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Slowakei ohne Chance
Die Polen treffen am Samstag in der Wiener Stadthalle auf die Italiener, die eben dort Finnland mit 3:1 (18, 20, -29, 21) schlugen und erstmals seit 2005 wieder in ein EM-Semifinale einzogen. Das zweite Halbfinale bestreiten Serbien und Russland. Die Serben setzten sich in Wien gegen Frankreich mit 3:1 (30, 20, -23, 24) durch, die Russen bezwangen in Karlovy Vary Bulgarien ebenfalls 3:1 (-22, 19, 18, 19).
Russen unterstreichen Favoritenrolle
Russland, aktueller World-League-Sieger und Titelkandidat Nummer eins, unterstrich neuerlich seine tolle Verfassung. Gegen Bulgarien musste der sechsfache Weltmeister nur den ersten Satz, zugleich den erst zweiten im Turnier, abgeben.
Russlands Halbfinal-Gegner Serbien wurde in Wien von Frankreich, Vizeeuropameister 2009, voll gefordert. Nach dem mühevollen 32:30 im Auftaktsatz und einem 25:20 im zweiten konnte der Sieger der Österreich-Gruppe einen frühen Rückstand im dritten nicht mehr wettmachen und verlor diesen 23:25. Auch im vierten Satz spürten die nicht zuletzt am Block starken Serben massive Gegenwehr, siegten nach zwei vergebenen Matchbällen schließlich aber mit 26:24.
Italien mit Satzverlust zufrieden
Zuvor war ebenfalls am Vogelweidplatz Italien gegen Finnland nur im dritten Satz in Schwierigkeiten geraten. Phasenweise lag der sechsfache Europameister da mit sechs Punkten im Rückstand, kämpfte sich zurück, ließ aber vier Satzbälle ungenützt und musste den Finnen schließlich mit 29:31 den Vortritt lassen.
„Es war gut für unsere nächste Partie, weil wir es mit einer mental schwierigen Situation zu tun hatten“, kommentierte Italiens Trainer Mauro Berruto den Satzverlust und zeigte sich insgesamt sehr zufrieden über den ersten EM-Halbfinaleinzug seit dem Titelgewinn 2005: „Wir haben unser bisher bestes Spiel in diesem Turnier gezeigt.“
Hallen nur dürftig gefüllt
Enttäuschend war die Kulisse in der Stadthalle. Rund 1.100 Zuschauer bei Italien - Finnland bzw. 2.200 bei Serbien - Frankreich verfolgten das Geschehen auf den Rängen. Aber auch die 6.000 Zuschauer fassende KV-Arena von Karlovy Vary war bei Polen - Slowakei mit rund 1.500 Zuschauern pro Spiel nur schwach gefüllt, am Abend wohnten immerhin 4.200 dem russischen Sieg bei.
EuroVolley 2011
| Play-off um Viertelfinale (Karlovy Vary und Wien): | |||
| 14.09. | Bulgarien | Estland | 3:0 |
| Frankreich | Türkei | 3:1 | |
| Tschechien | Polen | 1:3 | |
| Slowenien | Finnland | 2:3 | |
| Viertelfinale (Karlovy Vary und Wien): | |||
| 15.09. | Slowakei | Polen | 0:3 |
| Italien | Finnland | 3:1 | |
| Russland | Bulgarien | 3:1 | |
| Serbien | Frankreich | 3:1 | |
| Halbfinale (Wien): | |||
| 17.09. | Italien | Polen | 3:0 |
| Serbien | Russland | 3:2 | |
| Spiel um Platz drei (Wien): | |||
| 18.09. | Polen | Russland | 3:1 |
| Finale (Wien): | |||
| 18.09. | Serbien | Italien | 3:1 |