Wichtige Punkte für Fünfjahresranking
Am Montag fällt in Nyon der Startschuss zur neuen Europacup-Saison, wenn ab 12.00 bzw. 13.00 Uhr die ersten zwei Runden in der Champions-League- und in der Europa-League-Qualifikation ausgelost werden. In den Lostöpfen dabei sind auch Meister Sturm Graz (CL) sowie Red Bull Salzburg und die Wiener Austria (EL), während ÖFB-Cup-Sieger SV Ried erst in Runde drei einsteigt.
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Für die heimischen Clubs geht es aber nicht nur um ihr eigenes Schicksal in den EC-Bewerben, sondern auch um Punkte für die UEFA-Fünfjahreswertung, die bestimmt, wie viele Vereine in welchem Bewerb und in welcher Phase der Bewerbe starten. In der bereinigten Rangliste, in der die Ergebnisse der Saison 2006/07 bereits herausgerechnet sind, verbessert sich Österreich vom 19. auf den 15. Platz.
Sollte am Saisonende immer noch Rang 15 zu Buche stehen, würde das bedeuten, dass Österreich 2013/14 wieder zwei Vertreter in die CL-Qualifikation entsenden darf: Der Vizemeister würde in Runde zwei beginnen, der Meister in Runde drei. In der EL-Quali würde dann der Meisterschaftsvierte in Runde zwei einsteigen, der Dritte in Runde drei, der Cupsieger in Runde vier. Schärfste Widersacher im Kampf um diesen 15. Platz werden die Clubs aus Schottland, Zypern, Israel, Kroatien und Tschechien sein.
Muss Sturm nach Klagenfurt?
Nach einem Freilos in der ersten Champions-League-Qualirunde geht es für Sturm in Runde zwei los. Da sich die Grazer im Kreis der gesetzten Clubs befinden, bleiben ihnen prominente Gegner zunächst erspart. Mögliche Kontrahenten am 12./13. (Hinspiel) bzw. 19./20. Juli (Rückspiel) sind somit die Meister aus Moldawien (Dacia Chisinau), Armenien (Pjunik Jerewan), Bosnien-Herzegowina (Borac Banja Luka), Montenegro (Mogren Budva), Lettland (Skonto Riga) und Ungarn (FC Fehervar).
Probleme könnten sich für Sturm ergeben, falls das erste Spiel zu Hause gelost wird. Da die Grazer UPC-Arena aufgrund der Football-WM in Österreich bis Mitte Juli nicht zur Verfügung steht, müssten die Steirer auswandern. Als möglicher Ersatzspielort stünde Klagenfurt parat. Sturm wird deshalb versuchen, das Heimrecht zu tauschen, um in der heimischen Spielstätte antreten zu können.

GEPA/Hans Oberlaender
Meister Sturm Graz muss vielleicht den Footballern Platz machen.
Meister auch in dritter Runde gesetzt
Erfreulich für Sturm ist die Tatsache, dass man auch in der dritten Runde, die am 15. Juli ausgelost und am 26./27. Juli bzw. am 2./3. August gespielt wird, zu den gesetzten Mannschaften zählt. Sollte also die Foda-Elf ihre Auftakthürde meistern, darf man auch danach mit einem Gegner rechnen, der sich auf Augenhöhe befindet. Dazu gehören etwa Litex Lowetsch, Racing Genk, Slovan Bratislava, Viktoria Pilsen oder Malmö FF - oder deren Bezwinger in Runde zwei. Die Verlierer dieser Runde steigen in die vierte EL-Qualirunde um.
Schwierig wird es für Sturm im Falle des Einzuges in die vierte und entscheidende Runde am 16./17. bzw. 23./24. August. In dieser Phase, die von der UEFA offiziell „Play-off“ bezeichnet wird, sind die Steirer ungesetzt, es drohen Kaliber wie Glasgow Rangers, FC Kopenhagen, BATE Borisow, Maccabi Haifa und Dinamo Zagreb. Sollte Sturm auch diese Runde überstehen, steht man in der lukrativen Gruppenphase, wenn nicht, geht es immerhin in der EL-Gruppenphase weiter.
Salzburg und Austria vor machbaren Aufgaben
Vizemeister Salzburg und die Austria, die in der Europa-League-Qualifikation an den Start gehen, stehen bereits fix in der zweiten Runde, die am 14. (Hinspiel) bzw. 21. Juli (Rückspiel) ausgetragen wird. Angst muss man vor den Gegnern keinesfalls haben, die Auswahl umfasst unter anderen Clubs aus Weißrussland, Polen, Island, Georgien, Serbien, Schweden und Bosnien-Herzegowina. Bekannteste Namen sind wohl Rad Belgrad, Slask Wroclaw und der ungarische Traditionsverein Ferencvaros Budapest.
Obwohl Salzburg und die Austria auch in der dritten Runde gesetzt sind, werden hier die Gegner schon etwas namhafter: Möglich sind unter anderem Dundee United, Hajduk Split, Omonia Nikosia, Maccabi Tel Aviv, Legia Warschau und Dinamo Tiflis.
Ried beginnt in dritter Runde
In dieser Phase, die am 28. Juli bzw. am 4. August gespielt wird, greift auch erstmals Ried ins Geschehen ein. Die Innviertler befinden sich aufgrund mangelnder EC-Erfahrung im Topf der ungesetzten Vereine und dürfen auf klingende Namen wie Atletico Madrid, AZ Alkmaar, FC Fulham, FC Brügge, US Palermo oder dem Ivanschitz-Team FSV Mainz als Gegner hoffen.
In der vierten und letzten Runde (18. bzw. 25. August) ist voraussichtlich nur noch Salzburg gesetzt, während die Austria und Ried als ungesetzte Mannschaften sogar auf FC Sevilla, AS Roma, Tottenham Hotspur, PSV Eindhoven, Sporting Lissabon oder den Fuchs-Club FC Schalke 04 treffen könnten. Übersteht man diese Runde, hat man die Qualifikation für die Gruppenphase geschafft.
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