Das Ziel ist der Klassenerhalt
Deutlich mehr Spannung als in der abgelaufenen Saison verspricht der Abstiegskampf in der tipp3-Bundesliga. Vor allem Wiener Neustadt, aber auch Erste-Liga-Champion Admira, Mattersburg, Kapfenberg und Innsbruck müssen wohl damit rechnen, in den Kampf um den Klassenerhalt verstrickt zu werden.
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Keine Illusionen hat man in Wiener Neustadt, wo nach dem Abgang von Mäzen Frank Stronach kleinere Brötchen gebacken werden: Die Niederösterreicher müssen mit einem im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbierten Budget auskommen. „Unser Hauptziel ist es, in der Bundesliga zu bleiben“, betonte Coach Peter Stöger, der die Nachfolge des zu Rapid abgewanderten Peter Schöttel antritt.
Junge Welle in Wiener Neustadt
Daher war es naheliegend, auf die junge Welle zu setzen. „Wir haben viele junge Spieler mit Perspektiven, die sich bei uns beweisen wollen“, so Stöger, der unter anderen auf Stützen wie Saso Fornezzi, Vaclav Kolousek, Hannes Aigner, Alexander Grünwald, Guido Burgstalaler und Mirnel Sadovic verzichten muss.
Gekommen sind zehn neue Akteure, darunter Fernando Troyansky, Günter Friesenbichler, Danijel Prskalo, Daniel Wolf und einige Talente. „Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, vor allem in der Breite sehr gut verstärkt. Ich bin mit dem Kader zufrieden“, fasste Stöger zusammen.

GEPA/Mario Kneisl
Admira-Trainer Kühbauer kündigt offensive Spielweise an.
Admira punktuell verstärkt
Aufsteiger Admira kann zu großen Teilen auf die Meistermannschaft der Ersten Liga setzen. Punktuell gelangen sogar Verstärkungen, so sicherte man sich die Dienste von Philipp Hosiner, Issiaka Ouedraogo, Emin Sulimani, Rene Seebacher und Andreas Schrott. Trainer Dietmar Kühbauer kündigte eine offensive Spielweise an: „Es wird kein Catenaccio geben. Risiko gehört dazu.“
Finanzielle Sorgen will man in der Südstadt nicht haben. „Wie jeder Betrieb müssen auch wir sparen. Aber wir werden nicht wesentlich höhere Personalkosten haben als im Vorjahr, dafür aber mehr Einnahmen durch Zuschauer und Sponsoren. Wir haben alles im Griff“, unterstrich Clubchef Richard Trenkwalder.
Lederer: Mattersburger „gereift“
Weniger bedrohlich als in der vergangenen Spielzeit sieht man die Lage in Mattersburg. Nach einer schwierigen Saison, in der man den LASK erst im Frühjahr abschütteln konnte, will man diesmal mit dem Abstieg nichts zu tun haben. „Wir wollen uns ein Stück weiter nach oben orientieren, weil wir glauben, dass die Mannschaft gereift ist“, sagte Trainer-Urgestein Franz Lederer.
Auf dem Transfermarkt hielten sich die Burgenländer wie schon im Vorjahr zurück. Den Abgängen von Peter Chrappan, Thomas Salamon und Stefan Bliem stehen die Zugänge von Wilfried Domoraud sowie der Heimkehrer Adnan Mravac und Markus Böcskör gegenüber. „Meine Wünsche wurden erfüllt. Die Leute, die weg sind, wurden eins zu eins ersetzt“, gab sich Lederer bescheiden.
Kapfenberg und Innsbruck optimistisch
In Kapfenberg orientiert man sich nach oben. „Wir wollen besser sein als in der vorigen Saison. Das heißt, wir wollen die 40-Punkte-Marke knacken und uns in der unteren Hälfte nach vorne arbeiten“, lautet die Devise von Betreuer Werner Gregoritsch. Als Abstiegskandidaten würde man neben seinem Team „von Haus aus Admira, Wiener Neustadt, Mattersburg und Innsbruck“ sehen, somit geht er davon aus, dass es „spannender als in der vorigen Saison“ wird.
Auch in Innsbruck sieht man keine unmittelbare Gefahr, in den Abstiegsstrudel gezogen zu werden. „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben, wieder einen schönen Fußball spielen und junge Spieler einbauen“, brachte es Coach Walter Kogler auf den Punkt. Auch er verzichtete auf genauere Prognosen hinsichtlich der unteren Tabellenregion: „Die Liga ist so eng.“
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