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Volle Konzentration auf Slowakei

Am Vortag musste Assistent Manfred Zsak den Teamchef bei einem Pressetermin noch vertreten. Am Tag vor dem Testspiel gegen die Slowakei am Mittwoch (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) gab sich Dietmar Constantini selbst die Ehre, trat nicht wie spekuliert zurück und spielte den betont Gelassenen. Die anhaltende Diskussion über seine Zukunft ließ den Tiroler nach außen hin kalt.

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„Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Ich lasse mich aber sicher nicht beeinflussen“, sagte der 56-Jährige vor dem Kräftemessen mit dem WM-Teilnehmer, das sein letztes Testspiel auf der ÖFB-Bank sein könnte. Sein Vertrag läuft noch bis Jahresende. Nach dem Spiel gegen die Slowakei folgen noch die EM-Qualifikationsspiele im September in Deutschland und gegen die Türkei sowie zum Abschluss im Oktober die Gastspiele in Aserbaidschan und Kasachstan.

David Alaba und Ekrem Dag während eines Trainingsspiels

APA/Gert Eggenberger

David Alaba und Ekrem Dag trainieren eifrig für den kommenden Test

„Sache ist für mich erledigt“

Constantini geht davon aus, bis zum Schluss auf der österreichischen Bank zu sitzen. „Ich werde bis zur letzten Minute meine Arbeit machen“, sagte der Tiroler in Klagenfurt - auch, wenn die Nichtverlängerung seines Vertrages vorzeitig bekanntgegeben werden sollte und trotz zuletzt aufgetretener Probleme in der Kommunikation mit ÖFB-Präsident Leo Windtner.

Die Differenzen, die durch ein Interview des Präsidenten ans Tageslicht kamen, sollen in einem Telefongespräch beigelegt worden sein. Auch eine persönliche Aussprache in Klagenfurt soll die Wogen weiter glätten. „Die Sache ist für mich erledigt. Ich kann nicht immer diskutieren“, sagte Constantini, der sich auch von diversen möglichen Nachfolgern nicht irritieren lassen möchte.

„Während wir kaserniert sind, lese ich keine Zeitung. Das heißt aber nicht, dass ich sonst Zeitung lese“, sagte der Noch-Teamchef zum kolportierten Gerücht, der deutsche Startrainer Christoph Daum stehe für einen fliegenden Trainerwechsel bereit.

Keine Angst vor Entlassung

Dass gegen die Slowakei ein Sieg nötig ist, um sich zumindest für den Moment wieder mehr Luft zu verschaffen, weiß auch Constantini. Mehr Druck verspürt der Trainer nach eigener Aussage dennoch nicht: „Ich spüre nicht mehr Druck als vorher. Wir wollen gewinnen, die Diskussion ist doch immer die gleiche.“ Vor einem „blauen Brief“ aus dem ÖFB-Präsidium fürchtet sich der Tiroler nicht.

„Das gehört zum Job dazu“, so Constantini. „In der deutschen Bundesliga sind alleine im Vorjahr zwölf Trainer entlassen worden“, erinnerte der Teamchef, „die leben auch noch.“ Rückendeckung erhielt der Tiroler jedenfalls von ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, der rasches Handeln in der Teamcheffrage nur „wenn etwas Dramatisches passiert“ für notwendig hält.

Vorerst gilt die ganze Konzentration dem Test gegen die Slowakei. „Die Sache ist nicht wichtig“, sagte der Teamchef. „Wichtig ist nur das Spiel.“ Und dort will der Trainer mit seiner Mannschaft fortsetzen, wo man im Juni mit dem 3:1-Sieg über Lettland aufgehört hat.

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