Themenüberblick

Buntes Zeugnis zum Semesterschluss

Österreichs Fußballnationalteam hat am Dienstag in der UPC-Arena von Graz seine Niederlagenserie von fünf Spielen beendet. Vor 8.500 Zuschauern schossen Teamneuling Christopher Dibon (75.) und Martin Harnik (81., 94./Elfer) das ÖFB-Team nach einem 0:1-Rückstand noch zum 3:1-Erfolg. Österreich war die spielbestimmende Mannschaft, hatte jedoch vor dem gegnerischen Tor Schwächen.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Christian Gratzei: Sehr gut
In seinem „Wohnzimmer“ zeichnete sich der Sturm-Torhüter in der 22. Minute aus, als er einen Schuss von Edgars Gauracs noch ins Torout ablenkte. War auch in der 29. Minute bei einer Rudnevs-Chance zur Stelle. Wurde beim 0:1 von seiner Verteidigung im Stich gelassen. In dieser Verfassung gibt es über die Nummer eins im ÖFB-Team keine Diskussion.

Florian Klein: Befriedigend
Spielte auf der rechten Seite ein bemühtes achtes Länderspiel seiner Karriere, konnte zwei, drei gute Flanken in den Strafraum setzen. Vergaß beim 1:0 für die Balten jedoch vollkommen auf seinen Gegenspieler.

Christopher Dibon: Gut
Der 20-jährige Teamdebütant vom Erste-Liga-Meister Admira bot eine tadellose Leistung und krönte sie mit dem Kopfballtor zum 1:1. Zeigte keinerlei Nervosität, agierte sicher und schnörkellos. Beim 0:1 so wie Ortlechner und Klein zu spät dran. Bot sich als Alternative in der Innenverteidigung an.

Manuel Ortlechner: Befriedigend
Bei dem Austria-Verteidiger wechseln sich souveräne Momente mit kleinen Aussetzern immer wieder ab. Einmal staubtrockener Abwehrrecke, dann wieder ein Ausrutscher wie beim 0:1 durch Pavels Mihadjuks. Dafür Assist zum 2:1 durch Harnik (81.). Bleibt unter dem Strich eine Drei.

Christian Fuchs: Sehr gut
Der Neo-Schalker wächst in seiner Rolle als Kapitän und Fixpunkt im Team immer mehr. Diesmal sehr ballsicher und mit viel Elan nach vorne. Die „Königsblauen“ aus Gelsenkirchen dürfen sich freuen.

Zlatko Junuzovic: Gut
Der Austria-Regisseur war im Gegensatz zum Deutschland-Match gegen die Letten von Beginn an dabei und legte seine Spielmacherrolle aktiv an. Gefiel sowohl als Vorbereiter wie auch als „Strafraumkobra“. Ging in der Nachspielzeit für Debütant Manuel Weber vom Feld.

Julian Baumgartlinger: Befriedigend
Legte die Partie etwas ruhiger an. Machte keine Fehler, war aber nicht so spielfreudig wie gegen Deutschland. Auch kein Wunder, denn Baumgartlinger hat lediglich acht Tage Urlaub. Dann muss er wieder bei der Austria einrücken. Machte nach einer guten Stunde Daniel Royer Platz.

Stefan Kulovits: Sehr gut
Der Rapidler hatte offensichtlich Selbstvertrauen aus der guten Deutschland-Partie gewonnen und bot eine sehr engagierte Leistung. War immer anspielbar, im richtigen Maß aggressiv, bewegte sich gut, öffnete Räume. Hatte in der 33. Minute einen Schnitzer und auch oft viel Platz. War aber alles in allem eine sehr positive Erscheinung.

David Alaba: Wunderbar
War wieder in Hochform. Der ÖFB-Youngster sorgte zu Beginn über links für enormen Schwung, zeigte später dann seine Dynamik und Spielfreude auch auf der rechten Seite. Ein Alaba in dieser Verfassung lässt Rufe nach der umstrittenen Nummer elf nicht mehr aufkommen. Bleibt dem ÖFB-Team hoffentlich noch viele Jahre erhalten.

Martin Harnik: Sehr gut
Konnte sein Glanzspiel gegen Deutschland nicht zur Gänze wiederholen. Was man aber auch nicht erwarten durfte. Spielte gut seine Schnelligkeit aus, bewies aber vor dem Tor auch, warum er bisher nur bei drei Treffern im ÖFB-Team hielt. Es könnten mehr sein, wie er dann beim 2:1 und beim Klasse-Elfer zum 3:1 zeigte. Schoss sich in den letzten Minuten selbst noch zum „Einser“.

Roman Kienast: Nicht genügend
An dem Sturmtank lief die Partie vorbei. Kam gar nicht dazu, seine Gefährlichkeit im Strafraum auszuspielen. Blieb immer schon vorher hängen. So kein Ersatz für Marc Janko oder Stefan Maierhofer. Statt seiner kam Erwin Hoffer (63.).

Erwin Hoffer: Gut
Der Kaiserslautern-Legionär ist mit seiner Schnelligkeit und Wendigkeit immer ein Problem für die gegnerische Abwehr. War auf dem Weg zum 3:1 in der Nachspielzeit nur durch ein Foul zu stoppen.

Daniel Royer: Befriedigend
Der Rieder war in seinem zweiten Länderspiel kein Fremdkörper, wirkte aber noch ein wenig vom internationalen Tempo überfordert. Hatte das 2:1 auf dem Fuß.

Manuel Weber: Zu kurz eingesetzt
Der 25-jährige Sturm-Mittelfeldspieler kam in seinem Heimstadion zu seiner Teampremiere.

Christopher Drazan: Zu kurz eingesetzt

Thomas Schrammel: Zu kurz eingesetzt

Martin Wagner, ORF.at aus Graz

Links: