Themenüberblick
Basis für starkes Nationalteam
In die Saison starten am Samstag zwölf Teams, der für die Bundesligen zuständige Vizepräsident Markus Gaugl strebt eine Meisterschaft mit etwa nur acht Clubs an. „Nur so hat eine Topliga Sinn. Auch die Topländer wie Polen und Italien haben maximal zehn Vereine in der Liga.“ Für Teamchef Michael Warm zeigt Europameister Serbien, dass es sogar auch ohne starke heimische Liga geht. „Die Serben haben eine sehr gute Nachwuchsarbeit und lassen die Spieler dann ins Ausland.“
HotVolleys-Rumpftruppe
In die Punktejagd ist diesmal das Junioren-Nationalteam integriert, unter Junioren-Teamchef Michael Horvath sollen speziell die Spieler der Akademien Wien und Graz gute Matchpraxis erhalten. Warm dazu: „Dieser 93er-Jahrgang ist vielversprechend.“ Da die ÖVV-Junioren nur die Auswärtsspiele bestreiten, spielen sie nicht um die Play-offs mit. Für acht der übrigen elf Teams geht es daher im Viertelfinale weiter.

GEPA/Amir Beganovic
Hypo Tirol geht als Titelverteidiger und Topfavorit in die neue Saison
Meister Tirol, Aich/Dob und die hotVolleys als die Top Drei der Saison 2010/11 sind also von Anfang an dabei, die Tiroler gelten als klare Titelfavoriten. Neben Aich/Dob wird auch VCA Amstetten als erster Herausforderer gehandelt. Die mit einem Nachwuchsteam antretenden hotVolleys werden diese Rolle zumindest vorerst nicht erfüllen können, Verpflichtungen sind in den nächsten Monaten aber möglich.
Mittelfristige Profipläne
Für 2012/13 wurde die Einführung einer Zwischenrunde nach dem Play-off beschlossen, wie etwa im Handball sollen dann die Top Sechs ein Meister-Play-off bestreiten. Wieder ein Jahr später müssen die Hallen die international vorgegebene Mindesthöhe von neun Metern und eine Zuschauerkapazität von mindestens 500 Plätzen haben. Gaugl: „In ein paar Jahren soll man von einer Profiliga sprechen können.“
Damit sich die Clubs im Streben nach einem Profibetrieb nicht verschulden, ist ähnlich dem Fußball auch ein Lizenzierungsverfahren angedacht. Unbedingt angestrebt werden für die kommenden Jahre zudem ein Ligahauptsponsor und regelmäßige TV-Übertragungen. Als künftigen Standort für einen Proficlub kann sich Gaugl etwa auch Salzburg vorstellen, wo derzeit nicht AVL gespielt wird.
Mitteleuropa wird kleiner
Die Mitteleuropa-Liga (MEL) wird im Grunddurchgang nur mit sechs Teams gespielt, Ljubljana (früher Bled) und Tirol als die Top Zwei der vergangenen Saison steigen im Play-off ein. Mit dabei sind Aich/Dob, die hotVolleys und Amstetten. Da nur Europacup-Teams in der MEL spielen dürfen und es Europacup-Rückzüge etwa in der Slowakei und in Ungarn gibt, kam heuer nur eine Schmalspurliga zustande.