Zwangsabstieg für zwei griechische Erstligaclubs

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Die Disziplinarkommission der griechischen Super League hat im Zuge ihrer Ermittlungen im Wettskandal am Donnerstag erste drakonische Maßnahmen getroffen. Sie verurteilte Olympiakos Volos (Tabellenfünfter der abgelaufenen Saison) und AO Kavala (Siebenter) zum Zwangsabstieg.

Zudem sperrte sie den Volos-Clubpräsidenten Achilleas Beos und den früheren Kavala-Besitzer Makis Psomiadis lebenslang, verhängte über sie je 90.000 Euro Geldstrafe, ein landesweites Stadionverbot und belegte die beiden Vereine mit je 300.000 Euro Buße.

Clubs wollen gegen Urteile berufen

Wie ein Ligasprecher nach der mehrstündigen Sitzung der Richter mitteilte, hätten sowohl Volos als auch Kavala vor, gegen die Urteile Berufung einzulegen. Olympiakos droht sogar noch mehr Ungemach. Da die UEFA das Urteil als rechtskräftig betrachtet, könnte Volos aus der Europa League ausgeschlossen werden. Der Verein ist nach dem Aufstieg gegen Rad Belgrad in der dritten Qualirunde gegen FC Differdingen (LUX) ausgelost worden.

Die zwei Clubs wurden auf die beiden letzten Tabellenplätze gesetzt, womit der Weg ins Oberhaus für die ursprünglichen Absteiger Larissa und Panserraikos frei wäre. In dem im Juni aufgedeckten Wettskandal sind bisher über 60 Personen, darunter Spieler, Funktionäre und Geschäftsleute, verwickelt. Im Zuge der Aufklärung ließen die Athener auch schon mehrere Personen verhaften.

UEFA-Präsident Michel Platini hatte am Dienstag in Athen mit Ministerpräsident George Papandreou und Fußball-Verbandschef Sofoklis Pilavos eine Unterredung. Der Franzose sagte den Hellenen die Hilfe des Europa-Verbandes zu und kündigte an, Experten zu entsenden, die nach dem Wettskandal an einer Fußballreform mithelfen und den Kampf gegen die Gewalt in und um das Stadien unterstützen sollen.