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8.400 Euro Geldstrafe

Verteidiger Mark Prettenthaler ist auf Jobsuche. Laut Homepage von Bundesligist SV Ried erfolgte die vorzeitige Auflösung des Vertrags einvernehmlich und aufgrund einer „sportlichen Neuorientierung“ des Spielers. Der wahre Grund dürfte jedoch ein anderer sein: Prettenthaler wurde nach einem Faustschlag ins Gesicht einer 21-jährigen Frau von einem Gericht wegen Körperverletzung verurteilt.

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Der 28-jährige Verteidiger hatte im Dezember 2010 während eines Skiurlaubs einer Niederösterreicherin das Nasenbein gebrochen. Prettenthaler wurde am Landesgericht Leoben zu einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je 35 Euro, also gesamt 8.400 Euro, verurteilt. Hinzu kommt das Schmerzensgeld für das Opfer. Die Rieder erfuhren am Montag von dem Urteil und lösten den bis 2012 laufenden Vertrag auf.

„Korb“ als Auslöser

Der Vorfall ereignete sich am 27. Dezember 2010 in der Schladminger „Hohenhaustenne“. Dort soll die Frau dem Fußballer einen Korb erteilt haben. Prettenthaler soll die Niederösterreicherin im Zuge eines entstehenden Tumults an den Haaren gepackt und ihr ins Gesicht geschlagen haben. Laut „Kurier“ soll das Opfer ein Schmerzensgeld von 1.500 Euro erhalten haben.

Prettenthaler, der bei dem Vorfall 1,88 Promille Alkohol im Blut gehabt haben soll, hatte sich bis zur Urteilsverkündung nicht schuldig bekannt, auch ein Vergleichsangebot der klagenden Partei soll der 28-Jährige laut „Kurier“ abgelehnt haben. „Nach siebeneinhalb Verhandlungsstunden vor dem Landesgericht Leoben schenkte die Richterin weder dem Angeklagten noch dessen Entlastungszeugen Glauben“, wurde der Vater des Opfers zitiert.

Aussage gegen Aussage

Der Verurteilte beharrte auch nach dem Urteilsspruch auf seiner Unschuld. „Ich weiß nicht genau, was da passiert ist“, wird der Steirer zitiert. „Es war ein lustiger Abend. Ich bin mir aber bewusst, dass ich in der Öffentlichkeit stehe. Darum mache ich so etwas nicht.“ Der Verteidiger betonte, sich trotz der Verurteilung wegen Körperverletzung nach wie vor „in den Spiegel schauen“ zu können. Das Problem seien fehlende Zeugen gewesen.

„So ist Aussage gegen Aussage gestanden. Und der Freund der Klägerin hat mich belastet. Es ist alles gegen mich gelaufen“, so der Fußballer, der es bisher auf 98 Einsätze in der obersten Spielklasse brachte.
Auch Prettenthalers prominentester Entlastungszeuge, Teamspieler Daniel Royer, konnte das Urteil des Gerichts nicht abwenden. Der 21-Jährige wurde unmittelbar nach dem Vorfall nicht von der Polizei einvernommen.

Keine Berufung

Vonseiten SV Rieds ist der Vorfall mit der Entlassung Prettenthalers erledigt. „Warum sollten wir private Eskapaden unserer Ex-Spieler kommentieren?“, so Manager Stefan Reiter in der „Kronen Zeitung“. Nach jetzigem Stand wird Prettenthaler die Vertragsauflösung durch die Rieder juristisch nicht anfechten.

„Wichtig ist jetzt, dass meine Karriere weitergeht. Ich möchte einen Verein finden, zur Ruhe kommen und mich wieder auf den Fußball konzentrieren. Auch wenn ich weiß, dass das schwierig wird“, so Prettenthaler, der im Laufe seiner Karriere auch schon in Deutschland für Augsburg gespielt hat, zur APA.

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