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Lehren aus WM-Pleite gezogen

Markus Rogan wird auf seine alten Tage bescheiden. Vorbei sind die Zeiten großer Sprüche und am Ende unerreichbarer Ziele. Der 29-jährige Wiener hat aus dem Verpassen einer WM-Medaille Ende Juli in Schanghai seine Lehren gezogen. Das Ziel für Olympia 2012 in London sind weder Weltrekord noch Goldmedaille. „Mein ehrliches und realistisches Ziel in dieser Saison ist die Bronzemedaille“, so Rogan.

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Der Schwimm-Star reduzierte als Konsequenz für das Verpassen von Edelmetall in China sein Krafttraining, intensivierte dafür die Arbeit im Wasser. Zehnmal pro Woche hat der Wiener in seinem Wohnort Los Angeles schon im September seine Längen gezogen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Delfin-Lage, nachdem Rogan über 200 m Lagen dort eine Medaille verspielt hatte.

Saisonstart in Minnesota

„Vor allem bei Sprint-Serien arbeite ich daran“, berichtete der Kurzbahn-Europarekordler der APA. Die Analyse seines Trainerteams um Star-Coach Dave Salo nach WM-Rang fünf verblüfft, ist aber typisch amerikanisch. „Das Feedback war: du warst zu langsam. Der Rest, meinen sie, sind nur Details.“ Ob Rogan weiter auch auf die 200 m Kraul setzt, ist noch offen. „Ich werde im Winter einfach von Wettkampf zu Wettkampf reisen und so auch mein Programm entscheiden.“

Entgegen ursprünglicher Planungen wird der OSV-Star nicht beim Weltcup-Auftakt in Dubai antreten, sondern startet die Wettkampfsaison vom 11. bis 13. November beim US-Langbahn-Grand-Prix in Minnesota. Fix ist Rogans Antreten bei den Kurzbahn-Europameisterschaften vom 8. bis 11. Dezember in Stettin, wobei er auch vom 25. bis 27. November beim Ströck-Qualifying in Wiener Neustadt antritt. Dazwischen hat der Kurzbahn-Vizeweltmeister ein Meeting in den Niederlanden geplant.

Platz drei bei Olympia realistisch

Für die EM in Polen scheint für Rogan die Verbesserung seines Europarekords über 200 m Lagen von 1:51,72 Minuten möglich zu sein, auch wenn er bei Rekordfixierung im Dezember 2009 noch in einem Ganzkörperanzug unterwegs ist. „Den Weltrekord traue ich mir nicht zu“, gestand Österreichs Sportler des Jahres 2004 auf Anfrage hinsichtlich der 1:50,08 von US-Star Ryan Lochte allerdings.

Michael Phelps und Ryan Lochte

APA/EPA/Patrick B. Krämer

An Phelps (l.) und Lochte führt 2012 wohl kein Weg vorbei

Platz drei in London hinter dem US-Duo Lochte und Michael Phelps würde der Gewinner von 32 Medaillen auf EM-, WM- und Olympianiveau als seinen größten Erfolg werten. „Neben den Fortschritten in Äthiopien“, fügte Rogan unter dem Eindruck seines August-Aufenthalts im afrikanischen Entwicklungsland an. Drei Wochen hatte er im Rahmen seines Bildungsprojekts „tesfaye“ Kinder in Englisch und afrikanischer Geografie unterrichtet. „Das war eine, wenn nicht die wertvollste Erfahrung meines Lebens.“

Vergleich USA - Europa

Das Training gestaltete der Athlet des SC Hakoah alternativ, arbeitete er doch mit äthiopischen Läufern an seiner Ausdauer. Das sollte ihm nicht zuletzt beim sportlichen Höhepunkt des ausklingenden Jahres eine Woche vor Weihnachten in Atlanta zugutekommen, wenn es zum Vergleich USA gegen Europa kommt. Neben Rogan ist auch Kurzbahn-Europameister Dinko Jukic für dieses dem Ryder-Cup der Golfer nachempfunden, im Zweijahresrhythmus angesetzte Meeting nominiert.

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