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Ein Fehlversuch zu viel

Bei der Leichtathletik-WM in Daegu ist am Samstag im Hochsprungbewerb der Damen der nächste Goldkandidat gescheitert. Titelverteidigerin Blanka Vlasic aus Kroatien meisterte zwar die gleiche Höhe wie die Siegerin, Anna Tschitscherowa aus Russland, hatte aber mehr Fehlversuche und musste sich mit dem zweiten Platz begnügen.

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Tschitscherowa übersprang im Finale 2,03 Meter und kürte sich damit zum ersten Mal zur Hochsprung-Weltmeisterin. Vlasic, die nach Osaka (2007) und Berlin (2009) ihr drittes WM-Gold verpasste, blieb immerhin der Trost, den 100. Wettbewerb ihrer Karriere mit einem Sprung über zwei Meter beendet zu haben. Zudem war die Kroatin von einer Oberschenkelverletzung gehandicapt nach Südkorea gereist.

Hochspringerin Anna Tschtscherowa (Russland)

AP/David J. Phillip

Tschitscherowa stoppt Erfolgslauf von Vlasic

„Der Weltrekord und Olympiagold sind unerfüllte Vorhaben. Dabei habe ich keine Präferenz, ich bin nicht wählerisch. Ich erwarte mir, dass die Zukunft Gutes für mich bringen wird“, sagte die groß gewachsene Athletin aus Split, deren Bestleistung seit 2009 bei 2,08 Metern steht. Also nur einen Zentimeter unter dem Weltrekord.

Viele Favoriten gescheitert

Damit stehen die Titelkämpfe in Südkorea für viele Favoriten weiter unter einem schlechten Stern. Ob Bolt (100 m), Robles (110 m Hürden), Jelena Isinbajewa und Steve Hooker (beide Stabhochsprung), ob Kenenisa Bekele und Mo Farah (beide 10.000 m), LaShawn Merritt und Allyson Felix (beide 400 m), Irving Saladino (Weitsprung), Jessica Ennis (Siebenkampf), Maryam Yusuf Jamal (1.500 m), Yargelis Savigne (Dreisprung) und L.J. Van Zyl (400 m Hürden) - sie alle waren in Daegu auf Gold programmiert. Sie alle wurden geschlagen, gingen überhaupt leer aus, wurden disqualifiziert oder verletzten sich.

Pearson eine Klasse für sich

Über 100 Meter Hürden holte sich Topfavoritin Sally Pearson erstmals Gold. Die Australierin setzte sich in 12,28 Sekunden vor den beiden US-Amerikanerinnen Danielle Carruthers und Dawn Harper (beide 12,47) durch.

„Ich habe alles gegeben, auch in der Vorbereitung. Es war alles so anstrengend. Ich war mir sehr sicher, dass ich alles richtig mache. Und es hat auch perfekt geklappt“, freute sich Pearson, die nun die viertschnellste Frau über diese Strecke ist.

Die 4 x 400 Meter gewann das Quartett aus den USA. Sanya Richards-Ross, Allyson Felix, Jessica Beard und Francena McCorory distanzierten in der Weltjahresbestleistung von 3:18,09 Minuten Jamaika (3:18,71) und Russland (3:19,36).

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