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Noch kein Gespräch mit dem Teamchef

Für den etatmäßigen Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft dürfte am Freitag (20.45 Uhr, live in ORF eins) in der EM-Qualifikation gegen Deutschland in Gelsenkirchen wieder nur ein Platz auf der Ersatzbank reserviert sein.

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Die ersten Trainingseinheiten lassen jedenfalls darauf schließen, dass Marc Janko gegen den überlegenen Tabellenführer der Gruppe A neuerlich nicht zur ÖFB-Stammformation zählen wird. Das löste beim Torjäger von Twente Enschede natürlich große Enttäuschung aus.

Mark Janko im ÖFB-Trikot

ORF.at/Michael Baldauf

Im Team kann Janko derzeit die Richtung nicht vorgeben

„Ich gehe davon aus, dass ich nicht von Anfang an spiele. Das ist schon aus den Trainings ersichtlich“, erklärte der 28-Jährige. Seine bisherige Saisonbilanz von acht Toren für den niederländischen Vizemeister hat bei Teamchef Dietmar Constantini offenbar wenig Eindruck hinterlassen. „Ich hatte noch kein Gespräch mit ihm. Vielleicht wird es noch kommen“, mutmaßte Janko.

Keine „beleidigte Leberwurst“

Im Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf wollte der Niederösterreicher seinen Frust erst gar nicht verbergen. „Wenn ich etwas in meiner Karriere gelernt habe, dann dass der Trainer und die Journalisten immer recht haben.“ Dennoch gab sich Janko auch kämpferisch. „Ich kann mich jetzt hinsetzen und die beleidigte Leberwurst spielen, aber es bringt ja doch nichts. Natürlich bin ich enttäuscht, doch ich versuche trotzdem positiv zu bleiben“, sagte er.

Während es für Janko bei Twente derzeit wie am Schnürchen läuft, wartet er im Team schon seit Oktober 2009, als er bei der 1:3-Niederlage in der WM-Quali in Frankreich traf, auf seinen achten Treffer im ÖFB-Dress. Denn anders als bei seinen 39 Toren in der Saison 2008/09 in Salzburg oder nun in Enschede, wo er von den vielen Vorlagen seiner Kollegen profitiert, läuft es im Nationalteam anders. „Dass wir bei Twente sehr offensiv spielen, ist klar. Wir sind fast in jedem Spiel die bessere Mannschaft, das kommt mir entgegen. Mit der Nationalmannschaft sind wir hingegen fast immer Außenseiter“, analysiert der Stürmer. Und gesteht damit auch ein, dass er bei Constantini derzeit schlechte Karten hat.

Schiemers Blitzcomeback im Team

Im Gegensatz zu Janko muss sich Franz Schiemer wohl keine Sorgen um seinen Nationalteamstammplatz machen. Für den Defensivspieler von Red Bull Salzburg, der erst am Montag nachnominiert wurde, scheint ein Platz in der Innenverteidigung reserviert zu sein - und das, obwohl er nach einem Sehnenriss im Oberschenkel monatelang ausfiel und erst seit kurzer Zeit wieder topfit ist. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wieder im Nationalteam zu sein“, sagte der Oberösterreicher.

Seinen bisher letzten ÖFB-Auftritt absolvierte Schiemer im Februar beim 1:3 in Eindhoven gegen die Niederlande. Diesmal will der 25-Jährige auswärts gegen eine Fußball-Großmacht reüssieren. „Irgendwann werden wir gegen Deutschland wieder gewinnen - warum nicht jetzt?“, fragte sich der 19-fache Internationale, der es im Team bisher auf vier Tore brachte.

Klein will Werbung in eigener Sache machen

Florian Klein zeigte sich für das Gastspiel in Gelsenkirchen ebenfalls optimistisch, auch wenn der Rechtsverteidiger weiß, dass er es mit einem absoluten Klassemann zu tun bekommt. „Es ist egal, ob Podolski oder Schürrle spielt, ich werde auf jeden Fall einen starken Gegenspieler haben“, erklärte der 24-jährige Austrianer.

In einem Jahr wäre der Oberösterreicher nach derzeitigem Stand ablösefrei zu haben. Spätestens dann könnte es Klein seinem ÖFB-Kollegen Daniel Royer, der am Mittwoch bei Hannover 96 unterschrieb, gleichtun und nach Deutschland wechseln. „Ich habe immer gesagt, dass das Ausland mein Ziel ist, und so ein Spiel wie am Freitag ist natürlich die ideale Plattform, um sich zu präsentieren“, sagte der neunfache Teamspieler.

Klein dürfte gemeinsam mit Schiemer, Emanuel Pogatetz und Christian Fuchs gegen Deutschland die Abwehrreihe vor Goalie Christian Gratzei bilden. Außerdem deutet viel darauf hin, dass Julian Baumgartlinger und David Alaba im zentralen Mittelfeld sowie Martin Harnik und Royer an den Flügeln agieren. Im Angriff ist eine Variante mit Erwin Hoffer und Marko Arnautovic denkbar. Wie der Teamchef letztlich entscheidet, wird man am Freitagabend sehen.

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