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Südamerika gegen Europa

Am Freitagabend öffnet die zweitgrößte FIFA-Veranstaltung und gleichzeitig größte Talenteschau im Weltfußball zum 18. Mal ihre Pforten. Mit der Partie England gegen Nordkorea in Medellin steigt um 21.30 Uhr MESZ das erste Spiel der U20-WM in Kolumbien, bereits drei Stunden später startet das ÖFB-Team mit dem Spiel in Cartagena gegen Panama ins Turnier.

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Insgesamt 24 Teams kämpfen in Bogota, wo auch am 20. August das Finale stattfindet, Armenia, Barranquilla, Cali, Cartagena, Manizales, Medellin und Pereira in sechs Gruppen um den Aufstieg ins Achtelfinale, für das sich die zwei Topteams sowie die besten vier Gruppendritten qualifizieren. Österreich sicherte sich die WM-Teilnahme durch Gruppenplatz drei bei der U19-EM vor einem Jahr in Frankreich, während Länder wie Deutschland, Italien und die Niederlande nur Zuschauer sind.

Jagd auf Brasilien und Argentinien

Zu den Titelfavoriten in Kolumbien zählt wie üblich Österreichs Gruppengegner Brasilien, auch wenn Jungstar Neymar nach seinem Einsatz in der Copa America nicht mit von der Partie ist. In Abwesenheit des Exzentrikers vom FC Santos könnte Philippe Coutinho von Inter Mailand zum herausragenden brasilianischen Spieler werden und sein Land zum fünften Titel führen.

Auch Rekordchampion Argentinien (sechs U20-Titel) gilt als Anwärter auf die Nachfolge des nicht qualifizierten Titelverteidigers Ghana. Die Hoffnungen der „Albiceleste“ ruhen dabei auf Porto-Neuzugang Juan Manuel Iturbe, der schon als neuer Lionel Messi gehandelt wird. „Argentinien und Brasilien gehören immer zu den Favoriten, hier in Südamerika vielleicht noch ein bisschen mehr“, sagte ÖFB-U20-Teamchef Andreas Heraf.

Spanien als erster Herausforderer

Die größten Konkurrenten für die südamerikanischen Großmächte dürften aus Europa kommen - allen voran Spanien. Die Iberer sind auf Junioren-Ebene schon weit länger als auf A-Team-Ebene dominant und reisen mit einigen hochkarätigen Kickern wie Sergio Canales an. Der Offensivspieler von Real Madrid gilt als eines der größten Talente des Landes, auch wenn er in der vergangenen Saison bei den „Königlichen“ nur selten zum Zug kam.

Weitere Eckpfeiler im spanischen Team sind Daniel Pacheco von Liverpool sowie Marc Bartra und Oriol Romeu vom FC Barcelona - Letzterer soll laut britischen Medienberichten vor einem Wechsel zu Arsenal stehen. „Was die Europäer betrifft, denke ich am ehesten an Spanien. Auch die Franzosen haben ihre Möglichkeiten“, so die Einschätzung von Heraf.

Kolumbien wird „ein Wörtchen mitreden“

Als gefährlicher Außenseiter gilt die Auswahl des Gastgeberlandes. „Die Kolumbianer werden sicher ein Wörtchen mitreden“, vermutete Heraf. Die Hausherren bereiteten sich monatelang auf ihr Heimturnier vor, haben mit Porto-Kicker James Rodriguez einen absoluten Topspieler in ihren Reihen und sind auch mit den schwierigen klimatischen Bedingungen vertraut.

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