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Altacher Aufstiegshoffnungen dahin

Die Bundesliga wird am 16. Juli plangemäß mit Aufsteiger Admira gestartet. Der Senat 5 der Liga sprach am Freitag eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe gegen die Niederösterreicher aus. Ein im Raum gestandener Punkteabzug oder gar die Aberkennung des Meistertitels der Ersten Liga blieb den Südstädtern aber erspart.

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„Wir glauben nach wie vor, dass wir im Recht sind. Deshalb werden wir Protest gegen die Geldstrafe einlegen“, sagte Admiras Clubpräsident Richard Trenkwalder gegenüber der APA. „Von einem Punkteabzug oder der Aberkennung des Titels war in keiner Weise die Rede. Dafür gab es keinerlei Angriffspunkte“, sagte Trenkwalder, der bei seinem Verein verbotenerweise doppelte Spielerverträge abgeschlossen haben soll.

Admira-Präsident Richard Trenkwalder

GEPA/Christian Ort

Richard Trenkwalder hat in diesen Tagen einiges um die Ohren.

„Nicht sehr sportlich“

Dadurch hatte sich der zweitplatzierte SCR Altach Chancen auf den Aufstieg ins Oberhaus ausgerechnet. Die Vorarlberger hatten die zweithöchste Spielklasse Österreichs mit nur einem Zähler Rückstand auf die Admira abgeschlossen. Ohne einen konkreten Namen zu nennen, sprach Trenkwalder von einem „nicht sehr sportlichen Verhalten eines Vereins“.

Da die Bundesliga von der Admira nicht von der Vertraulichkeit entbunden worden ist, gab es vonseiten der Liga keine Reaktionen zur Causa, auch die genaue Höhe der Strafe blieb geheim. Admiras Generalmanager Alexander Friedl war stets felsenfest überzeugt, dass es keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb geben werde.

Geraubte Zeit

„Ein Punkteabzug war für uns kein Thema, wir waren immer optimistisch. Diese Sache hat uns sehr viel Zeit geraubt. Das Urteil ist nicht zufriedenstellend, jede Geldstrafe ist zu viel. Wir sind nach wie vor der Meinung, korrekt gehandelt zu haben“, so Friedl. „Auch durch die mediale Vorverurteilung ist es uns anscheinend nicht gelungen, den Senat 5 zu überzeugen“, erklärte er weiter.

Die Kühbauer-Schützlinge starten nun am 16. Juli mit einem Auswärtsmatch vor leeren Tribünen im Hanappi-Stadion gegen Rapid in die Saison. Für Altach geht es bereits am 11. Juli daheim gegen die Vienna los. Altach hatte bereits vor der Entscheidung der Bundesliga angekündigt, in der Causa alle rechtlichen Mittel ausschöpfen zu wollen.

Altach gegen „faktische Übermacht“

Die Vertagung der Liga hätte diese Möglichkeiten zeitlich weiter erheblich eingeschränkt, da die Einhaltung des verbandsinternen Instanzenwege vor Beginn der Spielsaison 2011/12 am 11. Juli nun keine endgültige Entscheidung mehr bringen würde. Wie Altach in einer Aussendung feststellte, sei man trotzdem „nahezu gezwungen“, einen Antrag auf einstweilige Verfügung einzubringen.

Auch wenn diese wenig Aussicht auf Erfolg habe. „Die ‚faktische Übermacht‘ der Österreichischen Fußball-Bundesliga gegen Mitglieder, die ihre Rechte wahrnehmen, wird einem gerade als Vorarlberger Verein aus dem fernen Westen wieder einmal sehr deutlich vor Augen geführt“, hieß es in dem Statement. Altach habe sich aber entschlossen, diese Angelegenheit wenn nötig auch nach Beginn der Spielsaison aufklären zu wollen.

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