englischen Wochen dürfen sich auch die Salzburger fühlen. Der Titelverteidiger hat sich mit drei Siegen in Folge wieder herangepirscht, es folgen noch Duelle mit Mattersburg (auswärts), Ried (daheim) und Austria (auswärts).

Tipp3-Bundesliga, 33. Runde

Mittwoch:

Sturm Graz - Austria 1:1 (1:1)

UPC Arena, 15.323 Zuschauer, SR Gangl

Torfolge:
1:0 Kienast (37.)
1:1 Linz (41.)

Sturm: Gratzei - Standfest, Schildenfeld, Feldhofer (46./Burgstaller), Pürcher - Kainz (86./Ehrenreich), Kienzl, Weber, Salmutter (71./Klem) - Kienast, Szabics

Austria: Safar - Klein, Margreitter, Ortlechner, Leovac (76./Suttner) - Hlinka (83./Jun), Baumgartlinger - Junuzovic, Barazite, Liendl - Linz

Gelb-Rote Karten: Pürcher (69.) bzw. Barazite (86.)

Gelbe Karten: Standfest, Schildenfeld bzw. Junuzovic, Baumgartlinger, Barazite

Beste Spieler: Kainz, Szabics bzw. Barazite, Hlinka

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