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Janko im Sturm gesetzt

Das Spiel gegen die Slowakei am Mittwoch in Klagenfurt (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) ist für die österreichische Nationalelf der entscheidende Test für die noch ausstehenden Spiele der EM-Qualifikation. Teamchef Dietmar Constantini setzt auf jene Spieler, die zuletzt gegen Deutschland und Lettland gute Figur gemacht haben. Ausnahme: Die Rückkehr von Marc Janko.

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Am 25. März stand er gegen Belgien zuletzt von Beginn an für das ÖFB-Team auf dem Feld. Gegen Deutschland durfte Janko erst zwei Minuten vor Schluss kurz vor dem entscheidenden Treffer auflaufen, gegen Lettland wurde seinem Wunsch nach vorzeitigem Urlaub von Constantini gerne entsprochen. In den Niederlanden ist der Stürmer von Twente Enschede furios in die Saison gestartet: Doppelpack in der Champions-League-Quali, Tor im Supercup, Tor beim Ligaauftakt.

Fußball-Länderspiel

Mittwoch, 20.30 Uhr (live ORF eins):

Österreich - Slowakei

Klagenfurt, SR Ceferin (SLO)

Aufstellungen:

Österreich: Gratzei - Klein, Dragovic, Pogatetz, Fuchs - Baumgartlinger, Kulovits - Harnik, Junuzovic, Alaba - Janko

Slowakei: Mucha - Pekarik, Michalik, Karhan, Cech - Kucka, Guede - Weiss, Hamsik, Jez - Holosko

Janko und Harnik im Sturm

Ein Umstand, der von Constantini nun mit dem Comeback Jankos als Kapitän gewürdigt wird. Der Start nach Maß soll sich auch im Nationalteam niederschlagen. Die Zuversicht bei Janko ist jedenfalls groß. „Wenn du als Stürmer Tore schießt, ist das immer gut für das Selbstvertrauen“, versicherte der 28-Jährige. Dass drei der vier Treffer aus Elfmeter resultierten, darf angesichts der Penaltyschwäche der Österreicher ebenfalls als positiv vermerkt werden.

Daran, dass er zuletzt beim Teamchef nicht erste Wahl war, denkt er - zumindest nach außen - nicht mehr. „Ich beschäftige mich nicht so gerne mit der Vergangenheit“, sagte der Niederösterreicher. „Davon kann ich mir nichts kaufen.“ Neben Janko wird Martin Harnik als zweite Sturmspitze gegen den WM-Teilnehmer von 2010 erwartet. Ansonsten setzt Constantini, bis auf den an der Achillessehne verletzten Paul Scharner, auf jene Spieler, die sich in den letzten beiden Spielen gut verkauft haben.

ÖFB-Chef Dietmar Constantini

GEPA/M. Oberlaender

Constantini hofft auf einen Sieg

„Nicht alles zerreißen“

„Ich will nicht alles zerreißen, was zuletzt ganz gut funktioniert hat“, sagte Constantini. „Es wird eine ähnliche Aufstellung wie zuletzt.“ Sprich, Stefan Kulovits wird wieder im defensiven Mittelfeld beginnen. Anstelle des in Deutschland gesperrten Scharners rückt Aleksandar Dragovic in die Innenverteidigung. Dazu könnte Zlatko Junuzovic im Mittelfeld Türkei-Legionär Ekrem Dag ersetzen, der wegen des verschobenen Meisterschaftsbeginns noch über keine Spielpraxis verfügt.

Constantini, der sich mit einem Sieg wieder etwas Luft in der anhaltenden Debatte um seine Position verschaffen könnte, schöpft jedenfalls aus den zuletzt gezeigten Leistungen Hoffnung. „Ich hoffe auf eine Leistung wie in den letzten zwei Spielen gegen Deutschland und Lettland“, sagte der Teamchef. „Da hat es ganz gut geklappt. Ich hoffe, dass es wieder klappt, und dass wir gewinnen.“

Nummer 29 der Welt zu Gast

Die Slowaken um ihren herausragenden Spielmacher Marek Hamsik seien allerdings ein beträchtliches Kaliber. Immerhin waren die Nachbarn im Vorjahr erst im WM-Achtelfinale am späteren Finalisten Niederlande gescheitert (1:2). Die Slowakei liegt in der FIFA-Weltrangliste auf Rang 29, Österreich auf 66. „Das sagt schon etwas aus“, sagte Constantini. „Nämlich, dass die Slowakei in letzter Zeit erfolgreicher war als wir. Sie haben eine sehr routinierte Mannschaft.“

Constantini und sein Assistent Manfred Zsak wollten dem mit intensivem Videostudium entgegenwirken. Die Vorbereitung ähnelte jener auf ein Qualifikationsspiel, wenngleich viel weniger Zeit zur Verfügung stand. Mit dem kompletten 22-Mann-Kader absolvierte Constantini nur das Abschlusstraining am Dienstagnachmittag. „Nach einer längeren Vorbereitung haben wir mit Ausnahme von Belgien immer bessere Leistungen gebracht“, sagte Constantini.

Gegen die Belgier hatten die Österreicher am 25. März mit einer 0:2-Heimniederlage ihre Talfahrt in der EM-Quali eingeleitet. Mittlerweile hilft nur noch eine Überraschung in Deutschland. „Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht“, gestand Constantini. „Dort zu gewinnen, wäre ein Oberwunder. Wenn wir das schaffen, können wir aber auch die drei nächsten Partien mitnehmen.“

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