Gute Leistung trotz Niederlage
Nach den enttäuschenden Auftritten mit der 0:2-Heimniederlage gegen Belgien und dem 0:2 in der Türkei bot das österreichische Fußball-Nationalteam diesmal gegen den Weltranglistenvierten Deutschland eine starke Vorstellung. Zu einem Punktgewinn reichte es dennoch wieder nicht.
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Christian Gratzei: Gut
Der Meistertorhüter von Sturm Graz war beim 0:1 ebenso überrascht wie Torschütze Mario Gomez, dass der Ball den Weg ins Tor fand. Machte sonst einen sicheren Eindruck und verlieh so auch der ÖFB-Defensive Rückhalt. Zum „Sehr gut“ fehlte nur eine Glanzparade. Auch beim 1:2 machtlos.
Florian Klein: Befriedigend
Unsicherheiten zu Beginn, dann fand der Austrianer seine Rolle im Spiel und konnte phasenweise mit elanvollen Vorstößen über die rechte Seite gefallen.
Emanuel Pogatetz: Befriedigend
„Mad Dog“ begann das Spiel mit einem schweren Schnitzer, als ihm ein Gomez-Stanglpass durch die Beine ging und es schon früh nach einem Tor für die DFB-Elf roch. Legte aber, so wie die gesamte Mannschaft, nach wenigen Minuten seine Vorsicht ab. Spielte dann seine große Routine aus.
Paul Scharner: Gut
Diesmal gemeinsam mit Pogatetz in der Innenverteidigung und „prallte“ dabei öfter mit Gomez zusammen. Hatte den kräftigen Bayern-Torjäger aber fast immer unter Kontrolle - bis auf das 1:0. Sehr solide Leistung des West-Bromwich-Legionärs.
Christian Fuchs: Gut
Der linke Außenverteidiger von Mainz 05 bot die bereits gewohnte Vorstellung im Team. Dynamische Vorstöße gepaart mit Unsicherheiten in der Abwehr. Machte beim 0:1 keine gute Figur.
Julian Baumgartlinger: Gut
Der Austrianer agierte wie üblich sehr agil. Mit seiner körperbetonten Spielweise verschuf er sich beim Gegner Respekt. Dass er mehr als nur ein Abräumer ist, bewies Baumgartlinger mit seinem tollen Wechselpass auf Alaba, der den Ausgleich einleitete.
Stefan Kulovits: Befriedigend
So kennt man den 28-Jährigen auch von Rapid. Verkörperte perfekt den „Unauffälligen“ im Team. Kaum Fehler, eine Glanztat, als er in der 52. Minuten im Rutschen nur die Außenstange traf. Gegen Deutschland aber auch schon was.
Ekrem Dag: Genügend
Verbiss sich zunächst in seine Gegner, hatte meist mit dem quirligen Toni Kroos zu tun. Keine leichte Aufgabe an diesem Abend für den Besiktas-Legionär. Gegen Ende der ersten Hälfte fand er auch in der Offensive seinen Rhythmus und gefiel als „Einfädler“. „Verschwand“ in der zweiten Hälfte aber zusehends von der Bildfläche. Machte schließlich für Zlatko Junuzovic Platz.
Zlatko Junuzovic: Befriedigend
Überraschend, dass Österreichs Fußballer des Jahres nicht in der Startelf stand. Deutete sein Potenzial bei seinem 30-Minuten-Einsatz aber nur kurz an.
David Alaba: Sehr gut
Der noch 18-jährige Hoffenheim-Youngster fand Mitte der ersten Hälfte voll ins Spiel. Er war motiviert und sorgte in seinem neunten Länderspiel über Links für ordentlich Schwung, hatte dort aber auch immer relativ viel Platz. Zwang mit seinem scharfen Stanglpass den schwächsten Deutschen Friedrich förmlich zum 1:1.
Martin Harnik: Sehr gut
Dem Stuttgart-Legionär war anzumerken, dass er sich in dieser Partie von seiner besten Seite zeigen wollte. Bei dem Laufpensum, das er von Beginn an abspulte, musste man Angst haben, dass er nach 45 Minuten mit der Trage vom Feld befördert werden müsste. War links wie rechts zu finden, hatte Zug auf das Tor und bei einem Kopfball in der vierten Minute Pech. Musste gegen Ende der ersten Halbzeit seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Aber allein für seine Vorstellung bis zu seiner Auswechslung in der 81. Minute eine verdiente Bestnote.
Erwin Hoffer: Befriedigend
„Jimmy“ aus Kaiserslautern hatte in der 40. Minute das 1:0 auf dem Fuß, als er Arne Friedrich im Strafraum austanzte, den Ball aber am langen Eck vorbeischoss. Lauerte immer gefährlich in der Etappe, um vielleicht bei einem Steilpass seinen Turbo zünden zu können. Konnte sich aber nie wirklich entscheidend durchsetzen.
Daniel Royer: zu kurz eingesetzt
Der 21-jährige Rieder kam zu seinem Teamdebüt. Ersetzte Harnik, war aber für eine Benotung zu kurz auf dem Feld. Zeigte sich bei seinem Kurzauftritt aber relativ unerschrocken. War jedoch beim 1:2 im Duell mit Gomez nur Statist.
Marc Janko: zu kurz eingesetzt
Kam in der 88. Minute für Hoffer.
Martin Wagner, ORF.at
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