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Rohregger sorgt für Schrecksekunde
Der 26-Jährige freute sich über seinen ersten Saisonsieg. „Ich hatte das ganze Jahr eine gute Form, war bei Mailand-San Remo in den Top Ten, aber ein Sieg ist mir nicht gelungen. Darum bin ich sehr glücklich“, sagte Ex-Vuelta-Etappensieger Van Avermaet.

GEPA/Martin Hoermandinger
Van Avermaet feiert seinen ersten Saisonsieg.
Gesamtwertung unverändert
In der Gesamtwertung blieb an der Spitze alles beim Alten, es führt weiterhin der Schwede Fredrik Kessiakoff. Kessiakoff nimmt das Einzelzeitfahren in Podersdorf am Samstag (12.00 Uhr) mit 1:18 Minuten Vorsprung auf den Italiener Mauro Santambrogio und 1:26 auf den Tschechen Leopold König in Angriff. Der Tiroler Thomas Rohregger, der einen Sturz fast unbeschadet überstand, kämpft als Fünfter (1:46 zurück) um seinen dritten Top-3-Platz in der heimischen Rundfahrt.
Allerdings sorgte der Tiroler, der als 31. über die Ziellinie rollte, für eine Schrecksekunde. Nach rund 20 km kam der 28-Jährige bei einer Abfahrt zu Sturz. Sofort erhielt er von seinem Teamkollegen Bruno Pires ein Ersatzrad und vor der ersten Zieldurchfahrt schaffte er wieder den Anschluss ans Peloton.
„Hatte großes Glück“
„Das Vorderrad ist weggerutscht, ich habe mich etwas aufgeschürft. Ich hatte großes Glück. Bis auf ein paar Abschürfungen ist nichts passiert. Zum Glück ist Pires ungefähr gleich groß wie ich, so konnte ich locker mit seinem Rad weiterfahren“, sagte der Tiroler.
Durch den starken Wind war die heutige Etappe für alle Profis eine Herausforderung, wie auch der Gesamtführende Fredrik Kessiakoff sagte: „Das war nicht nur ein bisschen, sondern sehr viel Stress wegen dem starken Wind. Der Wind hat ständig gedreht und das Feld teilte sich oft. Bei solchen Bedingungen ist es extrem schwer, sich ständig vorne zu halten". Er sieht dem Zeitfahren gelassen entgegen. Ich weiß nicht, wie stark meine Rivalen sind und weiß nicht einmal, wie stark ich selbst im Zeitfahren bin“, sagte der 31-Jährige. „Stress spüre ich jedenfalls keinen.“
Rohregger will Podestplatz
Rohregger war 2007 nach schwachem Zeitfahren Gesamtzweiter der Österreich-Tour und hatte 2008 triumphiert. Diesmal fehlen ihm 20 Sekunden auf einen Top-3-Platz. „30 Kilometer sind relativ lang“, sagte der 28-Jährige, der sich im Zeitfahren weiter gesteigert hat. „Ich fühle mich auf der Zeitfahrmaschine sehr wohl, ich will einen Podestplatz.“
Im Zeitfahren droht ihm allerdings auch Gefahr von hinten. Denn Denis Mentschow, der Vorjahrsdritte der Tour de France und Giro-Sieger von 2009, gilt als Spezialist und hat als Neunter 1:25 Minuten Rückstand auf den ÖRV-Profi. In Topform würde er das sicher aufholen, der Russe sitzt aber erstmals nach einer Rennpause wieder im Sattel. „Meine Form steigt, ich werde voll fahren“, kündigte der Star aus dem Team Geox an.
Österreich-Rundfahrt
Sechste Etappe
| Hainburg - Bruck/Leitha (155 km): | |||
| 1. | Greg van Avermaet | BEL | 3:19:11 |
| 2. | Matthew Brammeier | IRL | -"- |
| 3. | Daniele Bennati | ITA | -"- |
| 4. | Pier Paolo de Negri | ITA | -"- |
| 5. | Daniele Ratto | ITA | -"- |
| 6. | Andrej Misurow | KAZ | -"- |
| 7. | Nikolaj Trusow | RUS | -"- |
| 8. | Aleksejs Saramotins | LAT | -"- |
| 9. | Jaroslaw Marycz | POL | -"- |
| 10. | Michael Barry | GBR | + 0:03 |
| 19. | Stefan Kirchmair | AUT | 0:06 |
| 23. | Fredrik Kessiakoff | SWE | -"- |
| 31. | Thomas Rohregger | AUT | -"- |
| 49. | Dominik Hrinkow | AUT | -"- |
| 52. | Michael Schwaiger | AUT | -"- |
| 58. | Harald Totschnig | AUT | -"- |
Gesamtwertung
| Stand nach sechs von acht Etappen: | |||
| 1. | Fredrik Kessiakoff | SWE | 23:48:33 |
| 2. | Mauro Santambrogio | ITA | + 1:18 |
| 3. | Leopold Koenig | CZE | 1:26 |
| 4. | Carlos Sastre | ESP | 1:34 |
| 5. | Thomas Rohregger | AUT | 1:46 |
| 6. | Moris Possini | ITA | 2:12 |
| 7. | Petr Ignatenko | RUS | 2:46 |
| 8. | Alessandro Bissolti | ITA | 2:51 |
| 9. | Denis Mentschow | RUS | 3:11 |
| 10. | Reto Hollenstein | SUI | 3:29 |
| 16. | Harald Totschnig | AUT | 4:39 |
| 17. | Stefan Kirchmair | AUT | 5:07 |
| 26. | Georg Preidler | AUT | 9:32 |